Vielfalt im Süden Spaniens - Andalusien 2019

Spanien-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai / Juni 2019  |  von Brigitte Amrhein

In der Hauptstadt der Region

Wir sind die ersten Gäste beim Frühstück, aber wir haben ja auch noch einiges in Sevilla vor...
Die Kathedrale hat aber noch zu und am Alázar stehen nach unserer Einschätzung schon Tausende an. Also gehen wir erst mal außen um die Gärten herum und überzeugen uns davon, ob unsere Annahme stimmt und die Parkgarage auf der anderen Seite (die wir auf dem Plan gesehen haben, den uns das Hotel gegeben hat) wirklich die ist, in der unser Auto steht - sie ist es tatsächlich, es sind kaum 10 Minuten zu Fuß...
Von hier ist es nicht weit zur Plaza de España. Jetzt können wir den großen Platz und die ihn umgebenden Gebäude noch einigermaßen in Ruhe anschauen. Die Plaza ist weitläufig und sehr schön, vor allem die Azulejos und die anderen Keramikverzierungen beeindrucken uns sehr. Uns fällt auf, dass außer den schon jetzt vielen Touristen auch viel Militär zu sehen ist. Außerdem sind die beiden großen Straßen rundum gesperrt. Als wir nach dem Besuch einen Kaffee trinken, frage ich einen Souvenirverkäufer und er sagt mir, dass heute eine wichtige Parade stattfindet, wann weiß er aber nicht (im Nachhinein lesen wir, dass auch das Königspaar anwesend war).

Plaza de España in Sevilla

Plaza de España in Sevilla

Kunstvolle Fliesen an der Plaza de España

Kunstvolle Fliesen an der Plaza de España

Ruderboote noch ohne Gäste an der Plaza de España

Ruderboote noch ohne Gäste an der Plaza de España

Wir gehen am Alcázar (wo immer noch so viele Leute anstehen) und an der Kathedrale (wo die Schlange auch nicht kürzer ist) vorbei zur Kirche San Salvador, wo wir - dank eines tollen Tipps der Rezeption - Kombitickets für diese Kirche und die Kathedrale bekommen (und damit dort nicht anstehen müssen). Die schöne Erlöserkirche ist aber durchaus auch einen Besuch wert!
Am Eingang der Kathedrale können wir mit unseren Tickets die lange Wartezeit auf kaum 3 Minuten verkürzen. Zuerst besteigen wir den Turm, die Giralda - das geht zu unserer Überraschung sogar fast ohne Treppensteigen über eine gewundene Rampe. Die Blicke von oben sind wirklich grandios!
Dass die Kathedrale die flächenmäßig größte gotische Kirche der Welt ist, war uns vorher nicht bekannt. Aber sie ist nicht nur riesig, sondern reich an Schmuck und Details, die Altäre, das Chorgestühl und das Grab des Kolumbus sind für uns die Highlights des Besuchs.

Chor der Kirche San Salvador in Sevilla

Chor der Kirche San Salvador in Sevilla

Blick über die Dächer der Kathedrale und die Stadt von der Giralda

Blick über die Dächer der Kathedrale und die Stadt von der Giralda

Kolumbus wollte nicht in spanischer Erde ruhen - also tragen die Personifikationen der alten spanischen Königreiche seinen Sarkophag

Kolumbus wollte nicht in spanischer Erde ruhen - also tragen die Personifikationen der alten spanischen Königreiche seinen Sarkophag

Gewölbe der Kathedrale von Sevilla

Gewölbe der Kathedrale von Sevilla

Anschließend trinken wir etwas und nutzen es aus, dass in der Mittagszeit deutlich weniger Leute am Alcázar warten. Und dann bekommen wir sogar beide freien Eintritt (ich als Schwerbehinderte und mein Schatz als Begleitperson, obwohl ich weder seh- noch gehbehindert bin). Die Paläste, Höfe und Gärten sind extrem verschachtelt und wirklich wunderschön!
Wir verbringen einige Zeit hier, dann gehen wir zurück ins Hotel und holen unser dort deponiertes Gepäck. Da es nach dem Ende der Parade offenbar in der ganzen Stadt kein freies Taxi gibt, gehen wir zu Fuß zum Parkhaus.

Innenhof im Alcázar in Sevilla

Innenhof im Alcázar in Sevilla

Der Alcázar von Sevilla ist ein Beispiel für den Mudejar-Stil

Der Alcázar von Sevilla ist ein Beispiel für den Mudejar-Stil

In den Gärten des Alcázar

In den Gärten des Alcázar

Die gotische Wäscherei des Alcázar - erst vor kurzem für die Besucher geöffnet

Die gotische Wäscherei des Alcázar - erst vor kurzem für die Besucher geöffnet

Trotz der Sperrung kommen wir gut aus der Stadt und erreichen nach einer guten Stunde El Rocío.
Das Dorf sieht aus wie eine Wildwest-Stadt oder ein Dorf in Mexico - Sandstraßen und Pferdewagen inklusive. Unsere Unterkunft, die Pension Cristina, ist nur einen Katzensprung von der Wallfahrtskirche entfernt. In einer Woche wird es hier ganz anders zugehen, dann werden ca. 1 Million Menschen und über 100.000 Pferde hier die Prozession der Madonna feiern...
Wir trinken etwas, dann spazieren wir an der so genannten Lagune entlang (die aber nach der Definition keine Lagune ist, sondern nur eine flache Verbreiterung der kleinen Flüsse, die hier zusammenfließen). Wir sehen Flamingos, Ibisse, Löffler, Reiher und einen fischenden (!) Storch.
Zum Abendessen bleiben wir im Restaurant der Pension, das Essen ist reichlich und sehr lecker.

El Rocío - optisch fast wie im Wilden Westen

El Rocío - optisch fast wie im Wilden Westen

Santuario de Nuestra Señora del Rocío

Santuario de Nuestra Señora del Rocío

Flamingos in der Lagune von El Rocío

Flamingos in der Lagune von El Rocío

Stieglitz an der Lagune

Stieglitz an der Lagune

© Brigitte Amrhein, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nicht allzu weit weg von daheim und trotzdem Neues erleben, einen Urlaub voller Kultur und Natur verbringen - da bietet sich Andalusien an! Heraus gekommen ist eine selbst geplante Rundreise mit dem Mietwagen, zwei Wochen mit unvergesslichen Eindrücken, Geschichte und Geschichten, touristischen Hotspots und (noch) wenig besuchten Orten.
Details:
Aufbruch: 25.05.2019
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 08.06.2019
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Brigitte Amrhein berichtet seit 11 Monaten auf umdiewelt.
Aus dem Gästebuch (1/1):
Nick H. 1565621409000
Ich fahre selbst Ende Sep­tem­ber nach An­da­lu­sien, da stellt dein toller Rei­se­bericht eine super Ein­lei­tung inkl. inte­res­santen An­re­gun­gen dar, danke!!