Namibia-Reisebericht :Transafrika

Angola II und Namibia

Die Strassen von Luanda bis zur Namibianischen Grenze waren dann zu einem grossen Teil von der allerübelsten Sorte. Seit dem Ende des Bürgerkriegs nicht mehr im Stand gehalten sind sie häufig noch immer von Bombenkratern oder Erosion durchlöchert. So gab es Abschnitte, wo wir nach drei Stunden gerade mal 20 Kilometer geschafft hatten.
Die Truckfahrer, die tagtäglich diese Löcher durch- oder umfahren müssen, sind wirklich nicht zu beneiden!

Da schüttelts und rüttelts stundenlang...

Da schüttelts und rüttelts stundenlang...

Nur Kälber wissen diese elende Piste zu schätzen.

Nur Kälber wissen diese elende Piste zu schätzen.

Spuren des Krieges sind allgegenwärtig.

Spuren des Krieges sind allgegenwärtig.

Am 4. April war es dann soweit: das lang herbeigesehnte Namibia war erreicht! Nix wie rein, in den ersten Supermarkt! Da gab's endlich wieder zartes Fleisch zu Schnäppchenpreisen...
Der Linksverkehr war natürlich ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Inzwischen klappt's aber ganz gut. Nur beim morgendlichen Losfahren gab's schon mal ein Aha-Erlebnis.
In Namibia gibt's wirklich alles, was das Touristenherz begehrt: Gute Infrastruktur, interessante Nationalparks, schöne Landschaftsformationen, Wildtiere, Wüsten usw. Ein tolles Land, um mal richtig Urlaub zu machen.

Im Etosha-Nationalpark haben wir endlich Tiere gesehen: Giraffen, Zebras, Gnus, Elefanten, Löwen, Springböcke, Hyänen und und und... Afrika wie aus dem Bilderbuch!
Mit dem eigenen Auto auf Safari zu gehen, ist schon speziell. Wir haben versucht, jeweils kurz nach Sonnenaufgang die ersten Wasserlöcher anzusteuern. Bei einem trafen wir eine 20-köpfige Elefantenherde, bei vielen anderen war aber kaum was los. Am Meisten haben wir jeweils vom Pistenrand aus beobachten können. Wenn da irgendwo schon ein Mietwagen stand, gab's bestimmt Löwen oder ähnliches zu kucken...

Begegnungen im Etosha-Nationalpark im Norden Namibias.

Begegnungen im Etosha-Nationalpark im Norden Namibias.

Volkmar und Chris in der endlosen Etoshapfanne.

Volkmar und Chris in der endlosen Etoshapfanne.

Fidel zieht deutsche Touris aus dem Flussbett.

Fidel zieht deutsche Touris aus dem Flussbett.

In Namibia trifft man überall auf Deutschstämmige.

In Namibia trifft man überall auf Deutschstämmige.

In Windhoek war dann unser Zentralafrikareiseteam wieder zusammen auf dem selben Camping. Weder Sonja und Jan noch Carlo und Melanie sind ohne Zwischenfälle durch Angola gekommen. Die Hündin Barinja hat's leider besonders schlimm erwischt: Sie hat die durch die Tse-Tse-Fliegen übertragene Schlafkrankheit aufgelesen und muss jetzt in Windhoek dreissig Tage in Quarantäne bleiben!

Bald nehmen wir meine vorläufig letzte Reiseetappe auf afrikanischem Boden in Angriff: die Fahrt nach Kapstadt! Von dort werde ich dann Ende April nach Hause fliegen. Volkmar wird die Reise noch eine Weile fortsetzen und Richtung Norden fahren, wobei er weder die Reisedauer noch das Endziel genau kennt.

Lieb grüssen
Volkmar und Chris

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Volkmar und Christoph wollen mit einem Toyota Landcruiser Afrika von Norden nach Süden durchqueren.
Details:
Aufbruch: November 2006
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: Mai 2007
Reiseziele: Frankreich
Spanien
Marokko
Mauretanien
Senegal
Ghana
Kamerun
Angola
Namibia
Südafrika
Der Autor
 
Christoph Müller berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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Christoph über sich:
Tja, was soll ich von mir erzählen? Die meisten Leserinnen und Leser kennen mich ja schon. Die brauchen die folgenden Zeilen auch gar nicht zu lesen.
Zuhause bin ich Student an der PH Bern. Noch muss ich während eines Semesters Vorlesungen besuchen und einige Arbeiten schreiben. Dann bin ich Oberstufenlehrer. Aber da ich nun eine Weile weg bin, lässt der Abschluss noch auf sich warten.
Auf den Lehrerberuf freue ich mich, denn ich arbeite gerne mit Jugendlichen. Aber im Herzen bin ich eigentlich ein Bauernbube. Es ist ein grosses Ziel von mir, diese zwei Pfade in Zukunft zu kombinieren.

Und dann habe ich da noch meine grosse Leidenschaft, durch die Welt zu fahren. Fremde Kulturen kennen zu lernen, interessante Menschen zu treffen, wunderschöne und uns fremde Landschaften zu entdecken, draussen in der Natur zu kochen und so weiter. So bin ich seit der Matura mehr als drei Jahre per Fahrrad und Motorrad durch Teile dieser Erde gestreift.

Und jetzt ist es endlich wieder soweit: die Durchquerung Afrikas ist das ganz grosse Ziel. Ein Kontinent, welcher unsäglich viel zu bieten hat und uns so fern liegt. Ich freue mich auf das Unbekannte und hoffe, viele gute Erfahrungen sammeln zu können und das eine oder andere Thema in Zukunft aus einer zusätzlichen Perspektive reflektieren zu können.

Ich hoffe, dass sich Volkmar, mein Reisepartner aus Mannheim, bald auch noch kurz vorstellen wird...