Entdeckung Osteuropas

Reisezeit: April - Juni 2007  |  von Alexander Wolff

Griechenland: Nafplio-Sparta

Hi,

heut morgen ging's richtig frueh raus. Um nach Sparta zu kommen, musste ich einen Bus ueber Tripolis nehmen, der 8:30 Uhr von Nafplio startete. Also musste ich dann 7:30 Uhr aus den Federn.

In Tripolis mussten wir dann die Busstation wechseln, da der Bus nach Sparta von einem anderen Busbahnhof startet. Dort wartete wir dann noch zwei Stunden in der Sonne. Ist halt, wie schon angesprochen nicht ganz durchorgansiert hier alles. Es gibt fuer jede Region nen eigenen Busanbieter. Und das kuriose ist, der andere weiss nichts vom anderen. Das heisst man muss sich selbst erkundigen, wann die Busse der jeweiligen Anbieter fahren. Das finde ich etwas eigenartig da alle Anbieter unter dem griechen Anbieter KTEL laufen. Naja, das ist eben Griechenland. Nachfragen bringt da auch nichts, da man dann nur als Antwort bekommt "anderer Bus".

Wir sind dann aber schliesslich am Nachmittag in Sparta sicher angekommen. Diesmal plante ich auf einem Campingplatz zu uebernachten, der genau zwischen Sparta und Mystras (dort befindet sich die Ruinen von Mytras) befindet. Vom Busbahnhof aus, musste ich dann noch ca. 5 km wandern. Kurz bevor ich den Campingplatz erreicht, bot mir einer aelterer Mofafahrer einen Platz an, um mich zum Zeltplatz zu fahren. Das Angebot nahm ich doch dankend an. Leider merkte ich zu spaet, dass er etwas nach Alkohol roch, aber es war ja nicht mehr weit

Das neue Mytras

Das neue Mytras

Leider konnte man keine Zelte mieten, so hiess es diesmal unter freiem Himmel im Schlafsack pennen. Hoffentlich regnet es nicht, denn zu kalt wird es auf keinen Fall.

Auf dem Zeltplatz knuepfte ich dann noch kurz Kontakt zu einem Elternpaar aus FFB (die Bayern wissen Bescheid). Was sich spaeter als gut herausstellen sollte. Sie planten ebenfalls sich die Ruinen von Mystras anzuschauen, aber da sie sich mit dem Mofa zu den 3 km entfernten Ruinen aufmachten, machte ich mich zu Fuss auf den Weg. War ne schoene Wanderung bis ich dann den Ort Mystras erreichte.

Auf der Strassen zu den Ruinen, stand ploetzlich ein Hund vor mir. Ich dachte mir nichts weiter, da die meisten Hunde friedlich sind und sich, sobald man sich ihnen naehert, aus dem Staub machen. Dieser legte ploetzlich die Ohren an, aber kein knurren oder aehnlich und ich ging dann schliesslich weiter meines Weges. Das gefiehl dem Hund wohl nicht und ploetzlich biss er zu, der Hund. Ich konnte ueberhaupt nicht reagieren. Mitten in mein linkes Knie. Das ich ein Wolff bin, dass hat der wohl nicht mitbekommen. Jedenfalls jaulte ich kurz auf und dann haute der Hund dann auch schon ab. So eine .......! Das brannte dann kurze Zeit. Sah aber nicht so schlimm aus und ich setzt meine Wanderung zu den Ruinen fort.

Kloster im alten Mytras

Kloster im alten Mytras

Die Festung von Mytras wurde von den Byzantiner in Jahre 1249 errichtet und noch ziemlich beeindruckend anzusehen. Eigentlich ist es eher mit einem geschuetztem Dorf zu vergleichen. Mit einigen Kirchen, nem Palast und Verteidigungsmauern. Dort traf ich dann auch das Paar wieder und wir erkundeten dann zusammen die Festung. Diese Festung ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Gebaeude sind noch in einem Superzustand, was man eben nach fast 760 Jahren erwarten kann. Aber sind weit mehr als nur die Grundrisse zu sehen. Groesstenteils sind die Gebaeude noch relativ vollstaendig erhalten.

Blick auf Sparta

Blick auf Sparta

Leider kann ich hier nichts ueber Sparta berichten, da ich diese Stadt nur passiert habe, um zu meinem Zeltplatz zu kommen. Geschichtliches hab ich deshalb auch nicht parat. Was die Festung in Mystras eventuell mit Sparta zu tun haben koennte, weiss ich nicht.

Blick von der Festung Mystras

Blick von der Festung Mystras

Den Rueckweg bestritt ich dann wieder zu Fuss und das Paar mit dem Mofa. Diesmal nahm ich mich mehr in Acht vor diesen Hunden. Ploetzlich kehrte Karl (der Ehemann) mit dem Mofa zurueck und nahm mich mit dem Mofa zurueck mit zum Zeltplatz. Puhh, nochmal Glueck gehabt. Der Koeter soll sich wohl noch an einer Tankstelle auf dem Rueckweg aufgehalten haben. Der wartete wohl noch auf mich.

Die Festung Mystras

Die Festung Mystras

Am Zeltplatz angekommen, wurde ich dann zum Abendbrot eingeladen. Da beide erstmal die Nase voll hatten von Souvlaki, gab es diesmal Nudel mit Pilzen und Schnitzel - genau was vollwertiges fuer meinen Magen Bier gab es natuerlich auch noch. Nach dem Pech mit dem Hund nahm der Tag ja doch noch ein gutes Ende. Den Abend quatschten wir dann noch ne Weile bevor ich mich dann in mein Schlafgemach machte. Meine erste Nacht unter freiem Himmel

© Alexander Wolff, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Reise startet in München und führt mich zunächst nach Prag und Bratislava. Danach beginnt die Erkundungstour in Rumänien. Nachdem ich dann mit Graf Drakula eine Bloody Mary genossen habe, geht es weiter nach Bulgarien. Von dort aus dann irgendwie zurück - lebend! Eventuell Flug von Athen nach München.
Details:
Aufbruch: 27.04.2007
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 10.06.2007
Reiseziele: Tschechische Republik
Slowakei
Ungarn
Rumänien
Cluj
Brasov
Türkei
Bulgarien
Griechenland
Der Autor
 
Alexander Wolff berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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