Algerien-Reisebericht :Durch die Wüste - Sahara 2003

Durch das Tassili-Gebirge bis Djanet

Weiter geht's nach Süden, Richtung Djanet. Die Landschaft steigert immer noch ihre Grandiosität. Neben uns erheben sich in ihrer monumentalen Gestalt die Berge des Tassili-Gebirges. Noch einmal führt die Straße steil in eine Ebene hinab, dann erreichen wir die südlichste Oase Algeriens, die Tuareg-Hochburg Djanet mit ihren großzügig angelegten Palmenhainen. Auf der Hauptstraße kommen uns die erschöpften Läufer eines viertägigen Marathon-Wüstenlaufs entgegen, auf der Zielgeraden angefeuert von den am Straßenrand postierten Zuschauern.

Felsformationen im Tassili-Gebirge

Felsformationen im Tassili-Gebirge

Wir frönen dem Luxus des Campingplatzes: warm duschen, Wäsche waschen, mit der Heimat telefonieren, Postkarten schreiben. Beim Kaffee, zu dem Bernard nun wirklich die allerfeinste Sahnetorte des ganzen Maghreb bei einem Konditor in Djanet aufgetrieben hat, leistet uns ein deutscher Radler Gesellschaft. Er hat die ganze Strecke ausschließlich mit seinem Fahrrad bewältigt und will jetzt weiter nach Tamanrasset, die fünfhundertfünfzig Kilometer südwestlich von hier gelegene Wüstenstadt. Da kommt man sich in seiner PS-starken Feuerwehr doch wie ein richtiges Weichei vor.

Unser erster Lagerplatz im Tassili-Gebirge

Unser erster Lagerplatz im Tassili-Gebirge

Am nächsten Tag ist unsere Gruppe endlich komplett. Mit "Point Afrique" über Paris in Djanet frisch eingeflogen, übernehmen Tina, Temo und Klaus den Blauen. Sigi, Tscharlie und Bernard steigen in den Roten um. Wir machen uns direkt vom Flughafen aus auf dem Weg zu einer Zweitagestour ins Tassili. Kaum haben wir die Teerstraße verlassen, stecken wir schon im Sand fest: zu viel Luft in den Reifen. Noch im schicken Reiseoutfit müssen die drei Neuankömmlinge ihren Blauen freischaufeln. Als Belohnung für die Schinderei gibt das Tassili einen grandiosen Panoramablick frei: aus dem Sand aufsteigende Felswände, bizarre Felsformationen, steinerne Torbögen. Gegen Abend kommt ein wirklich starker und kalter Sturm auf. Dick vermummt grillen wir die von Temo mitgebrachten, köstlichen Steaks.

Fantastische Tassili-Landschaft!

Fantastische Tassili-Landschaft!

Am nächsten Tag suchen wir in der phänomenalen Tassili-Landschaft mit Hilfe des GPS neben prähistorischen Felszeichnungen und vorislamischen Grabstätten die in den Felsen der Wadis versteckten "Gueltas", natürliche kleine Seen und Wasserbecken. Und wir "üben" den ganzen Tag, unsere immer wieder im feinen Sand feststeckenden Autos auszuschaufeln.

Wadi im Tassili-Gebirge

Wadi im Tassili-Gebirge

© Angelika Gutsche, 2004
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Reisebericht Sahara: Tunesien - Algerien - Niger - Algerien - Tunesien
Details:
Aufbruch: 12.01.2003
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 05.03.2003
Reiseziele: Tunesien
Algerien
Niger
Der Autor
 
Angelika Gutsche berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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