Namibia und Botswana 2016

Reisezeit: Mai 2016  |  von Wolfgang Dreesbach

Tag 21-22: Waterberg und zurück nach Windhoek

21.05.2016
Ein kühler Wind (12°C) zwingt uns zu Jacken beim Frühstück.
8.15h Abfahrt – Ziel Waterberg
An der Tankstelle in Tsumkwe wird noch der Reifendruck korrigiert. Hinter Kano passieren wir eine Veterinärkontrolle incl. Besprühen der Reifen. Nach ca. 40 km geht es dann über kleine Pisten durch Farmgelände zur C42 Richtung Waterberg. Hier ist der Beifahrer gefragt. Tor auf, Tor zu, Tor auf, Tor zu. Und dann ganz unerwartet jede Menge Tiere auf einer weiten Ebene: Antilopen, Impalas, Gnus, Zebras und drei Giraffen – eine schöne Überraschung.
Ankunft im Waterberg Wilderness. Wir sind zwar einen Tag zu früh (eine Ü bei Grootfontein haben wir gestrichen), haben aber Glück und bekommen die letzte Campsite im Anderson Camp (ganze 4 Stellplätze!). Dieses Camp ist zwar klein und überschaubar, aber wir haben nette Nachbarn. Zu jedem Stellplatz gehört wieder eine eigene Sanitäreinheit. -> 508km
Vom Aussichtspunkt kurz hinter unserem Platz hat man einen herrlichen Blick über die Ebene und den Waterberg.
Nach dem Abendessen besuchen uns noch zwei Stachelschweine, die im Unterholz eifrig auf Futtersuche sind.

22.05.2016
Kalt ist es: 8°C zum Frühstück.
Am Morgen unternehmen wir eine geführte Wanderung auf das Plateau (1885m). Ein kurzer Marsch zur Lodge, wo wir den Führer treffen - und dann geht es los. Nach einem etas anstrengenden Aufstieg (ca. 200m) wandern wir langsam über das Plateau, bis wir zu einem grandiosen Aussichtspunkt über die Kalahari gelangen. Unser Führer begutachtet Oryx- und Elen-Dung auf sein Alter, erzählt von Tee aus Kameldornblättern gegen Magenbeschwerden, zeigt die apple leaf acacia, Klippspringer und Klippschliefer und Baboons (eine hier dunkle Pavianart).

Nachmittags machen wir uns allein auf zur Quelle (Waterberg!). Ein schöner Weg durchs grüne Tal mit beeindruckenden Bäumen. Nach unserem Imbiss dort hören wir, wie sich Affen ankündigen. Aus verschiedenen Richtungen kommen die Rufe/das Bellen. Wir
ziehen uns etwas zurück - und dann dauert es auch nicht lange bis sie da sind. Am Rande der Bäume wird erst einmal vorsichtig die Lage sondiert, bis sich einige Halbwüchsige heraustrauen und ans Wasser gehen. Später kommen auch die Kleinen und die Alten heraus. Wer hat hier jetzt wen beobachtet?
Abends steht unsere letzte Mahlzeit an. Wir gehen zum Dinner in die Wilderness Lodge.

23.05.2016
7°C um 7h – Frühstück in dicken Jacken und mit kalten Fingern. Alle Vorräte sind verbraucht. Koffer packen und Abschied nehmen.
Die Teerstraße nach Windhoek ist recht eintönig. Da wir noch Zeit haben, nehmen wir ab Okahandja einen Umweg über die D2102, die sich durch schöne Hügellandschaft schlängelt und später zur Panoramastraße bis kurz vor Windhoek wird. Nach schönen Bergen kann der Blick bis zum Horizont über die Savanne streifen.
Um 15h sind wir bei ASCO. Das Auto ist vollgetankt. -> 363km
Die Übergabe ist völlig problemlos. Wir zahlen noch für unser verloren gegangenes Nummernschild und haben jetzt auch keine Devisen mehr übrig.
Kurz umziehen und schon geht es zum Flughafen.

Fazit: Wieder einmal waren wir begeistert von der Landschaft und dem immerzu gutem Wetter - nur blauer Himmel! Trotz der Weite und geringen Bevölkerungsdichte stimmt die Infrastruktur. Die besuchten 6 Lodges (keine Hochpreis-Lage) waren gut bis sehr gut, die 9 Campsites alle prima, immer mit guten, teils eigenen 'Nasszellen' (Dusche und WC). 6x waren wir zwei Nächte an einem Ort.

Insgesamt sind wir fast 4800km (davon ca. 1800km Teerstrassen) gefahren - pannenfrei! Scheint viel zu sein, war aber problemlos zu schaffen. 500l Diesel haben wir dabei verbraucht (à ca. € -,60). Meist waren wir schon am frühen Nachmittag am Ziel, obwohl immer Pausen auf der Fahrt eingelegt wurden (gibt ja sooo viel zu sehen!). Der Tagesrhythmus ist hier ein anderer (insbesondere als Camper): dunkel wird es gegen 18.15h - man ist dann also um 20.30h im Bett. Spätestens um 6h ist man aber wach (die Sonne geht auf, die Tiere "lärmen"), um 8.30h geht's dann wieder auf die Piste. Und ca.5 Stunden incl. Stopps unterweg sein ist ja ohne Verkehr kein Problem.

Auf Wiedersehen?

mehr Bilder noch unter:
http://mal-wieder-was-anderes-sehen.jimdo.com/namibia-botswana-2016/

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach längerer Überlegung und letztendlicher Aufgabe der Planung für Süd-Afrika haben wir uns entschlossen, wieder nach Namibia zu fliegen. Unsere Rundreise vor zwei Jahren (s. "Namibia 2014") hatte uns so begeistert, dass wir gerne die noch nicht entdeckten Landesteile zzgl. Botswanas Norden ansehen wollen.
Details:
Aufbruch: 01.05.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 24.05.2016
Reiseziele: Namibia
Botsuana
Der Autor
 
Wolfgang Dreesbach berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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