Guatemala-Reisebericht :TimeOut in Südamerika

Woche 15 19. - 25. Juli 2008: Transfer

Manchmal kann ich es selber kaum glauben, aber alles funktioniert wie am Schnürchen. Gestern Abend wurde ich am Flugplatz abgeholt und zum Hostal geführt, wo ich für die letzte Nacht in Lima bereits bezahlt hatte. Der Besitzer der Agentur, der mich vor einer halben Ewigkeit frühmorgens zum Flugplatz brachte, erwartete mich. Meine Koffer waren bereits da und er versprach, am Morgen um sechs das Frühstück bereit zu haben.

Und das klappte auch bestens. Er hat mir sogar Spiegeleier gebraten. Und dann stand auch schon das nächste Taxi vor der Tür und brachte mich wieder zum Flugplatz.

Abschied von Lima. Das heisst auch Abschied von Südamerika. Ende einer spannenden Reise. Einer Reise, auf der ich viele neue Freunde gefunden habe. Mit einigen bin ich sogar noch in Kontakt. Mit anderen werde ich von zu Hause aus noch einmal Kontakt aufnehmen.

Luis Delgado, zum Beispiel, den ich in Punto Arenas ganz kurz vor dem Casino-Neubau getroffen habe, hat mir prompt geschrieben und da entwickelt sich eine lockere Kommunikation. Und die Münzen, die ich in Arica verschickt habe, wurden auch bereits verdankt. Habe von Jorge und seiner Familie eine Foto bekommen. Und Barbara, die Koreanerin, mit der ich eine Nacht im Bus verbrachte hat sich aus Buenos Aires gemeldet.

So sind ganz unterschiedliche Freundschaften geblieben. Und auch wenn sie keine Jahre überdauern, so sind es doch Spuren, die die Menschen in mir hinterlassen haben. Und wenn ich Glück habe, habe auch ich ein paar Spuren hinterlassen. Während des Fluges versuche ich, die letzten Eindrücke zu verarbeiten, schreibe die letzten Berichte.

Und jetzt fliege ich über dem Meer. Meinen nächsten Ziel entgegen. Zentralamerika. Guatemala. Das Land, das ich von vielen Besuchen bereits recht gut kenne. Hier gilt es, ein paar bestehende Freundschaften aufzufrischen. Und mit René die nächste Guatemala-Reise vorzubereiten. Vier Stunden Flug. Vier Stunden, um mich von vielen intensiven Erlebnissen zu lösen.

Tief unter mir taucht jetzt die Südküste von Guatemala auf. Und dann fliege ich über dieses grüne Land. Über Hügel und Berge ins Hochland, in die Hauptstadt, die mich mit Regen begrüsst. Und auch hier wieder werde ich abgeholt. Rigoberto hat ein Taxi geschickt, das mich direkt zu seinem Haus bringt.

Wunderbar, bei Freunden anzukommen. Es gibt viel zu erzählen. Bei einer Tasse Kaffe plaudere ich mit Reyna, erfahre die neusten Nachrichten und erzähle von meiner Reise.

Und dann muss ich meine Berichte fertig schreiben, damit ich meine letzte Woche in Guatemala noch einmal richtig geniessen kann. Zum Glück habe ich Internet im Zimmer, das gibt mir nicht nur die Möglichkeit, die Berichte und Fotos abzuschicken, nein, ich kann auch bei einem Chat ein paar Erlebnisse loswerden.

Morgen werde ich Geld besorgen und meine letzte Woche planen müssen, doch heute gehe ich nicht mehr hinaus. Auch nicht in den Park, wo heute Abend eine Band spielt. Reyna hat mich eingeladen, aber im Moment sind meine Gedanken noch nicht ganz angekommen.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nicht Nichtstun steht im Mittelpunkt. Sondern etwas tun, wofür im normalen Alltag zu wenig Zeit bleibt. Meine beiden Leidenschaften Reisen und Schreiben möchte ich miteinander verbinden. Und wenn mich dabei jemand begleitet, umso schöner. Es sind vor allem Geschichten, die ich erzähle und erst in zweiter Linie Beschreibungen von Orten und Gebäuden. Ich möchte versuchen, Stimmungen herüberzubringen. Feelings, sentimientos. Wenn mir das manchmal gelingt, ist mein Ziel erreicht.
Details:
Aufbruch: 12.04.2008
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 03.08.2008
Reiseziele: Uruguay
Brasilien
Paraguay
Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Guatemala
Der Autor
 
Beatrice Feldbauer berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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