Indien-Reisebericht :Auf Achse: 5 Monate Goa, Western Himalaya, Thailand

Beim Dalai Lama

Dienstags wieder ca. 12 Stunden mit dem Government-Bus unterwegs von Manali nach Dharamsala oder auch Dharmsala, Dharmshala, Dharmashala, Dharamshala oder Dharamsala.

Im Bus treffen wir eine sehr nette deutsche buddhistische Mönchin, mit der wir uns vom Busbahnhof in Dharamsala nach McLeod Ganj ein Taxi teilen. Sie erzählt uns bereits über Gerüchte, daß der Dalai Lama vor Ort ist und ggf. Freitags eines - wegen seines angegriffenen Gesundheitszustandes sehr selten gewordenen - Teachings abhalten soll !!! Teilnehmen kann jeder !!! Sollten wir wirklich dieses Glück haben ???

Dharamsala liegt am Fuße der ersten hohen Himalaya-Kette. Die Stadt wurde 1848 von England annektiert, und ein Jahr später wurde eine Garnison gegründet. Auf der ersten Hügelkette errichteten die Briten einen Bergort („Hill Station“) als Sommerresidenz (McLeod Ganj).

Dharamsala ist aufgeteilt in Upper Dharamsala und Lower Dharamsala. Aufgrund der Höhendifferenz liegen beide Ortsteile getrennt. Lower Dharamsala ist das Wirtschaftszentrum und liegt auf einer Höhe von 1380 m. Upper Dharamsala (auch: McLeod Ganj) liegt auf einer Höhe von 1830 m.

In McLeod Ganj residiert Tendzin Gyatsho, der derzeitige Dalai Lama. Er ist 1959 aus Tibet hierher geflüchtet. Zugleich ist Dharamsala Sitz der tibetischen Exilregierung. Kurz nach der Flucht gab der indische Ministerpräsident Jawaharlal Nehru den Anhängern des Dalai Lama und ihm selbst rasch die Erlaubnis hierfür.

Unterwegs wieder tiefe Schluchten, Flüsse, Hängebrücken. Der Bus immer nah am Abgrund.

Unterwegs wieder tiefe Schluchten, Flüsse, Hängebrücken. Der Bus immer nah am Abgrund.

Vor unserem Guesthouse "Ladies Venture" in McLeod Ganj. Man fährt im Western Himalaya gerne "Royal Enfield", eine schwere robuste Maschine, die es in allen Farben gibt. Kosten neu ca. 2.000 US Dollar.

Vor unserem Guesthouse "Ladies Venture" in McLeod Ganj. Man fährt im Western Himalaya gerne "Royal Enfield", eine schwere robuste Maschine, die es in allen Farben gibt. Kosten neu ca. 2.000 US Dollar.

Die Stadt füllt sich von Tag zu Tag mehr und mehr mit Mönchen.

Die Stadt füllt sich von Tag zu Tag mehr und mehr mit Mönchen.

Bunte Vögel...

Bunte Vögel...

...und weiße Affen in den Vorgärten.

...und weiße Affen in den Vorgärten.

In McLeod Ganj leben mehrere tausend Exil-Tibeter. Dieser Ortsteil, in dem sich auch zahlreiche tibetische Organisationen und Bauwerke befinden, wird mitunter auch „Little Lhasa“ genannt.

In McLeod Ganj leben mehrere tausend Exil-Tibeter. Dieser Ortsteil, in dem sich auch zahlreiche tibetische Organisationen und Bauwerke befinden, wird mitunter auch „Little Lhasa“ genannt.

Die Stadt ist geprägt durch tibetische Geschäfte...

Die Stadt ist geprägt durch tibetische Geschäfte...

...und Straßenhändler. Unsere lächelnde Verkäuferin "schenkte" uns eine bunte Decke aus Yak-Wolle für knapp 5 Euro.

...und Straßenhändler. Unsere lächelnde Verkäuferin "schenkte" uns eine bunte Decke aus Yak-Wolle für knapp 5 Euro.

Für kleinere Fahrzeuge und Fußgänger besteht eine direkte aber steile etwa zwei Kilometer lange Verbindung zwischen Dharamsala und McLeod Ganj.

Für kleinere Fahrzeuge und Fußgänger besteht eine direkte aber steile etwa zwei Kilometer lange Verbindung zwischen Dharamsala und McLeod Ganj.

Tenzin Gyatso ist der 14. Dalai Lama und überall in der Stadt präsent.

Tenzin Gyatso ist der 14. Dalai Lama und überall in der Stadt präsent.

Freitags gegen 7:30 Uhr. Wir sichern uns einen Platz im Tempel...

Freitags gegen 7:30 Uhr. Wir sichern uns einen Platz im Tempel...

...viele, viele Mönche mit Sitzkissen!!!...

...viele, viele Mönche mit Sitzkissen!!!...

...in den Gärten wird heftig diskutiert...

...in den Gärten wird heftig diskutiert...

...am Eingang. Leider ist Fotografieren im Innern streng verboten.

...am Eingang. Leider ist Fotografieren im Innern streng verboten.

Wir ergattern - dank netter Mönche, die uns Platz machen - einen Sitz ca. 40m direkt vis a vis vom Dalai Lama. 9:00 geht es los. Der Dalai Lama kommt, zu Beginn ein gemeinsames Gebet, dann werden süße Brötchen und Tee verteilt. Die Atmosphäre ist äußerst friedvoll und gespannt, viele Touristen, viele Einheimische, im Tempel sind alle Nebenräume, Höfe und Gärten prall gefüllt. Vor und hinter uns Mönche, neben uns wird ein kleiner hübscher Tibeter von seiner jungen Mutter gewickelt. Wir haben dann das Vergnügen, dem Dalai Lama 2 Stunden auf tibetisch zuzuhören und alles, was er sagt, hat Hand und Fuß. Er wirkt etwas gealtert, aber seine Stimme ist unverkennbar jung und zuversichtlich. 3mal hat er gelacht, sodaß auch die junge Mutter neben uns lachen muß.

Ein Ereignis, eine Begegnung, die uns bewegt hat und die wir nicht vergessen werden.

Samstag früh morgens Abschied von Dharamsala. Mit dem Bus nach Delhi und am nächsten Tag mit Air Asia nach Goa.

Samstag früh morgens Abschied von Dharamsala. Mit dem Bus nach Delhi und am nächsten Tag mit Air Asia nach Goa.

© Erich Backes, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Okt. 2017 bis März 2018: Indien, Thailand, Philippinen, finden, verstehen, lieben "Reisen ist der schönste Weg, seinen Vorurteilen Lebewohl zu sagen." (Khalid Chergui)
Details:
Aufbruch: 07.10.2017
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 24.03.2018
Reiseziele: Indien
Thailand
Live-Reisebericht: Erich schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Erich Backes berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
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