Puerto Rico - zwischen spanischer Tradition und American way of life

Puerto Rico-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar - März 2013  |  von Inge Waehlisch Soltau

San Juan

Zurück von der Kreuzfahrt zu verschiedenen Inseln der Karibik fuhren wir mit dem Taxi zu dem gemieteten Apartment in Old San Juan. Und bekamen sofort einen Eindruck davon, wie schwierig es ist, sich mit dem Auto in den engen Einbahnstrassen zu bewegen. Zu Fuss war man meistens schneller.
Es war etwas besonderes, mitten in der Altstadt zu wohnen, am Morgen einzukaufen und an einer der vielen Plazas genüsslich einen Kaffee zu trinken.
Trotzdem waren wir natürlich auch Touristen und schauten uns die Sehenswürdigkeiten an.
An der Plaza de Armas - wo die Einheimischen gerne die Tauben füttern - steht die Kathedrale.
An der Plaza San José - der ältesten Plaza - befinden sich u.a. die Nationalgalerie und das Pablo Casals Museum.
An der Plaza Quincentennial sieht man die Totem Telurico Säule aus Granit und Keramik, die 1992 zu Ehren Kolumbus 500 Jahre nach seiner Entdeckung Amerikas errichtet wurde. Das eigentliche Kolumbus-Denkmal befindet sich an der Plaza Colón.
An der Plaza Dársenas findet man die Touristeninformation.
Für shopping sollte man in die Fortaleza Street und in die Calle Tetuan gehen.

Kirche Old San Juan

Kirche Old San Juan

Totem Telurica am Quincentennial Plaza

Totem Telurica am Quincentennial Plaza

Capillo de Christo

Capillo de Christo

In der  Kathedrale

In der Kathedrale

Festung El Moro

Die El Morro Festung in San Juan - seit 1983 Weltkulturerbe - ist das Wahrzeichen von San Juan.
Das massive komlexe System von Befestigungen thront über dem Eingang zur San Juan Bay. Diese Fortanlage ist eine der grössten in ganz Süd- und Nordamerika.
Zu Beginn des Jahres 1539 wurde zunächst nur ein Turm gebaut. Der ständige Weiterbau dauerte fast 250 Jahre.
El Morro wurde gebaut, um den Hafen in der San Juan Bay gegen Attacken von See zu schützen. Es war damals der erste gute Hafen für Segelschiffe auf dem Weg zur Neuen Welt nach einer ein- bis zweimonatigen Atlantiküberquerung von Europa. El Morro schützte damit auch Spaniens Zugang zur Neuen Welt über 300 Jahre lang.
El Morro ist ein Meisterstück militärischer Ingenieurskunst aus dem 15. Jahrhundert..
Ein kurzes Video in englischer und spanischer Sprache informiert über die Geschichte des Forts.

Festung El Moro

Festung El Moro

El Moro

El Moro

Das Fort hat massive bis zu 6 m dicke Wände. Ein Labyrinth von Bastionen, Wällen, Tunneln und Gewölben machte das Fort fast uneinnehmbar. Dies mussten die Engländer mehrfach erfahren, z.B. 1595 (Sir Francis Drake), 1598 (Sir George Clifford) und 1797 (Sir Ralph Abercromby) sowie auch 1625 die Holländer.
Die spanische Herrschaft endete erst 1898 durch den Spanisch-Amerikanischen Krieg. Danach wurde Puerto Rico ein amerikanisches Territorium.

Durchblick beim Fort

Durchblick beim Fort

Mächtige Kanone

Mächtige Kanone

Zunächst kommt man auf den Hauptplatz, der vor allem für Paraden genutzt wurde. Auf diesem Level befinden sich auch die Räume für die Quartiere, Lager, Pulvermagazin und Gefängniszellen.

Die Festungsmauern

Die Festungsmauern

Der Innenhof von oben

Der Innenhof von oben

Auf den insgesamt 6 Stockwerken sieht man überall die drohenden Schiessscharten für die Kanonen, von dort bewachte man die Einfahrt vom Meer her.
Entlang der massiven Mauern sind in regelmässigen Abständen kuppelüberdachte Wachtposten (garitas) zu sehen.
Im 19. Jahrhundert wurde auf der Festung noch ein Leuchtturm errichtet.
Meiner Meinung nach ist El Morro ein Muss bei einem San Juan Aufenthalt.

Dicke Mauern

Dicke Mauern

Blick auf den Friedhof

Blick auf den Friedhof

Am anderen Ende der Altstadt befindet sich das San Cristobal Fort.

San Cristobal Fort

San Cristobal Fort

Empfehlenswert ist ein Spaziergang an der San Juan Bay, am besten beginnt man am Paseo de Princesa, in der Nähe der Touristeninformation.
Auf dem Weg zum El Moro Fort kommt man vorbei am La Princessa Brunnen. Leider war aber das letzte Stück dieses Wegs gesperrt, wir müssten zurücklaufen., und durchs San Juan Gate kamen wir wieder in die Altstadt.

An der San Juan Bay

An der San Juan Bay

La Princesa Brunnen

La Princesa Brunnen

An der Bay sahen wir zwei Frauen, die die streunenden Katzen - die erstaunlicherweise recht gepflegt aussahen - fütterten. Sie hatten einen kleinen Handwagen mit Katzenfutter, und Spenden dafür waren willkommen.

Katzen an der Bay

Katzen an der Bay

Warten aufs Futter

Warten aufs Futter

Auf dem Rückweg kamen wir noch an der Casa Rosa vobei, einem ehemaligen Herrenhaus.

Casa Rosa

Casa Rosa

Ausserdem besichtigten wir (von aussen) La Fortaleza, den Gouverneurspalast.
Sehenswert sind auch die Ballaja Barracks, ein immens grosses Bauwerk, welches ein ehmaliger Wohnsitz für ca. 1000 spanische Soldaten und ihre Familien war. Heute ist es Museum of the Americas.

La Fortalezza

La Fortalezza

Ballaja Barracks

Ballaja Barracks

Ein besonders schöner Spaziergang ist auch an der Hafenpromenade, die in den letzten Jahren ganz schön herausgeputzt wurde. Von weitem schon sieht man "Cabillalito del Mar", eine 5,5 to schwere Seepferdchen-Skulptur aus Stahl und Bronze.
Das Projekt wird weiter ausgebaut von Pier 6 bis zum Club Nautico und soll in absehbarer Zeit den Hafen von San Juan, wo sehr viele Kreuzfahrtschiffe andocken, attraktiver machen.

Cabillatio del Mar an der Promenade

Cabillatio del Mar an der Promenade

Ein Highlight war für uns der Besuch des Kapitols. Zu unserer Überraschung wurden wir von einer Angestellten begrüsst, die uns dann herumführte, informierte und Fragen beantwortete.

Capitol

Capitol

Im Capitol

Im Capitol

Im Capitol

Im Capitol

In der Nähe des Kapitols

In der Nähe des Kapitols

Auf dem Rückweg in die Altstadt kamen wir noch an verschiedenen Memorials vorbei, u.a. für gefallene Puertoricaner der Kriege in Korea, Vietnam und Irak und auch ein Holocaust-Denkmal.
Und wenn die Füsse vom vielen Herumlaufen allzu müde werden, ist es empfehlenswert, den Gratis-Trolleybus zu benutzen.
Überrascht waren wir, dass die meisten Geschäfte schon um 19h schliessen. Auch war abends auf den Strassen und Plazas kaum noch Betrieb, das sind wir von den Zocalós in den mexikanischen Städten anders gewohnt.

War Memorial

War Memorial

Holocaust Memorial

Holocaust Memorial

Jetzt noch zwei Tipps für Restaurants - da ist zunächst einmal das recht bekannte "Raices" an der Recinto Sur Street, wo man vor allem das "Quasi"-Nationalgericht Mofongo (Bananenpüree mit Fleisch, Fisch oder Gemüse) isst.
Und dann gibt es noch das etwas günstigere Restaurant "La Jibarito" in der Calle Sol.
Für Leute, die etwas länger bleiben und sich informieren möchten: beim Tourist Center gibt es die Broschüre "Que pasa" (Text in englisch und spanisch). Der Titel sagt es schon:"Was ist los"?
San Juan ist sicherlich eine interessante Stadt, nicht zuletzt auch durch die Gegensätze der spanischen Altstadt mit den engen Gassen und traditionellen Häusern und die eher an USA erinnernden Stadtteile Condado und Isla Verde.

In Old San Juan

In Old San Juan

In Old San Juan

In Old San Juan

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Aufenthalt in San San Juan und Rundreise: Fajardo - El Yunque Nationalpark - Culebra - Poncé - längerer Aufenthalt in Rincón -
Details:
Aufbruch: 16.01.2013
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 17.03.2013
Reiseziele: Puerto Rico
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 12 Wochen auf umdiewelt.