Vive la France - Pastis, das Kultgetränk Südfrankreichs

04.03.2021  |  von Martin Gädeke

Vor allem im Süden von Frankreich erfreut sich das alkoholische Getränk besonderer Beliebtheit. Pastis soll durch die vielfältigen Aromen die Lebensart Südfrankreichs widerspiegeln. Anis und Extrakte aus Süßholz sind die Hauptbestandteile für dieses Getränk. Mittlerweile gibt es diverse Rezepte und unterschiedliche Variationen des Pastis. Man kann also nach eigenem Geschmack die passende Variation auswählen. Das Getränk ist ein Schnaps und wird auch in einem Pinnchen serviert. Es ist die französische Alternative zu Ouzo, Absinth und Co. Mit der milchig weißen Farbe erinnert es aus deutscher Sicht ein wenig an Eierlikör. Mittlerweile ist Pastis zu einem Kultgetränk geworden und kaum jemand im Süden von Frankreich kennt es nicht.

Bild mit Gläsern von Pastis und schwarzen Oliven.

Perfekt zu Pastis passen schwarze Oliven.

Was ist Pastis?

Pastis wird auch “der kleine Gelbe” genannt und aus grünem Anis, Sternanis, Fenchel und Süßholzwurzeln gefertigt. Je nach Hersteller kommen dann noch andere natürliche Aromen hinzu. Durch Mazeration der Pflanzen in reinem Alkohol entsteht dann der Pastis. Durch Hinzugabe von beispielsweise Karamell entsteht die bekannte Farbe. Das Getränk gibt es aber auch in weiß, dabei wird einfach auf farbgebende Stoffe verzichtet und in blau, der dann aber extra mit Farbstoffen versetzt wird. Pastis wird mit der provenzalischen Lebensart verbunden und steht für Ruhe, Gelassenheit und den ewigen Sommer. Wer Wert auf guten Alkohol und Genuss legt und unter anderem die beste Flasche Absinth besitzen möchte, der sollte diesen Onlineshop besuchen. Dort gibt es nicht nur Absinth, sondern insgesamt eine große Auswahl aus den besten alkoholischen Getränken.

Am Anfang stand Absinth - Die Geschichte des Pastis

Ausgerechnet während der französischen Prohibition entstand der Pastis. Die Franzosen liebten und lieben Absinth und den herrlichen Lakritzgeschmack. Da dieser aber verboten wurde und Getränke die nach Anis schmecken nur noch bis zu einem Alkoholgehalt von 14 % erlaubt waren, begann die heimliche Produktion von Pastis. Dieser schmeckte dem Absinth ähnlich, war aber erlaubt. Bereits ende der 1920er Jahre fing Paul Ricard mit der Produktion von Pastis an und musste deshalb einige Strafen zahlen, was ihn jedoch nicht davon abhielt diesen weiter herzustellen. Vor allem durch den Tourismus verbreitete sich das Getränk dann sehr schnell und wurde immer beliebter, da es viele Menschen an den Sommerurlaub erinnerte. Im Laufe der 1980er Jahre kamen dann immer mehr Variationen auf den Markt und die Spirituose wurde auch außerhalb von Frankreich zu einer echten Marke. Die Gesichte des Pastis ist sehr lang und spannend, weshalb man sich dazu auch nochmal gezielt informieren kann.

Die Unterschiede zwischen Pastis und Absinth

Der größte Unterschied ist natürlich der Geschmack. Ein Absinth profitiert durch sehr starke Aromen und einer gewissen Bitterkeit. Nicht so derb ist dagegen der Pastis, welcher eher durch blumige Noten überzeugt. Trotzdem gibt es viele Kräuter die sich in beiden Getränken finden lassen, wie zum Beispiel Kamille oder Rosmarin. Darüber hinaus wird Absinth durch Destillation produziert, Pastis aber durch Mazeration der Kräuter im Alkohol. Zudem ist der Alkoholgehalt deutlich geringer, Absinth enthält ungefähr 89 %, wohingegen Pastis lediglich 45 % besitzt und somit auch etwas einfacher getrunken werden kann.

Typische Trinkweisen von Pastis

Ein Schluck Pastis ist wie eine Reise durch Frankreich. Egal ob man sich einen Reisebericht durchliest oder vor dem innere Auge die tolle Landschaft Südfrankreichs sieht, ein Pastis vermittelt genau dieses Gefühl. Klassischerweise wird dieser mit Wasser und Eiswürfeln vermischt. Eine Einheit Pastis wird dabei mit 5 Einheiten Wasser versetzt. Anschließend gibt man ein paar Eiswürfel hinzu und kann das Getränk bei einer Runde Boul entspannt genießen.

© Martin Gädeke, 2021
Der Autor
 
Martin Gädeke hat www.umdiewelt.de vor über 20 Jahren gegründet, ist aber nur einer von tausenden Aut­oren - und bei Weitem nicht der Aktivste. Dafür ist er für alles andere auf der Seite zuständig und immer für Dich erreichbar!
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