Kambodscha-Reisebericht :Ein Traum wird wahr - einmal um die Welt...

Kambodscha

Vor dem Grenzuebergang nach Kambodscha war uns schon ein kleines bisschen mulmig, man hoert ja doch so ein paar Geschichten. War aber alles total easy und problemlos. An der vietnamesischen Grenze haben wir dann noch unsere Dong in Riel getauscht. Da man den besten Kurs auf dem Schwarzmarkt kriegt, sind wir also dahin und wurden auch sofort von Frauen umringt, die uns mit Geldbuendeln vor der Nase rumgewedelt haben. Da steht man dann auf einem Platz und zaehlt vor aller Augen tausende von Riel nach. Komisches Gefuehl. Nachzaehlen ist hier oberstes Gebot, sonst sieht man alt aus. Aber uns zwei haben die nicht reingelegt, wir haben gemerkt wieviel fehlt, mit uns nicht

Eigentlich sollte hier jetzt ein kleines Kapitel ueber Phnom Pen kommen. Als wir dort angekommen sind, hat die Stadt aber nicht gerade unseren Sympathiepreis gewonnen. Deshalb haben wir beschlossen am naechsten Tag gleich wieder weiterzufahren. Also am naechsten Morgen zur Rezeption unseres Guesthouses um dort ein Busticket fuer den Nachmittag nach Sihanoukville zu kaufen. Erster Kommentar: das geht nicht, das muss man einen Tag vorher kaufen - was??? Das waere ja das erste Mal. Zweiter Versuch: der Bus waere voll. Der Mann scheint echt telepathische Faehigkeiten zu haben. Vorsichtige Nachfrage ob er mal bei dem Busunternehmen anrufen koennte, vielleicht ist ja noch ein Platz frei. Nee, da ist kein Platz mehr, da hat er heute morgen schon mal angerufen. Wenn der meint er koennte uns so zwingen noch eine Nacht in seinem Guesthouse zu bleiben, dann hat er sich getaeuscht. Unser Kampfgeist war erwacht. Das waere doch gelacht, wenn wir das nicht irgendwie selbst hinkriegen wuerden. Und siehe da, nach einer halben Stunde rumlaufen haben wir sogar eine Travel Agency gefunden die uns ein Busticket verkauft. Die freundliche Dame hat uns sogar noch ein Guesthouse empfohlen. Also auf nach Sihanoukville! Ach ja, der Bus war uebrigens halbvoll.

Das war Gott sei Dank nicht unser Bus

Das war Gott sei Dank nicht unser Bus

© Jens Marion, 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Bisher sind wir ganz brav und zielstrebig durch unser Leben getingelt. Jetzt wagen wir den großen Schritt und wollen ein Jahr die Welt sehen. Unsere Route: Frankfurt - Bangkok - Auckland - Santiago de Chile - Buenos Aires - Frankfurt
Details:
Aufbruch: 12.07.2005
Dauer: 9 Monate
Heimkehr: 19.04.2006
Reiseziele: Thailand
Laos
Vietnam
Halong Bay
Kambodscha
Phnom Pen
Neuseeland
Chile
Der Autor
 
Jens Marion berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Jens sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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