Safari - mit dem Auto durch Namibia

Reisezeit: Oktober 2014  |  von Misch und HO :-)

Mission to Mars - Auf zum Baum

Wir hatten das Frühstück ja erst auf 09.00 h angemeldet, waren aber schon um 06.00 h wach. Was macht man in der Zwischenzeit? Richtig... eine Zigarette rauchen und weiterschlafen.
Haben wir auch geschafft, aber um 08.30 h waren wir dann doch nicht mehr im Bett zu halten und wir machten uns auf zum Frühstücksbuffet, welches eher bescheiden war (wie auch sonst, in the Middle of Nowhere) den Nutellatest nicht bestanden hat und dessen wichtigstes Fazit war, dass am Folgetag wohl vier statt zwei Spiegeleier pro Person bestellt werden würden.

Wir sind ja auch nicht im Frühstücken in Namibia, sondern um was zu erleben. Und da es hier schon so viele Wanderwege gibt, entschlossen wir, einen derselben zu erkunden. Nach Auskunft der Herbergschefin - von der man ob der Abgelegenheit ihrer Unterkunft etwas mehr Interesse und Freude erwarten könnte - gibt es hier verschiedene Wanderwege zwischen 1 und 6 Stunden. Wir entschlossen uns für die 2 1/2 Stunden Variante, man will ja nicht zu faul erscheinen, muss aber immer noch im Hinterkopf behalten, dass wir ja immer noch im Urlaub sind und nicht im Sportlager.

So stiefelten wir alsbald los und machten uns auf den Weg einen Berg hinauf, wo es einen Baum zu besichtigen gab. An sich ja nichts besonderes. Aber da wir in der Wüste von Namibia sind, sieht man schon nicht so viele Bäume.
Nach einer guten Stunde waren wir oben angekommen, genossen die Aussicht und erfreuten uns in der Tat an dem Baum, über welchen wir uns wirklich die eine oder andere Frage stellten. Warum ist hier oben - falls es noch nicht erwähnt wurde - in the Middle of Nowhere, ein Baum einfach so auf einem Felsgipfel. Die wohl sinnigste Erklärung ist jene, dass wohl ein Fotosujet dort oben braucht, mit dem sich die Touristen fotografieren lassen können, welches nichts mit Aussicht in die Marslandschaft zu tun hat.

Wenn man sich das in weiter Ferne gebaute Haus auf der Zufahrt zum Guesthouse einmal wegdenkt (übrigens ist dieses Haus explizit mit der Beschilderung "Not Lodge" angeschrieben) und den kargen Pflanzenbewuchs als nicht existent betrachtet dann weiss man ungefähr wie es auf dem Mars ausschauen muss. Und man fragt sich, warum ein paar Wissenschaftler unbedingt dorthin wollen. Okay, man fragt sich nicht, warum manche Menschen dorthin wollen, schliesslich gibt es auch welche die hier eine Lodge haben, aber dennoch, Fragen bleiben.

Der Ausblick war also ausreichend genossen und so ging es zurück zur Lodge, wo wir einen Happen gegessen haben (in Mayonaise ertränkter Thonsalat) und uns unserer diversen Verpflichtungen in Sachen Fotobearbeitung und Bloggen hingegeben haben.

Hier sassen wir nun und warteten auf die Sundowner Ausfahrt um 18.00 h.

Punkt 18.00 h waren wir an der Rezeption und bestiegen zusammen mit unseren beiden Sachsen das Auto, welches uns auf den Berg bringen sollte um dort einen Sundowner einzunehmen. MIneralwasser für Wilfried, Wein für Bärbel und Misch und Gin-T für Ho. So konnten wir uns bei Springbocksalami, Kudu-Trockenfleisch und Chips auf das Abendessen einstellen.
Nach vielen interessanten Gesprächen und einem mässig interessanten Sonnenuntergang ging es wieder zurück in die Lodge. Mässig interessant war der Sonnenuntergang übrigens deshalb, weil wunderschöner wolkenloser Himmel war - und für einen schönen selbigen benötigt man einfach ein paar Wolken.

Zurück in der Lodge war es auch schon Abendessenzeit. Neben einer Lasagne mit weiss Gott was für welchem Fleisch, dem üblichen griechischem Salat, der hier allgegenwärtig zu sein scheint, Oryxgeschnetzeltem und einem lustigen Dessert Kondennsmilch und Limonensaftkonzentrat gab es noch den Rest unserer Flasche Wein vom Vortag und weitere zahlreiche interessante Gespräche mit unseren beiden Sachsen. Alles in allem ein gelungener, entspannter Tag, der einmal mehr bewies, dass der Spruch: "Gott schütze mich vor Sturm und Wind und allen die aus Sachsen sind" einfach nur ein Spruch ist, haben wir in den beiden doch wirklich lustige und sympathische Menschen kennengelernt, mit denen Reiseerlebnisse austauschen wirklich Spass macht und ein Abend wie im Flug vergeht.

Um dem Abend die Krönung zu geben sind am Wasserloch vor der Lodge um Punkt zehn vor zehn die angekündigten Zebras angekommen, um sich den einen oder anderen Schluck zu genehmigen. Okay, der eine oder andere mag sagen: "Wow, ein Zebra... wie toll,...", wir aber fanden das einen gelungenen Abend, der uns einmal mehr gezeigt hat, das man schon mit sehr wenig sehr zufrieden sein kann.

Während wir den Abend bei einem Feierabendwhisky ausklingen liessen, tobten die Zebras im Dunkel um uns herum ein wenig durch die Gegend und just in dem Moment, in dem diese Zeilen geschrieben werden, fragen wir uns, was es alles braucht, damit die Zebras eine gelungene Party feiern können.

Morgen geht es ab nach Sossusvlei, den Dünen für die Namibia so bekannt ist.

Lernerfolg des Tages:
An der Zebra River Lodge gibt es in der Tat Zebras aber irgendwie keinen River....

© Misch und HO :-), 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Irrungen und Wirrungen der Reisenden HCJS und MIFI, wenn sie Namibia mit dem 4WD erkunden. Das kann ja heiter werden....
Details:
Aufbruch: 06.10.2014
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 22.10.2014
Reiseziele: Namibia
Der Autor
 
Misch und HO :-) berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.