Pakistan, China, Nepal 2007 alleine als Frau

Reisezeit: Juli / August 2007  |  von Annette W.

Bergvolk der Kalash/Shandur-Pass

Ich verbringe den Nachmittag mit 4 kleinen Mädchen, die mir Aprikosen vom Baum pflücken. Ich höre immer nur "Baba", das bedeutet Schwester und schon zerren sie mich wieder irgendwo hin, um mir etwas zu zeigen aus ihrer Kultur. Ein zauberhaftes Volk. Irgendwann werde ich dort das Winterfest verbringen, ein einmaliges Erlebnis.

Alltagskleidung der Kalash-Frauen. Schwarz-bestickte Robe mit breitem Wollgürtel und auf dem Haar eine nach hinten herabfallende Schärpe, die völlig mit Perlen, Blutkorallen, Kaurimuscheln und Silber verziert ist. Sie tragen im Gegensatz zu anderen Gebieten in Pakistan keinen Schleier.

Alltagskleidung der Kalash-Frauen. Schwarz-bestickte Robe mit breitem Wollgürtel und auf dem Haar eine nach hinten herabfallende Schärpe, die völlig mit Perlen, Blutkorallen, Kaurimuscheln und Silber verziert ist. Sie tragen im Gegensatz zu anderen Gebieten in Pakistan keinen Schleier.

Eine Frau ist gestorben. Man trifft sich, man betrauert die Tote, aber man ist auch fröhlich, da der Tod wie im Buddhismus eher als eine Art der Erlösung betrachtet.

Eine Frau ist gestorben. Man trifft sich, man betrauert die Tote, aber man ist auch fröhlich, da der Tod wie im Buddhismus eher als eine Art der Erlösung betrachtet.

Die Kalash sprechen ihre eigene Sprache, die sie aber nicht schreiben können.Seit Ewigkeiten zelebrieren sie einen eigenartigen religiösen Naturkult.

Die Kalash sprechen ihre eigene Sprache, die sie aber nicht schreiben können.Seit Ewigkeiten zelebrieren sie einen eigenartigen religiösen Naturkult.

Stolz wird das kleine Brüderchen vorgezeigt

Stolz wird das kleine Brüderchen vorgezeigt

Keiner versteht die Sprache des anderen, dennoch ist es klar, was sie mir zu verstehen geben: Baba, Baba, Baba (Schwester) komm hier hin, komm dort hin. Wir wollen dir alles zeigen. Wir wollen dir reife Aprikosen pflücken, iss nur. Hier sind Walnüsse, es ist genug für alle da. Wir freuen uns, wenn es dir bei uns gefällt.Ich esse und esse, zum Schluss nur noch aus Höflichkeit. Dreimal darf geraten werden, wo ich mich 2 Stunden später befand.

Keiner versteht die Sprache des anderen, dennoch ist es klar, was sie mir zu verstehen geben: Baba, Baba, Baba (Schwester) komm hier hin, komm dort hin. Wir wollen dir alles zeigen. Wir wollen dir reife Aprikosen pflücken, iss nur. Hier sind Walnüsse, es ist genug für alle da. Wir freuen uns, wenn es dir bei uns gefällt.Ich esse und esse, zum Schluss nur noch aus Höflichkeit. Dreimal darf geraten werden, wo ich mich 2 Stunden später befand.

Direkt an der Grenze zu Afghanistan in den Bergtälern von Birir, Rumbur und Bamboret leben noch etwas 3500 Bergbauern weitgehend in ihren Traditionen.

Direkt an der Grenze zu Afghanistan in den Bergtälern von Birir, Rumbur und Bamboret leben noch etwas 3500 Bergbauern weitgehend in ihren Traditionen.

Die Dörfer der Kalash schmiegen sich eng verschachtelt an die bewaldeten Hänge der Täler.

Die Dörfer der Kalash schmiegen sich eng verschachtelt an die bewaldeten Hänge der Täler.

Weiter über den Shandoor-Pass nach Gilgit. Eingepfercht in Jeeps, Kinder auf dem Schoß, teilweise sitze/liege ich wegen der besseren Aussicht auf dem Dach der Busse, habe immer wieder nette Begegnungen mit Einheimischen. In Gilgit treffe ich die ersten Europäer nach langer Zeit und genieße diese für mich neue Situation auch einmal.

Über den Shandur-Pass (3734 m hoch) geht's dann nach Gilgit.

Über den Shandur-Pass (3734 m hoch) geht's dann nach Gilgit.

Seit 1991 wird regelmäßig in der ersten Woche im Juli ein Polo-Festival auf diesem Shandur-Paß ausgetragen Dies ist der höchste Poloplatz der Welt. Es ist wohl das größte Volksfest in Nordpakistan.

Seit 1991 wird regelmäßig in der ersten Woche im Juli ein Polo-Festival auf diesem Shandur-Paß ausgetragen Dies ist der höchste Poloplatz der Welt. Es ist wohl das größte Volksfest in Nordpakistan.

© Annette W., 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein Bericht über Menschen, Abenteuer, Geschichten, Gedanken und wie es ist, als Frau alleine diese Länder zu bereisen.
Details:
Aufbruch: Juli 2007
Dauer: circa 5 Wochen
Heimkehr: August 2007
Reiseziele: Pakistan
China
Nepal
Der Autor
 
Annette W. berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Annette sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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