Auf dem Weg zu den Samen

Reisezeit: Juli - September 2011  |  von Eva & Viktor Riesenhuber

Ostfinnland

In Joensuu fanden wir nicht nur die Bibliothek, sondern am Markt, laut Baedeker die besten Karjalan Piiraka, eine finnische Spezialität aus Roggenteig, gefüllt mit Kartoffelbrei oder Milchreis. Wir besorgten uns beide Arten und ich teilte diese gerecht auf.

Neidig waren wir noch nie

Neidig waren wir noch nie

Nachdem wir zufällig ein Spezialgeschäft für Fischerzubehör gefunden hatten (Viktor deckte sich ausreichend mit neuem Fischzeugs ein), folgten wir dem Tipp im WOMO-Führer, gaben die Koordinaten unserem Tom ein und landeten auf einem aufgelassenen Campingplatz, der trotz z. Teil verfallener Wirtschaftsgebäude sehr sauber war. Täglich gingen wir schwimmen, wir haben derzeit täglich um die 30 Grad, und ließen es uns rundum gut gehen.

Romantische Abende ohne Gelsen!!!

Romantische Abende ohne Gelsen!!!

23. JuLi (Ewald du hast Recht - ich hätte lieber Juni, nur um diesen Traumurlaub verlängern zu können.)
An diesem Tag erklommen wir den höchsten Berg Ostfinnlands (347m) und genossen den Weitblick über den Nationalpark Koli.

Rundblick vom mythenumwobenen Koli aus.

Rundblick vom mythenumwobenen Koli aus.

Nachdem wir allerlei in Lieksa gebunkert hatten, dieselten wir in das Naturschutzgebiet Ruunaa, nahe der russischen Grenze. Bekannt durch den Fluss Lieksanjoki mit den vielen Stromschnellen, in denen sich Toppolino-Paddler mit Geschick in den Rückstauwellen tummeln.
Gestern war das perfekte Wanderwetter - Morgentemperatur 26 Grad, schnell dahinziehende Wolken, also rasch 1 Liter Wasser als Marschverpflegung für eine Kurzwanderung...........so dachten wir's. Unfreiwillig wurde aufgrund mangelnder Markierungen und Beschreibungen daraus ein 8 Stunden Tripp.
Nach 4 Stunden war eine Flussquerung angesagt: An beiden Ufern steht ein Boot. Die Aufgabe war, erst dann weiter zu gehen, wenn wieder auf jedem Ufer ein Boot festgemacht ist. (Denkaufgabe war vereinfacht, da wir keinen Wolf, Ziege und kein Krauthäuptl zu führen hatten.) Beim einzigen Regenguss während unserer 8-Stunden-Wanderung haben wir diese Aufgabe bravourös gemeistert.

Eine Fußwaschung war gratis dabei.

Eine Fußwaschung war gratis dabei.

Nach 6 Stunden war's mit der Lust und Laune schon etwas trocken. Die Hoffnung, in der Wildnis einem Elch, Luchs oder Bären zu begegnen wurde nicht erfüllt, trotz gefundener Elchklößchen. Wir begegneten 1 Kreuzotter, 2 Erdkröten, Birkhühnern, 1 Dreizehenspecht und waren von Beeren aller Art umgeben. Ich naschte von den seltenen Moltebeeren, Heidelbeeren Rauschbeeren und Krähenbeeren (die beiden letztgenannten leicht giftig, wie wir später nachlesen konnten). Vielleicht war ich gerade deswegen immer gut drauf?
Wir marschierten durch sehr unterschiedliche Wälder, Trockenwiesen Feuchtgebiete und Moore. Hier hatten wir die ersten Begegnungen mit stechfreudigen Gelsen.

Beeindruckt haben uns die km-langen Holzstege, die mehrheitlich total neuwertig waren.
Auf einer Wanderkarte in der Rezeption haben wir errechnet, dass wir 24 km unterwegs waren. Erschöpft aber stolz genossen wir ein "Gut angekommen - Bier".

Heute, 25. Juli, ist Rast- und Regenerierungstag. Viktor schoss an die 700 Bilder von den Toppolinopaddlern und scheint zufrieden zu sein.
Morgen geht es weiter in Richtung Lappland.

Im wilden Wasser.........

Im wilden Wasser.........

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Samen (Selbstbezeichnung: Samit oder Samek in der Bedeutung „Sumpfleute“) sind ein indigenes Volk im Norden Fennoskandinaviens.
Details:
Aufbruch: 07.07.2011
Dauer: circa 10 Wochen
Heimkehr: September 2011
Reiseziele: Polen
Finnland
Schweden
Dänemark
Der Autor
 
Eva & Viktor Riesenhuber berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
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