Peru-Reisebericht :Von Pattaya nach Zittau

Vinicunca - Rainbow Mountains: Vinicunca zum Ersten

Ich bin gegen 4 Uhr wach und könnte los. Aber ohne Kaffee will ich nicht. Außerdem müsste ich im Dunkeln 32 km Feldweg fahren und höllisch auf Lamas und Passanten achten. Nöö, ich gehe mittags, wenn die Sonne scheint.

Es ist ein herrlicher Tag. Wie immer ist der Parkplatz gut mit Minibussen gefüllt. Die Fahrer vertreiben sich die Zeit mit Fußballspielen. Ich werfe einen neidischen Blick zu ihnen. Ich habe jetzt seit vier Monaten keinen Alkohol getrunken, was wie immer recht einfach war. Aber die Aussicht nie wieder Fußball spielen zu können, macht mich traurig.
Na egal, heute steht wandern auf dem Programm.

Die Farben sind einmalig und da der Aufstieg am Anfang recht flach ist, singe ich eine passende Schnulze aus den Ostsiebzigern vor mich hin.
Kennt das jemand, hoffentlich nicht]

Ich bin wirklich alleine unterwegs, weit und breit ist niemand zu sehen. Die Pferdehüter bieten mir ihre Dienste an, 40 Sol, gar nicht so teuer. Nee, morgen vielleicht. Es wird wolkiger und die Sonne lässt sich nur selten sehen.

Keine Ahnung was das ist, aber das gibt es hier überall.

Keine Ahnung was das ist, aber das gibt es hier überall.

Und sowas.

Und sowas.

Ein Blick zurück.

Ein Blick zurück.

Ja. es könnte etwas mehr Licht sein.

Ja. es könnte etwas mehr Licht sein.

An dieser Stelle kam dann ein kleines Mädchen mit einem Ticketblock, 10 Sol.

An dieser Stelle kam dann ein kleines Mädchen mit einem Ticketblock, 10 Sol.

O je, hoffentlich spielt das Wetter mit. Ich laufe trotz allem sehr, sehr langsam. Ich fühle ständig meinen Puls. Er fühlt sich gut an, mein Herz schlägt kräftig. Ich will die Anzahl um die 120 Schläge pro Minute halten, um bloß kein Risiko einzugehen. Außerdem habe ich 200 mg Aspirin geschluckt und Standby - Tabletten mitgenommen. Die tägliche Dosis hatte ich schon vor einiger Zeit abgesetzt. Irgendwie fühlt sich das nicht gut an und mein Taschentuch war immer blutig.

Irgendwann kurz vor dem Ziel kam mir dann der Tross entgegen.

Irgendwann kurz vor dem Ziel kam mir dann der Tross entgegen.

Das letzte Stück wird noch mal richtig hart. Doch trotz fehlender Sonne ist es einmalig hier.

Das letzte Stück wird noch mal richtig hart. Doch trotz fehlender Sonne ist es einmalig hier.

Ich bin oben, super. Und ich habe, wie gewünscht einen unverstellten Blick auf diese wirklich außergewöhnliche Natur.

Ich bin oben, super. Und ich habe, wie gewünscht einen unverstellten Blick auf diese wirklich außergewöhnliche Natur.

5025 m

5025 m

Leider kann ich nicht lange bleiben, es weht ein eisiger Wind.
Auf dem Weg nach unten denke ich Schade, dass kein gutes Licht war. Es sah nicht so aus, wie auf den Bildern. Doch fühle mich gut. Vielleicht gehe ich einfach morgen noch einmal und nehme mir ein Pferd.

© Bernd Feurich, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Insgesamt habe ich in den letzten 20 Jahren 5 bis 7 Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet. Die letzten zwei Jahre war ich fast am Stück dort gewesen. Jetzt ist das Ende des Geldes abzusehen und ich reise in östliche Richtung über die Pazifikinseln und Südamerika nach Deutschland zurück.
Details:
Aufbruch: 04.01.2016
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 15.12.2016
Reiseziele: Thailand
Philippinen
Fidschi
Neuseeland
Französisch Polynesien
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Bernd Feurich berichtet seit 26 Monaten auf umdiewelt.
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