Ecuador-Reisebericht :Abenteuer Mittelamerika auf 2 Raeder

Die Reise wird von Ecuador bis Mexico fuehren.

Start in Ecuador

AUGUST 2009
Hallo meine Fans! Nach längerer Pause geht es nun wieder in neue Länder.
Der Start wurde nun erstmal in Ecuador gleich unterbrochen. Die Suzuki
schwächelt. Bei einem Kurztrip nach Peru, mit meinem neuen Freund David
(KTM 950) welcher in Cuenca wohnt, stellte sich heraus, dass keine Leistung nach oben zur Verfügung stand. Mit halber Kraft kam ich jedoch wieder nach Cuenca zurück. Hier gibt es eine sehr gute Werkstatt für Motorrad- und auch Autoprobleme. Estefan Delgado, an der Ecke Gran Colombia und Huayna Capac.
Richard und Pablo sind zwei exzellent arbeitende Mechaniker. Nach der
Überprüfung stellte sich heraus das der Joke im Vergaser nicht
ordnungsgemäss schloss.

Der Autor mit Schlange ohne zwei Beine.

Der Autor mit Schlange ohne zwei Beine.

Das Problem.

Das Problem.

Ausserdem die Kipphebelsteuerung verschlissen war. Nachdem der Motor nun schon mal auf war, entschlossen wir uns den kompletten Zylinder abzunehmen um die Ventile und den Kolben zu untersuchen. Dabei stellt sich heraus das die Auspuffventile stark abgenutzt waren. Ansonsten machte alles einen guten Eindruck.
Nun stellt sich allerdings das Problem heraus das es in Ecuador
keine Ersatzteile für dieses Motorrad gibt, obwohl jede Menge dieses Typs
von der Polizei benützt werden. Man müsste sie in Kolumbien bestellen. Ich
weiss von meiner letzten Reise durch dieses Land das es in der Stadt Pereira eine Suzuki Fabrik gibt. Hier produziert man die DR 650 auch wieder neu für den südamerikanischen Markt.

Die Suzi in ungewohnter Umgebung.

Die Suzi in ungewohnter Umgebung.

Seit dieser Reise habe ich auch einen sehr guten Freund in Kolumbien. Oscar heisst er und wie es der Teufel will wohnt er keine 50 km entfernt von dieser Fabrik. Also Oscar angerufen und die Daten per e-mail geschickt und wenige Tage später waren die Teile auf dem Weg nach Ecuador. Glück muss man haben. 3 Tage waren die Teile beim Zoll, dann war auch noch der Teufel los beiDelgado. Richard hatte Urlaub und Pablo wusste nicht mehr was er zuerst machen sollte aber irgendwann war dann doch alles fertig. Ich hoffe Pablo hat seinen Job gut gemacht. Das wird sich ja bei der Reise herausstellen.
Ende August konnte es dann endlich losgehen. Mein neuer Freund David
begleitet mich bis Quito. Wir nehmen die Route Cuenca, Ambato, Banos, Puyo, Tena durch den Oriente. Sehr zu empfehlen!

Pablo mit seinem Lehrling.

Pablo mit seinem Lehrling.

Im Hintergrund der Vulkan Tungurahua bei Banos.

Im Hintergrund der Vulkan Tungurahua bei Banos.

Am 8. September trennten sich unser Wege. David fuhr den selben Weg zurück nach Cuenca und ich weiter nach Norden. Übernachtung in San Isidro und am nächsten Tag auf nach Kolumbien. Um 8:15 Uhr bin ich an der Grenze. 5 Minuten und die Migracion ist passiert. Nun zum Zoll mein "Permiso" für das Moto abgeben. Das Büro ist geschlossen und man sagt mir der zuständige Beamte ist in einer Konferenz. Ich warte 1 1/2 Stunden. Dann wird es mir zu bunt ich frage wo die Konferenz stattfindet und gehe hin. Alle sitzen vor einer Leinwand. Es ist so eine Art Workshop. Ich bitte um die Bearbeitung meiner Angelegenheit und siehe da der zuständige Mann seht auf und geht mit mir ins sein Büro und 10 Minuten später bin ich fertig. 1/2 Stunde später ist auch die Grenze nach Kolumbien passiert. Man merkt gleich das hier ein ganz anderer Zug dahinter ist.Die trötteln nicht so rum wie die Ecuadorianer.

Im Oriente de Ecuador.

Im Oriente de Ecuador.

David

David

In der Nähe von Puyo.

In der Nähe von Puyo.

Die Grenze nach Kolumbien.

Die Grenze nach Kolumbien.

Landschaft bei Tunia (Popayan)

Landschaft bei Tunia (Popayan)

Die Strecke von Ipiales - Pasto - Popayan ist eine einzige
Kurvenorgie. Das Moped läuft perfekt und ich fliege meinem Ziel entgegen.
Ab und zu regnet es etwas aber nie so stark das ich die Regenkluft anziehen müsste. Gegen 5 Uhr passiere ich dann Popayan und wenig später in Tunia finde ich eine akzeptable Unterkunft. Hotel Tunia direkt an der Strasse mit Restaurant. 25 .000 Pesos. 1 US$ zur Zeit 1900 Pesos.
10.9.09 Auf nach Sevilla. Der Empfang ist recht herzlich. Oscar,ein super
Typ. Er hat auch gleich einen Mechaniker bereit der das Ventilspiel am Motor
überprüft. Pablo, der Mechaniker von Cuenca sagte mir das ich es nach 1000 km prüfen sollte. Gute Idee. Dabei stellte ich fest das er vergessen hatte die Schraube vom Schauloch festzuziehen. Glücklicherweise nichts passiert. Hätte böse Folgen haben können wenn ich sie verloren hätte. Eine Halterung meiner Zusatzlampen ist abvibriert. Mein linker Spiegel der schon sehr lose war wurde auch gleich repariert. Dann hat man mir noch das Zusatzrücklicht angschlossen. Alles für 10 US$. Oscar war inzwischen beim Reifenwechsler den Vorderreifen tauschen. Ersatz hatte ich dabei. 2 US$. Da kannst du nicht meckern.

Ankunft in Sevilla.

Ankunft in Sevilla.

Finka Alegria.

Finka Alegria.

Am Wochenende auf der Finka Tennis spielen und Yakuzzi geniesen.
Bin mir vorgekommen wie Gott in Frankreich. Am Montag sind wir dann mit
seinen zwei Quads durch die Berge in der Nähe von Sevilla gefahren. Am
Anfang hatte ich ja so meine Probleme aber nach 2 Stunden ging es dann ganz
gut. Es ist unglaublich was für Steigungen auf miserablen Wegen die Dinger
hochziehen. Da hätte ich mit dem Moped meine Probleme gehabt.

Kaffeepause. Plaza Central Sevilla.

Kaffeepause. Plaza Central Sevilla.

So läßt es sich leben.

So läßt es sich leben.

© Wolfgang Heiss, 2008
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 01.08.2009
Dauer: 6 Jahre
Heimkehr: 30.12.2015
Reiseziele: Ecuador
Kolumbien
Panama
Costa Rica
Nicaragua
Honduras
Guatemala
Belize
Mexiko
Der Autor
 
Wolfgang Heiss berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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