Rucksack rauf und los... unsere Reise um die Welt!

Reisezeit: Dezember 2019 - Juni 2020  |  von Steffi und Stefan R.

Neuseeland Nordinsel Teil I

Kia Ora ihr Lieben! Achtung, dieser Artikel ist etwas länger geraten... Neuseeland hat nämlich viel zu bieten und wir haben uns ja schon einige Tage nicht gemeldet. Uns bleiben noch wenige Tage auf der Nordinsel Neuseelands. Teil II unserer Erlebnisse hier folgt in Kürze...

Wie ihr im letzten Bericht schon lesen konntet, hat Südamerika uns in seinen Bann gezogen und lässt uns nicht mehr los... Und das stimmte, im wahrsten Sinne des Wortes auch. Unsere Flieger startete pünktlich in Santiago de Chile. In Buenos Aires mussten wir umsteigen - auch das funktionierte reibungslos. Nachdem wir schon etwa fünf Stunden unterwegs in Richtung Auckland waren, kam plötzlich eine Meldung vom Piloten, dass es an Bord einen medizinischen Notfall gibt und eine Notlandung notwendig sein würde. So machten wir kehrt und landeten in Punta Arenas zwischen. Genau! Punta Arenas kennen wir schon... Nach zwei oder drei Stunden Wartezeit im Flieger und mit dem Gedanken von Punta Arenas aus weiter nach Auckland zu fliegen, kam plötzlich die Nachricht: Aufgrund von Spritknappheit (Wie könnte es in Patagonien auch anders sein!) mussten wir zurück nach Buenos Aires fliegen. Südamerika lässt uns also nicht los... Und so durften wir auf Kosten von Air New Zealand eine Nacht in einem sehr schicken Hotel mitten im Stadtzentrum von Buenos Aires übernachten - man hat schon schlechter genächtigt !

Nachdem wir quasi zwei Langstreckenflüge innerhalb von zwei Tagen hinter uns hatten, kamen wir etwas übermüdet, aber dennoch sehr glücklich in Neuseeland an. Ein strahlend blauer Himmel, mit langen, weißen Wolken begrüßte uns. So muss es wohl sein in Neuseeland...

Unser erstes Ziel war Whangarai, nördlich von Auckland. Eigentlich sollte es nur als Zwischenstop auf unserem Weg nach Cape Reinga im Norden der Insel sein. Leider hat unser Flugmaleur uns aber zwei Reisetage gekostet, sodass wir diesen Punkt streichen mussten. So besuchten wir an unserem ersten Tag eine Glühwürmchenhöhle in der Nähe von Whangarai. Erst gingen wir an dem "schwarzen Loch" vorbei, weil ich mir sicher war, dass ich da bestimmt nicht runterklettere. Stefan wäre etwas mutiger gewesen... Als wir aber dann während unserer Wanderung zwei Frauen getroffen haben, die uns sagten, wir sollen unbedingt in die erste Höhle klettern, weil da unzählige Glühwürmchen sind, gingen wir zurück und ich überwand meine Angst. Wir stiegen tief hinein und schalteten dann unsere Taschenlampen aus. Dann blickten wir nach oben und es sah aus, wie ein Himmel voller Sterne. Total beeindruckend und wunderschön. Stefan und ich waren auch noch ganz allein in der Höhle und konnten den Moment in aller Ruhe genießen - total romantisch und das auch noch am Valentinstag!

Am gleichen Tag fuhren wir noch zum Waipoua Forest. Auf dieses Ziel freute sich vor allem Stefan schon besonders, denn hier gibt es die größten und ältesten Kauribäume ganz Neuseelands. Kauribäume gibt es in Neuseeland nur im Norden der Nordinsel und sind vor allem für die Maori von großer Bedeutung. Eigenlich zählen Museumsbesuche ja nicht zu unseren Lieblingsaktivitäten. Dennoch besuchten wir das Kauri Museum, um noch mehr über den besonderen Baum, die Ureinwohner und die europäischen Siedler zu erfahren. Es war echt interessant.

Gerne hätten wir auch noch einen Kiwi, den Nationalvogel Neuseelands gesehen. Gleich hinter unserem Zeltplatz im Trounson Kauri Park ging ein kleiner Rundweg entlang, der vor allem für das "Kiwi spotting" bekannt ist... Perfekt! Wir schnappten uns also die Taschenlampe und machten eine Nachtwanderung. Leider haben wir keinen Kiwi gesehen. Vielleicht hatten wir bzw. ich - ich gebs zu, wieder einmal zu wenig Geduld! Stefan hätte sich nämlich auch stundenlang auf die Lauer gelegt...

Nach einem langen Tag hinter dem Steuer sind wir auf der Coromandel Halbinsel angekommen. Eigenlich wollten wir dort nur einmal übernachten, um dann am nächsten Tag den berühmten Hot Water Beach zu besuchen. Doch dann fanden wir einen super Zeltplatz im Kauaeranga Valley, von dem aus man unzählige Wanderungen machen konnte. So entschieden wir uns, am nächsten Tag den Aufstieg zum Pinnacles Gipfel zu wagen. Es war eine anstrengede Wanderung. Erst wandern, dann kraxeln, dann den wunderschönen Rundumblick über den Coromandel Forest genießen. Nach der Wanderung gabs noch eine Erfrischung im Fluss, direkt neben unserem Zeltplatz. Ein Traum! Stefans Füße sehen übrigens mittlerweile aus wie ein Streuselkuchen. Stechmücken sind nämlich ganz schön grausame Tierchen. Ich bin ja froh, dass Stefan da ist, denn so hab ich meine Ruhe.

Der Hot Water Beach ist normalerweise eine Attraktion in Neuseeland - normalerweise. Dort angekommen haben wir fest damit gerechnet uns einen Spaten auszuleihen, ein Loch zu graben, um dann in unserem selbstgebauten Thermalpool zu relaxen. So die Theroie! Leider funktioniert das Ganze nur bei Ebbe. Wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt - während unseres Besuchs war natürlich Flut angesagt! Aber egal... so schnappten wir uns eine Melone und verbrachten zwei gemütliche Stunden am Strand und im Meer. Es war einfach nur super...

Am nächsten Tag schwammen wir erst einmal ein bisschen im Fluss neben unserem Zeltplatz. So kann ein Tag beginnen... Danach fuhren wir nach Matamata. Von dort ging es auf nach Hobbiton, zum Filmset von Herr der Ringe und der Hobbit. Wir fühlten uns wirklich wie in einer Märchenwelt. Überall blühte, summte, flatterte es... Und dann die süßen, kleinen Hobbithäuser. Zum Abschluss der Tour gab es noch ein Bier im Green Dragon, bevor wir zum Lake Okareka fuhren, um dort unser Zelt aufzuschlagen. An diesem Abend gab es Pizza aus unserem Trangia-Campingkocher. Man wird kreativ - neun Kerzen und etwas Geduld und fertig war die knusprige Pizza! Sehr lecker!

Wir müssen uns erst einmal an die vielen Attraktionen und den Trubel in Neuseeland gewöhnen. In Patagonien gibt es unendliche Weiten, man fährt hunderte von Kilometer und man sieht nichts und niemanden. In Neuseeland bist du erst im Regenwald, steigst dann ins Auto und du bist innerhalb von einer Stunde am Strand, an irgendeinem tollen See oder an der nächsten Attraktion. Wir freuen uns jetzt schon, dieses spannende Land weiter zu erkunde.

Bis bald und sonnige Grüße aus Neuseeland,
Steffi und Stefan

Hobbiton - Sooooooo schön!

Hobbiton - Sooooooo schön!

Schwimmen am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen

Schwimmen am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen

Auf zu Frodo...

Auf zu Frodo...

Hot Water Beach

Hot Water Beach

Abkühlung im Fluss

Abkühlung im Fluss

Pinnacle Summit

Pinnacle Summit

Pinnacle Summit

Pinnacle Summit

Auckland

Auckland

Der älteste Karibaum Neuseeland im Waipoua Forsest

Der älteste Karibaum Neuseeland im Waipoua Forsest

Kauaeranga Valley - ein total gemütlicher Campingplatz

Kauaeranga Valley - ein total gemütlicher Campingplatz

Kauris im Trounson Kauri Park

Kauris im Trounson Kauri Park

Abbey Caves in Whangarai - Glühwürmchen in Hülle und Fülle

Abbey Caves in Whangarai - Glühwürmchen in Hülle und Fülle

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sechs Monate, sieben Länder, einmal um die Südhalbkugel! Wir freuen uns auf hoffentlich viele schöne und abenteuerliche Erlebnisse, tolle Landschaften, interessante Menschen und unvergessliche Erinnerungen, die wir gerne mit euch teilen!
Details:
Aufbruch: 29.12.2019
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 29.06.2020
Reiseziele: Chile
Argentinien
Neuseeland
Der Autor
 
Steffi und Stefan R. berichtet seit 15 Monaten auf umdiewelt.