Namibia-Reisebericht :Rückenwind

Namibia

Das einzige, was ich über Namibia weiß, ist, dass es trocken sein soll und mal eine deutsche Kolonie war. Orte wie Mariental oder Lüderitz, gutes Schnitzel und ein nettes 'Guten Tag' sind Zeugen der Geschichte. Eben Franz Lüderitz hat hier Diamentenfelder entdeckt und unter deutschen Schutz gestellt. Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika wurde 1884 gegründet. Die Diamanten wurden im Sperrgebiet aus dem Sand aufgelesen, sogenannte Oberflächendiamanten, später wurde der Sand durchsiebt. Die Wüste quasi durchkämmt.

Zeuge aus dieser Zeit ist Kolmannskuppe, ein altes Minendorf, wo sich deutsche Siedler niederließen und in Saus und Braus lebten. Morgens gab es für alle Bewohner frisches Eis aus der Eisfabrik, das per Straßenbahn angeliefert wurde. Stell dir vor, du befindest dich in der Wüste um das Jahr 1900. Da war Eisherstellung eine Ingenieursleistung. Es gab kostenlos Brötchen und Wasser, das eigens aus Südafrika eingeschifft wurde. Geld spielte in der Diamantenmine keine Rolle. Heute hat die Wüste Besitz über die Geisterstadt ergriffen. Der Diamantenrausch ist Vergangenheit.

Geisterstadt

Geisterstadt

© Marco Burkhart, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Am Donnerstag, 28. Januar früh fuhr ich mit dem geliehenen Citroen "Jolly" Jumper, über die Elbbrücken Richtung Freiburg. Auf Delta Radio lief "Rückenwind" von Thomas D. Ich dachte nur, was gibt es passenderes als Titel für dieses Kapitel?
Details:
Aufbruch: 31.01.2010
Dauer: 14 Monate
Heimkehr: 31.03.2011
Reiseziele: Argentinien
Chile
Antarktis
Brasilien
Bolivien
Peru
Ecuador
Kolumbien
Panama
Costa Rica
Botsuana
Sambia
Mosambik
Südafrika
Namibia
Ruanda
Tansania
Der Autor
 
Marco Burkhart berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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