Aktive Pause in Oberösterreich

07.02.2021  |  von Martin Gädeke

Der Norden Österreichs hat eine ganze Menge zu bieten. Nicht nur im Winter, sondern auch im Frühling und im Sommer lassen sich hier herrliche Aktivitäten unternehmen, die dir garantiert dabei helfen, den Kopf freizukriegen und die Alltagssorgen zu vergessen. Neben Wanderungen in malerischen Landschaften und dem Geschwindigkeitsrausch auf der Piste, kannst du noch auf andere Arte und Weise in Oberösterreich aktiv werden. Immerhin haben wir uns angesichts der Corona-Pandemie doch alle eine Pause verdient. Deshalb tut uns ein Trip zu unseren südlichen Nachbarn bestimmt ganz gut. Vorher solltest du allerdings die geltenden Regelungen bezüglich Covid-19 überprüfen.

Gipfelkreuz bei Gmunden am Traunsee, mit Blick über den See.

Sommer oder Winter, wann ist die beste Reisezeit?

Natürlich denkst du bei Oberösterreich zuerst einmal an die Alpen und diverse Wintersportarten. Das ist mehr als legitim. Allerdings hat das Gebiet deutlich mehr zu bieten als Schnee und Eis. Der Besuch im Sommer kann sich vor allem für Aktiv-Urlauber lohnen, die gerne beim Wandern eins werden mit der Natur. Dabei wird nicht nur dem Körper viel geboten, sondern auch dem Auge.

Pauschal lässt sich jedoch nicht sagen, welche Reisezeit die beste ist. Bist du eher der Wintersporttyp, dann kannst du in der Regel von Oktober oder November bis Anfang März deiner Leidenschaft nachgehen. Für einen aktiven Sommerurlaub bietet sich die Zeit von Juni bis August an. Dann liegt die Durchschnittstemperatur bei etwa 22 Grad und die Chance auf Niederschlag ist am geringsten.

Aktive Unterkunft

Solltest du dennoch einmal vom Regen überrascht werden, musst du trotzdem nicht aufs Auspowern verzichten. Wichtigste Voraussetzung hierfür: dass du dich für das richtige Hotel entscheidest. Manche Unterkünfte sind auf schlechtes Wetter ebenso bestens vorbereitet und bieten oft ein umfangreiches Aktivprogramm an.

Als Gast kannst du kostenlos an den Kursen teilnehmen und so Körper und Geist wieder in Einklang bringen. Gleichzeitig bilden die Hotels dein Hauptquartier, von dem aus du deine Unternehmungen in der freien Wildbahn starten kannst.

Wanderung zum Bärenstein

Bist du zum Beispiel in Aigen-Schägl, am Rande des Böhmerwaldes untergebracht, dann bietet sich bei gutem Wetter eine Wanderung zum Bärenstein an.

Für das Erklimmen dieser mächtigen und beeindruckenden Felsformation wählst du den gleichnamige Rundweg. Er ist 11,6 Kilometer lang und es gilt dabei mehr als 400 Höhenmeter zu bewältigen. Unterwegs wirst du bereits mit verschiedenen kleineren Highlights belohnt. Oben auf dem Bärenstein angekommen, hast du einen tollen Ausblick und kannst sogar den Moldaustausee in Tschechien sehen.

Eferdinger G'schichtenweg

Eine Aktivität, die sich mehr an die kleineren Aktivurlauber richtet, findest du im Zentrum von Eferding. In der drittältesten Stadt Österreichs gibt es den sogenannten Eferdinger G'schichtenweg. 12 Stationen bieten Geschichten aus den Bereichen Fantasie und Historie. Hier kannst du bestimmt noch das ein oder andere dazulernen.

Besuch in Linz

Wenn du schon in Oberösterreich unterwegs bist, darf ein Besuch in einer der schönsten Städte des Landes auf keinen Fall fehlen. Linz ist von der UNESCO zur City of Media Arts gekürt worden. Die Stadt gilt daher als kreatives Zentrum des Landes, weshalb sich beispielsweise ein Besuch des Ars Electronica Centers definitiv lohnt.

Um dir einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, solltest du eine Fahrt mit der Pöstlingbergbahn machen. Die restaurierte Bahn bringt dich vom Hauptplatz der Stadt innerhalb von 20 Minuten auf den Pöstlingberg, den Hausberg von Linz. Oben angekommen, überblickst du die gesamte Landeshauptstadt und hast noch die Möglichkeit zu weiteren aktiven Unternehmungen, wie beispielsweise einer Fahrt mit der Grottenbahn.

Nationalpark Kalkalpen

Aktiver geht es kaum: Der Nationalpark Kalkalpen verzaubert mit seiner unberührten Natur und ist ein wahres Eldorado für alle, die gerne wandern, mit dem Mountainbike unterwegs sind oder reiten. Auf einem Gebiet von fast 30.000 Hektar kannst du die dortige Fauna und Flora entdecken – tolle Aussichten inklusive.

Fahrten auf den verschiedenen Seen

Wasserratten können in Oberösterreich ebenso viel erleben. Der Wolfgangsee ist das beste Beispiel dafür. Schon seit dem Jahr 1873 gibt es dort Fahrten mit dem Raddampfer, der selbst heute noch bestiegen werden kann. Daneben stehen Abenteuerlustigen natürlich auch noch weniger geschichtsträchtige Schiffe zur Verfügung, um damit in See zu stechen.

In Gmunden am Traunsee lockt das Seeschloss Ort. Es ist sogar zu Fuß über eine Brücke zu erreichen. Es kann entweder besichtigt oder sogar gemietet werden – etwa für diverse Veranstaltungen. Wenn du dich weniger für das Schloss, sondern mehr für den See interessierst, solltest du dich für eine Rundfahrt mit dem dortigen Raddampfer entscheiden.

Rieseneishöhle in Dachstein

Ziemlich mystisch ist hingegen die unterirdische Eislandschaft des Dachsteins. Die Rieseneishöhle ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Aktivurlaubern aus aller Welt. Kein Wunder, denn hier kannst du eine Menge über die Geschichte der Erde lernen. Wenn du noch tiefer in die Materie eintauchen willst, solltest du an einem geführten Rundgang teilnehmen. Weitere Informationen, beispielsweise zum Thema Klimawandel, bekommst du in der Ausstellung vor Ort.

Die Rieseneishöhle ist jedoch nicht die einzige unterirdische Attraktion, die du im Salzkammergut besichtigen kannst. Da wären noch die Mammuthöhle sowie die Koppenbrüllerhöhle, die nur auf deinen Besuch warten.

© Martin Gädeke, 2021
Der Autor
 
Martin Gädeke hat www.umdiewelt.de vor über 20 Jahren gegründet, ist aber nur einer von tausenden Aut­oren - und bei Weitem nicht der Aktivste. Dafür ist er für alles andere auf der Seite zuständig und immer für Dich erreichbar!
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