Einmal quer durch Südamerika

Reisezeit: September 2015 - Februar 2016  |  von Lukas Ulrich

Peru: Lima

Akklimatisierung auf einem neuen Kontinent

Als ich vor einiger Zeit begann meine Reise nach Südamerika zu planen, war es für mich äußerst schwer den Startpunkt für jenes Abenteuer festzulegen...hin- und hergerissen von all den schönen Bildern von den auf meiner Reise anvisierten Städte entschied ich mich letztlich für Lima. Die Hauptstadt von Peru schien mir als gutes Ziel um dort meine Reise zu starten, obwohl ich abgesehen von den recht billigen Flugpreisen dorthin nicht genau sagen kann warum..Es war mehr eine Entscheidung aus dem Bauch heraus.
Trotz 21 Stunden Reisezeit verlief die Anreise an sich ziemlich problemlos. Einzig die 2 Stopps in der dominikanischen Republik und in Panama in den frühen Morgenstunden waren äußerst nervig, aufgrund der langen Umsteigezeiten. Auf dem Flug von Panama nach Lima hatte ich dann noch ein äußerst witziges Gespräch mit einem aus der dominikanischen Republik stammenden Mormonen, der sich laut seiner Aussage auf internationaler Mission befand und mich kurzer Hand für seinen Glauben 'rekrutieren' wollte.
Nachdem ich dann in Lima meine Aufenthaltsgenehmigung für 3 Monate erhielt und mein Rucksack in Empfang nehmen durfte, fand ich auch schnell einen seriös wirkenden Taxifahrer, der mich sicher zu meiner ersten Unterkunft brachte. Auf dem Weg dorthin schockte mich allerdings die in den äußeren Stadtvierteln von Lima herrschende Armut, wo ganze Viertel nur aus Lehm- und Blechhütten aufgebaut sind..
Kaum hatte ich dann mein Quartier für die nächsten 3 Nächte bezogen übermannte mich die Müdigkeit auch sehr schnell, trotz der sehr vielen neu gewonnenen Eindrücke.

Anreise nach Lima

Am nächsten Morgen wollte ich zuallererst ein genaueres Bild von der Stadt erhalten. Also nahm ich an einer Free Walking Tour teil, die ich wirklich jedem ans Herz legen kann. Neben den obligatorischen Sehenswürdigkeiten rund um den plaza de armas erklärte uns Johnny (unser Guide) einiges über die um den Cerro San Cristóbal liegenden Armutsviertel in Lima. Im Gegensatz zu Miraflores, wo ich meine Unterkunft gebucht habe, repräsentieren diese auch eher das wahre Lima. Das Ende der Tour, die sich rein aus Trinkgeldern der einzelnen Teilnehmer finanziert, stellte eine Verkostung verschiedener Sorten von Pisco (ein äußerst beliebter Schnaps in Peru) dar.
Abends lernte ich dann noch einen sehr netten Brasilianer namens Diogo in unserem Hostel kennen. Wir hatten beide großen Hunger also beschlossen wir zusammen die peruanische Küche auszuprobieren. Ich bestelle Ceviche (in Limettensaft marinierter roher Fisch) und war direkt begeistert! Bei einem anschließenden Ausflug in einen Pub schmiedeten wir bereits Pläne für den nächsten Tag.

Die plaza de armas

Die plaza de armas

Blick auf den Cerro San Cristóbal

Blick auf den Cerro San Cristóbal

Der zweite Tag in Lima war für mich gleichbedeutend mit dem letzten Tag in der peruanischen Hauptstadt. Nach dem Frühstück fassten Diogo und ich den Entschluss dem Pazifik einen Besuch abzustatten. Ein wirklich schöner Anblick wie Lima förmlich auf der Steilküste trohnt! Nach einem Snack wollten wir uns es nicht nehmen lassen diese Stadt auch mal von oben zu betrachten also kauften wir uns ein billiges Ticket für 5 Soles (etwas mehr als ein Euro), um mit einem collectivo auf den Cerro San Cristóbal zu fahren. Auf dem Weg nach oben durchquerten wir die ärmeren Gegenden der Stadt, was sehr einprägsam war. Oben angekommen hatte man wirklich eine tolle Sicht auf die Stadt. Mit ein paar Sonnenstrahlen wäre es sicherlich schöner gewesen, aber das war uns wie während des gesamten Aufenthaltes vor Ort nicht vergönnt. Am Abend wurde schnell noch etwas gegessen und dann ging ich auch schon recht früh ins Bett, da am nächsten Morgen mein Flieger nach Cusco ging.
Selbst wenn Lima sicherlich keine Schönheitswettbewerbe gewinnen wird, wird diese große, wuselige Stadt mir sicherlich gut in Erinnerung bleiben, aufgrund der schönen Zeit, die ich dort verbracht habe.

Steilküste in Miraflores

Steilküste in Miraflores

Auf dem Cerro San Cristóbal

Auf dem Cerro San Cristóbal

© Lukas Ulrich, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Hi, ich bin Lukas und ich werde die Zeit nach dem Abitur nutzen, um einige Länder in Südamerika zu bereisen.
Details:
Aufbruch: 24.09.2015
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 09.02.2016
Reiseziele: Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Der Autor
 
Lukas Ulrich berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.