Weihnachten in Berlin

Reisezeit: Dezember 2025  |  von Inge Waehlisch Soltau

Show im Friedrichstadtpalast, Nationalgalerie und Konzert und Weihnachtsmarkt
Stopover in Stuttgart und Besuch Residenzschloss Ludwigsburg

In Berlin

Aus privaten Gründen habe ich in diesem Jahr Weihnachten in Berlin verbracht. Es war bitterkalt, als ich aus dem Flughafenterminal draussen mein vorbestelltes Taxi suchte. Die Fahrt dauerte eine Stunde bis Berlin Mitte, wo ich ein Hotel am Prenzlauer Berg gebucht hatte.
Von der Prenzlauer Allee aus "begrüsste" mich dann von weitem der Fernsehturm...

Berlin begrüsste mich mit Sonnenschein und blauem Himmel...

Berlin begrüsste mich mit Sonnenschein und blauem Himmel...

Ich war schon sehr oft in Berlin und wollte nicht alle die bekannten Sehenswürdigkeiten aufsuchen. Eine Fahrt mit dem 100er Bus ist aber schon so eine Art von "must" bei mir. War vor allem angenehm bei den doch eher eisigen Temperaturen.

Das rote Rathaus

Das rote Rathaus

Der Fernsehturm

Der Fernsehturm

Weihnachtsmarkt

Berlin bietet um diese Jahreszeit einige Weihnachtsmärkte. Nachdem ich in der Nähe vom Alex war, entdeckte ich die sog. "Berliner Weihnachtszeit".
Zwischen dem Roten Rathaus und der St. Marienkirche findet dieser Weihnachtsmarkt statt mit vielen Highlights: vom Panoramariesenrad bis zur Eisbahn. Händler und Handwerker verkaufen auf der Altberliner Marktgasse ihre Waren.
Schon von weitem sah ich das das 50 Meter hohe Panoramariesenrad. Dieses Riesenrad - weltberühmtes Wahrzeichen des Münchner Oktoberfests - steht in der Weihnachtszeit in Berlin. Aus geschlossenen Panoramagondeln hat man eine wunderbare Aussicht nicht nur auf den Weihnachtsmarkt. Und kurzentschlossen machte ich dann auch eine Runde mit dieser Attraktion.
Rund um den Neptunbrunnen lädt eine Eisbahn zum Schlittschuhlaufen ein. Auf 600 Quadratmetern kann man hier übers Eis gleiten und die weihnachtliche Stimmung geniessen. Mit einem Glühwein zum Aufwärmen schaute ich eine Weile zu - Eisflitzern und Anfängern - und manchmal sah man sogar eine Art Paarlaufen.

Riesenrad auf dem Weihnachtsmarkt

Riesenrad auf dem Weihnachtsmarkt

Blick auf den Weihnachtsmarkt mit der Eisbahn

Blick auf den Weihnachtsmarkt mit der Eisbahn

Blick auf die Eisbahn

Blick auf die Eisbahn

Auch direkt am Alexanderplatz fand noch ein kleiner Weihnachtsmarkt statt - die imposante Pyramide sah man schon von weitem.

Weihnachtsmarkt Alexander-Platz

Weihnachtsmarkt Alexander-Platz

Weihnachtsmarkt Alexanderplatz

Weihnachtsmarkt Alexanderplatz

Fernsehturm

Der Fernsehturm Berlin wurde am 3. Oktober 1969 eingeweiht – kurz vor dem 20. Geburtstag der DDR. Für den damaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht war der in rund vier Jahren errichtete Sendeturm eines der wichtigsten Symbole für die Überlegenheit der sozialistischen Gesellschaft.
Während die DDR längst Geschichte ist, steht der Berliner Fernsehturm noch immer – und ist immer noch eine Sehenswürdigkeit für viele Touristen. Der Fernsehturm wurde vom DDR-Symbol zum Wahrzeichen für Berlin.
Jährlich wird der Fernsehturm von mehr als einer Million Besuchern aus vielen Ländern besucht.
Von der Aussichtsplattform mit einer Höhe von 203 m hat man einen tollen 360 Grad Panoramablick. Wir hatten diesen Ausblick bereits zu DDR Zeiten genossen, als man von West-Berlin aus für einen Tag einreisen durfte.

Der Fernsehturm

Der Fernsehturm

St. Marienkirche

Die Sankt Marienkirche ist eine der ältesten Kirchen Berlins und wird noch sakral genutzt. Kurz nach der Verleihung des Stadtrechts 1230 begann auch die Entstehungsgeschichte der Marienkirche. Vermutlich nach 1250 wurde sie als Pfarrkirche für die Neustadt gebaut Die St. Marienkirche und die Nikolaikirche sind Zeitzeugen der frühen Stadtgeschichte Berlins.
Als Fundament der Kirche wurden Feldsteine verwendet und rote Ziegelsteine im Stil der märkischen Backsteingotik. Die dreischiffige Hallenkirche hat einen langgestreckten Grundriss. Breite Scheidbögen und Arkaden sowie kelchförmige Bündelpfeiler zieren das Innere.
Viele Brände wüteten im Laufe der Geschichte in Berlin und machten auch vor der Marienkirche nicht Halt. In der späten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Marienkirche beschädigt und in abgewandelter Art wieder aufgebaut. Ab dem 15. Jahrhundert wurde der Turm aus Rüdersdorfer Muschelkalk erneuert und umgestaltet.
Im Turm der Kirche sieht man das 22 m lange und 2 m hohe Freskengemälde "Der Totentanz".

Blick auf Sankt Marienkirche

Blick auf Sankt Marienkirche

Marienkirche mit dem Weihnachtsmarkt

Marienkirche mit dem Weihnachtsmarkt

Marienkirche mit dem Fernsehturm

Marienkirche mit dem Fernsehturm

Die Marienkirche

Die Marienkirche

Berliner Dom

Der Berliner Dom war einst repräsentative Bühne der Hohenzollern, welche im Stadtschloss auf der anderen Seite der Spree residierten. Der Dom ist heute noch eine wichtige Kirche in Berlin für die evangelische Kirchengemeinde.
Die Geschichte des Berliner Doms reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die Vorgängerbauten waren ursprünglich Teil des Berliner Stadtschlosses. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der bestehende Dom im schlichten klassizistischen Stil umgebaut.
Zur Jahrhundertwende wurde der Dom durch einen Neubau ersetzt - grösser, prachtvoller und üppiger ausgeschmückt. Es sollte die Berliner Antwort auf den Petersdom in Rom und St Pauls Cathedral in London sein...
Die Einweihung des repräsentativen Gebäudes fand 1905 statt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Dom grosse Schäden. Erst 1975 begann die DDR mit der Wiederherstellung, abgeschlossen wurde sie sogar erst vier Jahre nach der Wende im Jahr 1993.
Die monumentale Kuppel, flankiert von vier Türmen, dominiert den Bau. Die Kuppel krönt eine Laterne mit goldenem Kreuz. Auch das Innere der Kirche entspricht dem üppigen Geschmack des späten 19. Jahrhunderts: Ein prunkvoller Mix aus verschiedenen Stilepochen mit ornamentalen Mosaiken, Gold und Statuen ziert den Kirchenraum.

Blick auf Berliner Dom

Blick auf Berliner Dom

Der Berlin Dom mit dem Fernsehturm

Der Berlin Dom mit dem Fernsehturm

Der Berliner Dom

Der Berliner Dom

Humboldt Forum

Im historischen Zentrum der Hauptstadt mit der Museumsinsel, dem Berliner Dom und dem Nikolaiviertel gibt es jetzt auch das Forum für Kultur, Kunst und Wissenschaft.
Das Humboldt Forum in Berlin Mitte erstreckt sich auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern. In hellem Quittengelb leuchten die rekonstruierten barocken Schlossfassaden des Forums. An der Ostseite des Forums am Spreeufer sieht man eine moderne, glatte Aussenfassade, davor der „Spreebalkon“ und unten am Ufer, knapp über dem Wasserspiegel, eine grosse Terrasse.
Das Forum ist eine kontrastreiche Verbindung hochmoderner Bauelemente mit den rekonstruierten Skulpturenfassaden des ehemaligen barocken Berliner Stadtschlosses.
Einen phantastischen Ausblick auf die Museumsinsel, den Alexanderplatz und viele weitere Sehenswürdigkeiten hat man von der Dachterrasse, leider war diese wegen Eisglätte gesperrt für Besucher.
Im weiten Foyer im Erdgeschoss sieht man hochgeschossige moderne Galerienwände in Verbindung mit dem rekonstruierten Schlossportal. Hier steht der „Kosmograf“, ein 17 Meter hoher Medienturm und Verwandlungskünstler. Er strahlt nicht nur Informationen aus, sondern kann jederzeit zu einer gigantischen Kunst- und Lichtspielinstallation mutieren.
Viele Jahrhunderte stand genau an dieser Stelle das prächtige barocke Stadtschloss der Hohenzollern, immer wieder erweitert und verändert. Nachdem es nach dem Ende der Monarchie 1918 seine Bedeutung verlor, erlitt es im Zweiten Weltkrieg grosse Zerstörungen und wurde 1950 auf Anordnung der DDR-Führung gesprengt. In den 1970er Jahren baute die DDR-Regierung hier dann ihren sozialistischen Palast der Republik, der nach der Wiedervereinigung ein ähnliches Schicksal erlitt. Seiner politischen Bedeutung beraubt, verfiel er zusehends und verschwand 2008 aus der Mitte Berlins, um Platz für die Errichtung des Humboldt Forums zu schaffen.

Blick auf das Humboldt Forum

Blick auf das Humboldt Forum

Friedrichstadtpalast

Der Friedrichstadtpalast ist das grösste Revuetheater Europas an der Friedrichstrasse und hat einen traditionsreichen Namen. Es finden fast das ganze Jahr über Shows statt.
Dort stand bereits der berühmte Vorgängerbau, hervorgegangen aus einer 1865–68 errichteten Markthalle, die später zur Zirkusarena umgebaut worden war.
1919 übernahm der Theatermann Max Reinhardt den Bau und liess ihn zur berühmten "Tropfsteinhöhle" umbauen mit ihrem expressionistischen Dekor.
1924 zog ein Revuetheater ein, ab 1933 war es bekannt als "Theater des Volkes", mit dem Schwerpunkt Berliner Operette. Schon 1945 konnte das Gebäude als Unterhaltungstheater wieder in Betrieb genommen werden, ab 1947 unter dem heutigen Namen. Grundwasserschwankungen bereiteten dem auf Holzpfählen gegründeten Riesenbau ein Ende. Aufgrund der morschen Stützen musste das Theater 1980 seine Pforten schliessen, 1986 erfolgte der Abriss. Der Neubau des Friedrichstadtpalastes ist ein Beispiel der DDR-Postmoderne und des Plattenbaus.
Zentrum des neuen "Palasts" ist der Große Saal für 1900 Zuschauer, ausgestattet mit allen technischen Finessen, u.a. einem Hubpodium mit 12 Metern Durchmesser auf der Vorbühne.

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Show im Friedrichstadtpalast

Show im Friedrichstadtpalast

Show im Friedrichstadtpalast

Show im Friedrichstadtpalast

In diesem Jahr hiess die Show "BLINDED by DELIGHT" und ist eine alle Sinne überwältigende Erinnerung ans Glücklichsein. Wer weiß, vielleicht steht am Anfang jeder Veränderung doch ein Traum, der festgehalten werden will und nicht verfliegt.
Oh wie es wohl wäre, in einer Welt des Glücks aufzuwachen. Als Luci die Augen aufschlägt, ist sie umfangen von ihren schönsten ungelebten Träumen. Atemberaubend ist die Pracht dieser Traumwelt, ihr altes Leben nur noch ein fernes Echo. Jeder ihrer Atemzüge ist wie ein Pinselstrich, jeder Raum, der sich öffnet, eine Symphonie ungeahnter Möglichkeiten. Und vor ihr — der Mann ihrer Träume.

Ein Neuanfang, flüstert ihre Fantasie. Träume platzen, sagt die Vernunft. Ihr Traummann spürt, dass Luci, geblendet von so viel Glück, diesem nicht trauen mag. Doch er weiß, dass sie nur dann eine Chance haben, wenn sie zulassen, dass ihre beiden Welten verschmelzen. Mit allem, was er hat, kämpft er um die Liebe seines Lebens. Luci steht vor der großen Frage, die sich uns allen einmal stellt: Bleiben wir realistisch oder haben wir den Mut, unsere Träume zu leben?

Der Text wurde übernommen von der website des Friedrichstadtpalasts.

Show im Friedrichstadtpalast

Show im Friedrichstadtpalast

Show im Friedrichstadtpalast

Show im Friedrichstadtpalast

Show im Friedrichstadtpalast

Show im Friedrichstadtpalast

Konzerthaus

Das festliche Konzerthaus am Gendarmenmarkt ist ein schöner Ort für ein klassisches Konzert.
Das Konzerthaus war ursprünglich ein Theater: Errichtet wurde es auf Wunsch Friedrich des Grossen im 18. Jahrhundert als Französisches Komödienhaus. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde ein neues schmuckvolleres Gebäude errichtet..
Das Haus hat schon viele grosse Abende erlebt: Wolfgang Amadeus Mozart besuchte 1789 die Aufführung seiner Oper "Die Entführung aus dem Serail". Schinkels Bühnenbild schmückte die Oper "Undine" von E.T.A. Hoffmann. Paganini und Franz Liszt gaben Gastspiele. Richard Wagner dirigierte den "Fliegenden Holländer".
Bomben zerstörten das Theater im 2. Weltkrieg, es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Erst 1984 wurde das Haus wieder eröffnet – nun als Konzerthaus. Seitdem treten hier grosse Dirigenten und Orchester auf. Leonard Bernstein dirigierte nach dem Mauerfall Beethovens Neunte mit internationalem Orchester und wandelt den Text des Chores, in die "Ode An die Freiheit" um.
Das Äussere des Hauses ist ein detaillierter Wiederaufbau von Schinkels altem Schauspielhaus. Das Innere hingegen ist neu gestaltet, aber im klassizistischen Stil mit weiss-goldenem Dekor eingerichtet. Blickfang ist die grosse Orgel mit 74 Registern und insgesamt 5.811 Pfeifen. .

Im Konzerthaus

Im Konzerthaus

Wir besuchten ein Konzert der Berliner Symphoniker zum Jahresausklang.
Dirigent John Warner
Shiran Wang Piano
Sergej Rachmaninow
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18
Nach der Pause:
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 23.12.2025
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 30.12.2025
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.