Bolivien-Reisebericht :Von Pattaya nach Zittau

Oruro: Extension

Laut Wetterbericht soll es heute in La Paz regnen. Also bleibe ich noch einen Tag im Bett, genieße das schnelle Internet und stehe nur zum Essen und zum Kaffee trinken auf.

Am nächsten Morgen liegt Schnee auf den Dächern und zwei Fahrräder stehen vor dem Nebenzimmer. Richtig - das französische Radlerpärchen. Von ihnen erfahre ich, das man sein Visum kostenlos verlängern kann und es soll wohl auch in Oruro möglich sein. Ich checke das im Netz und finde eine Seite mit der betreffenden Behörde. Sie ist nur 500 m von mir entfernt, also los. Nach etwas hin und her finde ich die richtige Stelle. Ich muss zwei Kopien von meinem Reisepass besorgen und bekomme sofort und ohne zu warten 30 Tage Verlängerung eingestempelt. Super, jetzt muss ich nicht mehr so düsen.

Ich handle mit den freundlichen Besitzern einen Wochenpreis aus und beschließe noch etwas zu bleiben, um die EM - Spiele in Ruhe sehen zu können. Nächste Woche könnte ich dann nach La Paz fahren, die Stadt besichtigen und die restlichen Spiele verfolgen. Und danach bleibt noch genügend Zeit für den Titicacasee.

Heute fahre ich mal zu der hoch über der Stadt thronenden Madonnenfigur. Eigentlich sind es nur 2 km. Da aber in der Stadt überall Absperrungen sind, verfahre ich mich etwas.
Erst geht es durch die Favelas der Stadt. Dann etwas außerhalb, fahre ich durch ein Bergbaugebiet. Die Grabungen scheinen nicht ganz legal zu sein. Es sind überwiegend Einzelpersonen, die in kleinen Löchern schürfen.

An einer größeren Höhle bin ich schon in Versuchung einmal hinein zu fahren. Aber dann fallen mir die Berichte von den Grubenunglücken in Südamerika ein und ich lasse es lieber bleiben.

Nach 20 km Umweg erreiche ich schließlich mein Ziel. Man hat einen schönen Blick über die Stadt und auf die Umgebung.

Das war's. Ich fahre zurück ins Hostel Fußball schauen.

Das war's. Ich fahre zurück ins Hostel Fußball schauen.

© Bernd Feurich, 2017
Du bist hier : Startseite Die Amerikas Bolivien Bolivien-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Insgesamt habe ich in den letzten 20 Jahren 5 bis 7 Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet. Die letzten zwei Jahre war ich fast am Stück dort gewesen. Jetzt ist das Ende des Geldes abzusehen und ich reise in östliche Richtung über die Pazifikinseln und Südamerika nach Deutschland zurück.
Details:
Aufbruch: 04.01.2016
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 15.12.2016
Reiseziele: Thailand
Philippinen
Fidschi
Neuseeland
Französisch Polynesien
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Bernd Feurich berichtet seit 20 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/20):
Anonym vom 7. Januar 1484413925000
Diesmal dif­fe­ren­zier­ter: ich war Rich­tung Osten schon an vielen Orten. Meh­rfach. O­ver­land von Frei­burg nach Nepal, anno 71 z.B. Viele Inseln (NZ) usw. Aber meine besten Touren waren zu­sam­men ca. 10000 km mit einer 250 trial durch die Wes­tal­pen. Mit Zelt. Volles Prog­ramm, Stra­ßen, Pässe und u­nend­lich Gel­ände. Des­we­gen finde ich Deine Fahrt mit dem Mo­tor­rad so ben­ei­dens­wert. Das würde ich auch mal wieder gerne machen. Bin aber jetzt 64 und fast zu alt dafür. Koor­di­na­tion, Gesun­dheit, Lei­dens­fähig­keit und so. Hab meine Maschi­ne vor Kurzem ver­kauft. Au­ßer­dem ist das Risiko Alleine riesig. Aber trot­zdem bin ich nei­disch. Auch auf so lange Pat­ta­ya. Ich war nur einen Monat dort. Mach weiter so. Man lebt nur ein Mal.
Antwort des Autors: Na da hast du doch viel erlebt und keiner kann dir die Erinnerungen nehmen. Ich habe noch Hoffnung, dass ich noch vor der Rente irgendwohin eine Tour machen kann. Kommt Zeit - kommt Ra(d)
Gruß, Bernd
Rachel 1484137624000
Ich habe dich die letzten an­der­thalb Jahre auf deiner Reise beg­lei­tet (und war in dieser Zeit selber mit meiner Familie drei­ein­halb Wochen in Thai­land auf Reisen) und war immer sehr angetan von deinen Bildern und deinen Er­leb­nis­sen, danke! Ja, wer den Rei­se­vi­rus in sich trägt, den hält es man­chmal nur mit Mühe in "ewig" den­sel­ben Gew­ässern. Ich wünsche dir alles Gute, gute Gesun­dheit und dass du auch dem kühlen Deuts­chland viel Po­si­ti­ves ab­rin­gen kannst!
Antwort des Autors: Das Gewässer ist fest zugefroren und die dicke Eisschicht hält alles, was auf ihn trieb gefangen. Doch tief unten, am Boden fließt es leise weiter. Irgendwann kommt der nächste Frühling, die Sonne wird das Eis brechen und der Fluss wird alles mit sich nehmen, was dort nicht bleiben will.
anonym 1483787155000
Vielen Dank für Dienen Bericht und die Bilder. Wenn ich nochmal auf die Welt komm, mach ich auch sowas.
Antwort des Autors: Vielen Dank fürs Mitreisen.