Vielfalt im Süden Spaniens - Andalusien 2019

Spanien-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai / Juni 2019  |  von Brigitte Amrhein

Nicht allzu weit weg von daheim und trotzdem Neues erleben, einen Urlaub voller Kultur und Natur verbringen - da bietet sich Andalusien an!
Heraus gekommen ist eine selbst geplante Rundreise mit dem Mietwagen, zwei Wochen mit unvergesslichen Eindrücken, Geschichte und Geschichten, touristischen Hotspots und (noch) wenig besuchten Orten.

Ab in die Sonne Südspaniens

Kurz nach fünf Uhr geht es los Richtung Münchner Airport, trotz Baustelle auf der Autobahn sind wir überpünktlich am Parkplatz. Gepäckaufgabe und Security gehen ruck-zuck, dann verbringen wir die Zeit bis zum Boarding in der Business Lounge - zu unserer Überraschung ist der Flug in der Business Class sogar günstiger als in der Economy, warum ist uns heute noch schleierhaft...
Der Flug ist super angenehm und wir werden - Business sei Dank! - richtig verwöhnt. Auch nach der Ankunft in Málaga geht es erst mal schnell und wir werden mit dem Shuttle zur Autovermietung gebracht. Dort allerdings stellen sich ein paar (deutsche) Kunden so blöd an, dass sie alles eine gefühlte Ewigkeit lang aufhalten. Nach einer Stunde haben wir aber dann unser Auto, dank gratis Upgrade einen ziemlich neuen Nissan Qashqai.

Business Lounge am Münchner Flughafen

Business Lounge am Münchner Flughafen

Stausee von Iznájar, der größte Stausee Andalusiens

Stausee von Iznájar, der größte Stausee Andalusiens

Das Navi ist schnell programmiert, vom Hotel "Carlos V" in der Innenstadt haben wir auch eine Beschreibung bekommen, so sind wir nach 20 Minuten in der Fußgängerzone der Altstadt.
Als Hotelgäste dürfen wir da auch rein fahren, was auch die Stadtpolizei versteht, die uns, als wir die letzte Abzweigung verpassen, mit viel Schmunzeln aus einer Sackgasse heraus lotst.
Unser Zimmer ist noch nicht fertig, also gehen wir erst mal zur Kathedrale, die gerade mal 70 Meter vom Hotel entfernt ist. Wir trinken erst mal etwas und besichtigen dann die beeindruckende Kathedrale.
Auch wenn wir uns am Audio-Guide nicht alle Erklärungen anhören, sind wir doch lange dort. Die Kathedrale ist berühmt für ihren Stilmix, der von der Gotik bis zum Neoklassizismus reicht - immerhin wurde über 250 Jahre gebaut. Die Tatsache, dass nur einer der beiden geplanten Türme (mit seinen 84 Metern immerhin der höchste Andalusiens) vollendet wurde, hat der Kathedrale den volkstümlichen Namen „La Manquita“ (Die Einarmige) beschert.

„La Manquita“ (Die Einarmige) - die Kathedrale von Málaga heißt offiziell Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación

„La Manquita“ (Die Einarmige) - die Kathedrale von Málaga heißt offiziell Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación

Das Innere der Kathedrale beeindruckt durch den Stilmix der Baustile

Das Innere der Kathedrale beeindruckt durch den Stilmix der Baustile

Der Nordturm der Kathedrale, der höchste Andalusiens

Der Nordturm der Kathedrale, der höchste Andalusiens

Anschließend beziehen wir erst mal unser Zimmer - ohne Aussicht, aber wirklich ordentlich. Und die Lage ist einfach nur grandios!
Nach einer Pause ziehen wir uns um und machen uns auf den Weg zur Alcazaba, deren Eingang am römischen Theater auch kaum mehr als 100 Meter vom Hotel entfernt ist, so dass wir nach wenigen Minuten dort sind.
Wir besichtigen die Mauern, Höfe und Türme der alten maurischen Burg aus dem 11. Jahrhundert. Sie gilt als Vorbild für die Alhambra von Granada. Immer neue Winkel und Details entdecken wir, es ist ein toller Einstieg in die Kultur von Al Andalus!
Danach geht's quasi auf Bergtour, wir gehen noch hinauf zur Bergfestung Gibralfaro. Vom Miradór aus haben wir unterwegs einen fantastischen Blick über den Hafen der Stadt. Auch die Festung lassen wir uns nicht entgehen, aber außer den Mauern und Türmen (die allerdings tolle Ausblicke bieten) gibt es nicht so viel zu sehen.

In der Alcazaba von Málaga

In der Alcazaba von Málaga

Maurische Hufeisenbögen in der Alcazaba

Maurische Hufeisenbögen in der Alcazaba

Der Patio de los Naranjos (Hof der Orangenbäume) in der Alcazaba von Málaga

Der Patio de los Naranjos (Hof der Orangenbäume) in der Alcazaba von Málaga

Blick auf die Universität und den Hafen von Málaga

Blick auf die Universität und den Hafen von Málaga

In der Bergfestung Gibralfaro

In der Bergfestung Gibralfaro

Wir gehen zum Hafen, vorbei am bunten Würfel des Centre Pompidou und an der deutschen Korvette "Ludwigshafen am Rhein" - die hier vor dem Anschluss an die UNIFIL-Mission (UN-Blauhelm-Mission vor der Küste des Libanon) noch einmal angelegt hat - spazieren wir am Paseo del Muelle Uno entlang.
Dann gehen wir durch nette Gassen und ein Stück entlang der Calle Marqués de Lario wieder in die Altstadt.
Wir nutzen das schöne Licht des späten Nachmittags und machen noch ein paar Fotos am römischen Theater zu Füßen der Alcazaba. Durch die Gassen der Judería gehen wir zurück zum Hotel und ziehen uns fürs Abendessen um. Leider hat das schöne Lokal an der Kathedrale keinen Tisch draußen frei und das nette maurische Restaurant keinen Wein auf der Karte... Aber wir finden ein Lokal, wo wir eine gute Paella essen und dazu wirklich guten Wein genießen. Es ist schön, bei diesen angenehmen Temperaturen draußen zu sitzen!

Ein moderner Farbtupfer am Hafen ist das Centre Pompidou

Ein moderner Farbtupfer am Hafen ist das Centre Pompidou

Der Paseo del Muelle Uno am Hafen von Málaga

Der Paseo del Muelle Uno am Hafen von Málaga

Das römische Theater zu Füßen der Alcazaba von Málaga geht auf das letzte vorchristliche Jahrhundert zurück

Das römische Theater zu Füßen der Alcazaba von Málaga geht auf das letzte vorchristliche Jahrhundert zurück

Abendlicher Blick auf den Turm der Kathedrale

Abendlicher Blick auf den Turm der Kathedrale

© Brigitte Amrhein, 2019
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 25.05.2019
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 08.06.2019
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Brigitte Amrhein berichtet seit 13 Monaten auf umdiewelt.