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Auf dieser Reise, meiner 4. und neusten nach Mali, war vor allem ein ausgedehntes Kameltrekking in die Wüste von Bedeutung. Zwischen meiner ersten Reise (Bericht "Email aus Timbuktu") und dieser liegen noch zwei weitere Malireisen.
Reisebericht-Extras:
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5. Teil: Rückreise
Alltagszene in Timbuktu beim Markt Billibangu
Restaurant in Bambara Maoundé, die erste Zwischenstation nach Timbuktu
Mittwoch, 16.2.05 Abfahrt
Um 05.00 Uhr morgens Abfahrt aus Timbuktu mit Mohamed's 4x4 über Bambara Maoundé, wo wir etwas Eiskaltes zum Trinken kaufen konnten (welch ein Luxus!). Wir waren um 04.00 Uhr aufgestanden. Immer noch Durchfall. Ueber die Fähre und Fahrt bis Mopti, dort in unser geliebtes Hotel Ambedjele. Der Chauffeur heisst Alous und ist netter. Die spanische Besitzerin des Hotels Ambedjele liess eine Aerztin kommen (eine Kubanerin). Ich bekam eine Spritze, sowie diverse Medikamente. Ich soll 2 Tage im Bett bleiben (das geht aber nicht, wir sind auf der Rückreise nach Bamako und fahren morgen nach Ségou!). Ich soll keinen Fisch essen, sondern Rindfleisch. Der Blutdruck sei ok, aber ich hätte 38° Fieber und müsse wieder essen, ich sei sehr schwach. Sie lässt für mich Medikamente aus einer Apotheke in Mopti kommen. (Ich werde richtig verwöhnt...)
Vor der Abreise aus Timbuktu, zwar lachend, aber es ging mir nicht so gut.
Bei Douentza
(am unteren Bildrand sind Häuser zum Grössenvergleich mit den Felsen)
Donnerstag, 17.2.05 (Mopti)
Habe sehr gut geschlafen nach einem feinen Essen (Brochette u, Pommes sautées). Habe geduscht und das "Rehydrations- Wasser getrunken. Fühle mich sehr schwach, aber besser. Ich habe nun mit den Medikamenten der Aerztin keinen Durchfall mehr und habe alles gewaschen und fühle mich wieder sauber. Um 7.30 Uhr treffen wir uns zum Frühstück, danach geht es weiter bis Ségou. - Abreise und Fahrt bis ca. 11 Uhr, danach Pause unter schönen Bäumen mit interessantem Stamm. Habe ein Stück herausgenommen, es würde für Medizin genommen gegen Bauchschmerzen. Alous, der Chauffeur ist Sonrai, und 26 Jahre alt. Wir machen ein Feuer, dh. Mohamed und Alous. Peter ist krank, Andrea hat Kopfschmerzen und ich bin sowieso krank. Weiterfahrt mit Pausen bis Ségou, ins gleiche Hotel ("Auberge") wie auf dem Hinweg. Ich bin am Verdursten, das warme Mineralwasser ist mir zuwider. Trank im Hotel ein eiskaltes Cola bei Ankunft und fühle mich schon fast im Himmel. Zimmer Nr. 10, sehr schön, Klimaanlage und schönes Badzimmer (juheee!). Habe mein Haar mit Glyzerinseife gewaschen mangels Shampoo. Geduscht, Kleider gewaschen und geschminkt, fühle mich wieder als Mensch.
Die Moschee von Mopti und der abendliche Verkehr
Steinsalz aus Taoudeni (Salzminen weit nördlich von Timbuktu). Es ist sehr gesund, weil es viele Mineralien enthält. Es wird mit der Azalaï-Karawane nach Timbuktu transportiert.
Ségou, 18.2.05 Gestern feines Abendessen im Hotelgarten. Leider gab es eine grosse Touristen-gruppe und das Essen wurde knapp, Das gewünschte Poulet gab es nicht mehr. Habe 1,5 Liter Mineralwasser getrunken mit meinen Rehydrationssalzen und Brochettes de boeuf (Rrindfleisch am Spiess) gegessen mit Alloko (Gemüsebananen). Fühle mich immer schlapp und habe ständig Durst. Habe alles gewaschen und mit der Klimaanlage getrocknet.
Um 7.25 Uhr nehmen wir das Frühstück und fahren dann weiter bis Bamako.
Hotel Hanadi: 1"Djino Pampelmouse" getrunken. Habe Alous ein schönes Trinkgeld gegeben, damit ich es nicht verpasse und er plötzlich weg ist. Er hat sich sehr gefreut. Das Hotel ist sehr schön.
Abendessen mit Kola und Schwägerin im Restaurant "San Toro". Tolle Dekorationen, alles in afrikanischem Stil (ein Koraspieler machte Musik, Bogolanstoffe an den Wänden, Masken, etc. die Fleischspiesse waren mit Tuaregkreuzen dekoriert, etc.). Fantastisches Essen: Sirop de Gingembre (Ingwersirup), Brochettes de boeuf, légumes (Kürbis, Rüebli, Spinat, Aubergine, etc.) . Das beste, was ich je gegessen hatte ! Es war himmlisch und nicht teurer als anderswo (eher billiger). Schade, Alous (unser Chauffeur) war nicht dabei, da wir zu wenig Platz in den Autos hatten.
Das Monument de la Flamme de la Paix in Timbuktu. Es symbolisiert den Frieden nach dem Bürgerkrieg im Norden Malis und wurde von der UNO gestiftet.
Bamako, 19.2.05: Frühstück um 8.00 im Hotel Hanadi, danach kam Alous mit Kola, er hat bei Kola geschlafen. Ich fragte Alous, ob er meine Faserpelzjacke brauchen könne. Die Antwort war "oui, oui", also gab ich sie ihm. Er band sie sich um den Bauch. Wir fuhren mit einem Taxi zum Markt, schlenderten dort herum, ich kaufte zwei weitere Kalebassen, 2 kleine Bogolanstoffe, zwei Kettchen und eine blaue Glasperlenkette. Ach ja, vorher gingen wir noch zu Air France und checkten unser Gepäck ein. Alous trug mir die ganze Zeit mein Gepäck. Heute abend können wir nur an den Flughafen, Bordkarte haben wir schon. In der libanesischen Bäckerei haen wir zu Mittag gegessen, ich ass einen "salade niçoise", Mohamed Brochettes de boeuf und Tomatensalat, Alous Reis und Poulet, Peter ein Fleischsandwich. Ich wechselte nochmals CFA, damit ich noch ein paar Sachen kaufen konnte und für Seydou den gewünschten Betrag mitnehmen kann. Und dann war es irgendwann Zeit, an den Flughafen zu fahren, uns von Mohamed, Kola, seiner Schwägerin und Alous zu verabschieden... das Flugzeug nach Paris-Charles-de-Gaulle wartete. Trotz aller Strapazen und Krankheit - ich liebe dieses Land Mali und seine Bewohner. Sie haben mir ein Stück meiner Seele genommen - dieses Stück bleibt wohl für immer dort.
Dieses Foto wurde von U.Schliemann-Buess gemacht, einem Mitreisenden. Meine Kamera hatte da schon den Geist aufgegeben... (Sandsturm). Hendarshaq auf einer Düne
Tee-Zeit in Timbuktu
Mit dem Bild der stolzen, schönen Nomadenfrau aus der Sahara Nordmalis beende ich diesen Reiserapport. Diese Menschen haben mich sehr beeindruckt durch ihre Fröhlichkeit, ihre Schönheit, ihren Fleiss und ihre unglaubliche Gastfreundschaft. Ich kam als Fremde, ich ging als Schwester.
| Kathrin | ||
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Hallo Eva! Vielen Dank für Deine tollen Reiseberichte mit den herrlichen Bildern. Afrika hat mich schon als Kind fasziniert - leider habe ich es nie geschafft, selbst hinzukommen. Wie bist Du eigentlich vor Deiner ersten Reise auf die Idee gekommen, ausgerechnet nach Mali zu reisen? Ich hoffe sehr auf weitere Berichte von Dir!!! Alles Gute Kathrin | ||
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Anmerkung des Autors:
Hallo Kathrin, danke für Deinen Kommentar. Meine erste Malireise machte ich auf privater Basis (kein Reisebüro) mit einer Freundin, die schon 2 oder 3mal in Mali gewesen war und in Timbuktu private Kontakte geknüpft hatte. Sie kannte sich aus und wusste, wie sie es organisieren musste. Man kann aber durchaus mit einem Reisebüro wie Desertreisen dorthin. Auch ein Trekking im Dogonland ist sehr faszinierend, man muss nur offen sein für alles und sollte keine vorgefassten Meinungen haben. Dann wird man von Mali und seinen Menschen bezaubert. LG; Eva | ||
| Monika Spanke | ||
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Hallo Eva, ich möchte gegen Ende des Jahres nach Mali reisen und auch gegen Norden in die Wüste. Gibt es im Land selbst Organisationen, die eine Begleitung anbieten, evtl. in einer kleinen Gruppe? Grüsse Monika | ||
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Anmerkung des Autors:
Hallo Monika, das gibt es natürlich, aber ich kann kein spezielles empfehlen, da ich selber nur privat mit Einheimischen in die Wüste gezogen bin. Ein längerer Aufenthalt (mehr als 2 Tage) kommt relativ teuer, da ja alles mitgenommen werden muss, dh. pro Person ein Lastkamel, genügend Trinkwasser, Essen, Kochutensilien, Schlafsack (es ist nachts kalt), genügend Kleider, Medikamente, Hautcremes (der Wind trocknet alles aus), dann mindestens 2 Führer (deren Kamele und Essen auch bezahlt werden müssen plus ein Lastkamel), usw. Für 7 Tage werden das dann schnell ca. SFr.1'000.-- für eine Person. Wenn Du nur 1-2 Tage gehen willst, kannst Du das easy vor Ort organisieren, es hat immer Leute, die sowas anbieten, da braucht es weniger Dinge und kommt entsprechend viel billiger. Für länger braucht es eine grössere Vorbereitung. Das würde ich, wenn Du niemanden dort kennst, von hier aus über ein Reisebüro machen, kann im Google gesucht werden. es gibt inzwischen auch ein paar Hotels in Timbuktu, auch dort kann man sowas bekommen. Ich habe leider nicht genug Zeit, solche Kontakte zu vermitteln. Wünsche Dir viel Erfolg und Spass. | ||
| Melanie | ||
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Hallo Eva !! Habe ihren Reisebericht durch Zufall gefunden.Finde es sehr beeindruckend was sie erlebt haben.Reise selbst ende Februuar nach Bamako, für 2 1/2 Wochen.Bin schon gespannt was ich dort erleben werde.Habe Verwandschaft dort , er arbeitet für den DED, und ist jetzt für 3 Jahre in Bamako.Er hat mir viel erzählt und ich denke,er wird mir genauso tolle Sachen zeigen die sie erlebt haben.Ich freu mich auf jedenfall sehr auf diese Reise und ich denke es wird nicht die letzte sein.Ich melde mich auf jedenfall wíeder bei ihnen wenn ich zurück bin. Gruß Melle | ||
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Anmerkung des Autors:
Hallo Melanie (Melle), ich bin erst eine Woche zurück aus Mali, dies war meine 5. Reise. Habe viel erlebt, war in Djenné, ansonsten meistens im Südosten des Landes. Ich weiss nicht, ob ich daraus einen Reisebericht machen werde, aber ich habe viele schöne Fotos. Es waren hauptsächlich "Familienferien" - ich habe das Alltagsleben erlebt, die Familienfeiern und alles photografisch festgehalten, dieses Mal vor allem Menschen und Djenné. Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit in Mali, rate unbedingt, aus Bamako rauszugehen, denn Bamako als Stadt ist nichts Schönes (zu viel "Pollution"). Aber wenn Sie dort Verwandte haben, wird das sicher gut werden! Ich würde mich über ein Echo nach Ihrer Reise sehr freuen.Wichtig ist, sich innerlich umzustellen und nicht nach unseren Masstäben zu urteilen. Gehen Sie auf die Menschen zu, 99% der Menschen sind sehr freundlich und offen, und die meisten sind hilfsbereit und ehrlich, besonders, wenn sie spüren, dass man sie als gleichwertige Menschen ansieht. Liebe Grüsse, Eva | ||
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