Nepal-Reisebericht :Auf Buddhas Pfaden: "You travel, you rich, you pay!"

Lumbini (Geburtsort des Buddha)

Busticket Gorakhpur. Da der Schaffner nicht genug Wechselgeld hatte hieß es mal wieder "you wait." Als ich als so ziemlich Letzter ausstieg hatte er die 70 Rs. natürlich "vergessen." Dummerweise war er ehrlich genug gewesen auf der Fahrkartenrückseite einen Vermerk anzubringen.

Busticket Gorakhpur. Da der Schaffner nicht genug Wechselgeld hatte hieß es mal wieder "you wait." Als ich als so ziemlich Letzter ausstieg hatte er die 70 Rs. natürlich "vergessen." Dummerweise war er ehrlich genug gewesen auf der Fahrkartenrückseite einen Vermerk anzubringen.

Grenzort Sagauli

Von Gorakhpur ging es dann relativ zügig weiter mit dem Bus zum Grenzort Sagauli. Die indische Seite ist mit chaotisch höflich umschrieben. Die Atmosphäre ist jedoch freundlich. Nicht einmal mit der Fahrradrisksha kommt man zur Grenze durch, so grauenhaft ist der Verkehr mit zahllosen LKW.

Einheimische wechseln beliebig unkontrolliert hin und her, einen Schlagbaum gibt es nicht. Irgendwo rechts zwischen ein paar Läden die indische Auscheck-Stelle, dann ein kleines Häuschen für Nepal. Ich war sehr froh mein Visum schon zu haben, an der Grenze könnte man es auch bekommen aber nur gegen 20 US$ cash (nix Rupies), Photo usw. Die "traveller" vor mir waren ob des gut einstündigen Prozederes genervt. Auf nepalischer Seite stauten sich die LKW knapp zwei Kilometer. Es war inzwischen Abend.

Am Ort gibt als Unterkunft nur ein teueres Hotel und ein "guest house," das aber filmreif. Peep holes in den Wänden, Plastikeimer unter tropfendem Waschbecken, Wanzen (oder so ähnlich) in der Matratze und Bettlaken die noch nie Persil gesehen haben. Am Dach eine Terasse mit Restaurant, dessen Küche aber bei nur drei Gästen nicht aufmacht. Also ab zu den Straßenständen, dort das erste Mal Wasserbüffel-Schachlik gegessen. Die Traveller von der Grenze fanden sich auch ein. Wir hatten dann einen netten Abend auf der Dachterasse bei ein paar kühlen Bierchen, die Viecher in der Matratze dann ein nettes Nachtmahl.

Am nächsten Morgen war ich der einzige, der nach Lumbini wollte. Das "Reisebüro" im EG bot an einen Wagen für 20 US$ zu besorgen. Für knappe 14 km war mir das entschieden zu viel. Also mit dem öffentlichen Bus, einmal Umsteigen.

Eintrittskarte zum Museum. (Angemessene Kleidung, besonders keine kurzen Hosen, erforderlich.)

Eintrittskarte zum Museum. (Angemessene Kleidung, besonders keine kurzen Hosen, erforderlich.)

"may all Beiings be Happy" -- Ruhe und Frieden im morgendlichen Nebel.

"may all Beiings be Happy" -- Ruhe und Frieden im morgendlichen Nebel.

Lumbini

Lumbini, der legendäre Geburstort Buddhas, zerfällt in zwei Teile. Zum einen das überraschend kleine Dorf, kaum mehr als 30 Häuser die Straße entlang und den Park, der mit einem gußeisernen Zaun kilometerlang umschlossen ist und sowohl Naturschutzgebiet als auch seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Um herumzukommen ist es sinnvoll ein Fahrrad zu mieten -- doch prüfe wer sich bindet, daß er eines ohne Platten findet. Frühstück gibt's nur an einem Stand und dort jeden Tag das gleiche: "Puri" eine Art Kichererbsen-Curry-Suppe. Nachmittags kochte man dort auch, dann waren aber die Fliegen so zahlreich, daß ich gerne anderswo hin ging.

Nach ein paar Wochen Indien ist es innerhalb des Parks schon fast paradiesisch ruhig. Außer Mönchen und einigen Arbeitern darf (theoretisch) niemand drin wohnen. In den letzten Jahrzehnten haben weit verstreut die Gläubigen verschidener buddhistischer Länder eigene Tempel errichtet, die sämtlich sehenswert sind. In einigen von diese könnte man auch unterkommen, ich habe mir aber ein Guest House im Dorf genommen. Man sollte sich drei volle Tage gönnen. Besonders am frühen Morgen sind die Tempel in der Anlage ausgesprochen ruhig und schön. Selbst die busweise angekarrten meist aus China stammenden Tourgruppen zerstreuen sich im Gelände.

Die Hauptattraktion ist natürlich die Geburtsstätte Buddhas, in der Halle mit einem "Fußabdruck," kleinem Museum, Bodhi-Baum und einer Ashoka-Säule. Sehr nett renoviert. Photographieren kostet extra. Auf dem Weg zum Haupteingang hatt eine Einheimische ihren ca. sechsjährigen Sohn abgerichtet, die Vorbeikommenden mit einem ihrem "Buddhismus" nahestehenden Satz anzubetteln. Für Europäer "om mani padme um," Chinesen etwas anderes und Inder auf Sanskrit.

Lumbini, Blick über den See. Im Hintergrund der 2008 noch unvollendete koreanische Tempel mit Übernachtungsmöglichkeit (300 NRs inkl. Vollpension).

Lumbini, Blick über den See. Im Hintergrund der 2008 noch unvollendete koreanische Tempel mit Übernachtungsmöglichkeit (300 NRs inkl. Vollpension).

Das dharmachakra, dessen acht Speichen symbolisieren den "Edlen Achtfachern Pfad" zur Erlösung aus dem samsara (Welt des Leidens)

Das dharmachakra, dessen acht Speichen symbolisieren den "Edlen Achtfachern Pfad" zur Erlösung aus dem samsara (Welt des Leidens)

Der von der thailändischen Regierung gestiftete Tempel der dortigen Theravada-Tradition. Im Untergeschoß ein kleines Museum das der Beweihräucherung des Königs gewidmet ist. (Man trägt sehr dick auf.)

Der von der thailändischen Regierung gestiftete Tempel der dortigen Theravada-Tradition. Im Untergeschoß ein kleines Museum das der Beweihräucherung des Königs gewidmet ist. (Man trägt sehr dick auf.)

Detailansicht des chinesischen Maitreya-Tempels im Lumbini-Park des Morgens.

Detailansicht des chinesischen Maitreya-Tempels im Lumbini-Park des Morgens.

Dachziegel auf der Mauer des chinesischen Maitreya-Tempels im Lumbini-Park des Morgens.

Dachziegel auf der Mauer des chinesischen Maitreya-Tempels im Lumbini-Park des Morgens.

Detailansicht des chinesischen Maitreya-Tempels im Lumbini-Park des Morgens.

Detailansicht des chinesischen Maitreya-Tempels im Lumbini-Park des Morgens.

Dach des chinesischen Maitreya-Tempels im Lumbini-Park des Morgens.

Dach des chinesischen Maitreya-Tempels im Lumbini-Park des Morgens.

Stupa ("chedi")

Stupa ("chedi")

Ich habe mir dann im Reisebüro eine VIP-Busfahrt (9sitziger japanischer Minibus) nach Kathmandu gebucht (Beförderungsbedingungen siehe Bild). Während mir die Dame die Fahrkarte ausstellte rannte die wohl größte Ratte, die ich bisher gesehen habe das an der Decke hängende Kabel entlang. Die Verkäuferin trugs mit Fassung.

Nepalesische Beförderungsbedingungen. (Man muß gut Englisch können um das voll zu genießen.)

Nepalesische Beförderungsbedingungen. (Man muß gut Englisch können um das voll zu genießen.)

© Adi Meyerhofer, 2013
Du bist hier : Startseite Asien Nepal Nepal-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Reisebericht Indien 27.10.-25.11.2008 Route: Delhi - Shimla - McLeod Ganj, Dharamsala - Lumbini - Kathmandu - Bodhgaya - Varanasi/Sarnath - Sikkim - Kalkutta - (Andamanen, ausgefallen) - Darjeeling - Delhi.
Details:
Aufbruch: 27.10.2008
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 25.11.2008
Reiseziele: Indien
Nepal
Der Autor
 
Adi Meyerhofer berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.