Peru-Reisebericht :Von Pattaya nach Zittau

Vinicunca - Rainbow Mountains: Sibinacocha

Heute mache ich einen Daytrip zum Stausee Sibinacocha. Es gibt nicht viel zu sagen, nur viel zu staunen.

Zuerst geht es hinauf auf den Pass.

Zuerst geht es hinauf auf den Pass.

Von dort erstreckt sich eine riesig Hochebene mit vielen Seen, umrandet von schneebedeckten Bergen.

Sibinacocha

Sibinacocha

Der See liegt auf 4900 m. Die Luft ist dünn und klar. Die Farben sind einmalig und es herrscht eine himmlische Ruhe.

Mein Navi macht keine oder unklare Angaben, da weder die Garmin - Karten noch die OSM Karten in dieser Gegend viel hergeben. Ich möchte gerne weiter fahren bis zur befestigten Straße in ca. 100 km, bin mir aber nicht sicher, ob der Sprit reicht.

In der nächsten Ortschaft frage ich nach Gasolina und werde in zweitem Laden fündig. Es gibt nur 80 Oktan in Colaflaschen zu erhöhten Preisen, aber das ist okey. Jetzt sind es vielleicht noch 300 km bis zum Hostal, aber davon sind 200 km Asphaltstraße. Das sollte zu machen sein. Also los.

Irgendwo weicht das Navi deutlich vom Weg ab und ich glaube ich muss auf die andere Seite des Tales.

Die Flussdurchfahrt macht Spaß, denn das Wasser ist nicht tief.

Die Flussdurchfahrt macht Spaß, denn das Wasser ist nicht tief.

Leider war das aber keine gute Entscheidung. Der Weg wird immer schlechter und mir wird klar, dass ich hier nicht richtig sein kann. Ich fahre zu einem Gehöft und möchte mich nach dem Weg erkundigen. Gleich vier Hunde werfen sich bellend auf mich. Ich trete und kämpfe. Einer beißt wieder zu, aber nur halbherzig in die Hosen. Dann kommt die Bäuerin und die Situation beruhigt sich. Es sind nette und freundliche Leute und na klar, ich muss wieder zurück.
Ich suche mir einen ruhigen Fleck und mache erst einmal Mittag. Danach entscheide ich mich, doch zurück zu fahren.

Am späten Nachmittag bin ich wieder im Hostal. Es war ein herrlicher Tag und ich schlafe zeitig ein. Morgen mache ich den zweiten Versuch zu den Rainbow Mountains.
Gute Nacht.

© Bernd Feurich, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Insgesamt habe ich in den letzten 20 Jahren 5 bis 7 Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet. Die letzten zwei Jahre war ich fast am Stück dort gewesen. Jetzt ist das Ende des Geldes abzusehen und ich reise in östliche Richtung über die Pazifikinseln und Südamerika nach Deutschland zurück.
Details:
Aufbruch: 04.01.2016
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 15.12.2016
Reiseziele: Thailand
Philippinen
Fidschi
Neuseeland
Französisch Polynesien
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Bernd Feurich berichtet seit 27 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/21):
Dieter Butow 1501748115000
Hi Bernd, hoffe alles frisch bei Dir -wir hatten uns im hostal an der Laguna Co­lo­ra­do get­rof­fen. Dein blog ist inte­res­sant -bist viel rum ge­kom­men - werden uns Tipps holen fuer Gebiete wo wir noch nicht waren. Wenn Deine Leser anderes noch inte­res­siert, unser blog www.auf­pad­.com ist in­zwischen ziem­lich up to date. Wir kehren noch­mals Ende August nach Süda­meri­ka zurück Pa­ta­go­nien zu ber­ei­sen.­Gruss, Dieter und Karin
Anonym vom 7. Januar 1484413925000
Diesmal dif­fe­ren­zier­ter: ich war Rich­tung Osten schon an vielen Orten. Meh­rfach. O­ver­land von Frei­burg nach Nepal, anno 71 z.B. Viele Inseln (NZ) usw. Aber meine besten Touren waren zu­sam­men ca. 10000 km mit einer 250 trial durch die Wes­tal­pen. Mit Zelt. Volles Prog­ramm, Stra­ßen, Pässe und u­nend­lich Gel­ände. Des­we­gen finde ich Deine Fahrt mit dem Mo­tor­rad so ben­ei­dens­wert. Das würde ich auch mal wieder gerne machen. Bin aber jetzt 64 und fast zu alt dafür. Koor­di­na­tion, Gesun­dheit, Lei­dens­fähig­keit und so. Hab meine Maschi­ne vor Kurzem ver­kauft. Au­ßer­dem ist das Risiko Alleine riesig. Aber trot­zdem bin ich nei­disch. Auch auf so lange Pat­ta­ya. Ich war nur einen Monat dort. Mach weiter so. Man lebt nur ein Mal.
Antwort des Autors: Na da hast du doch viel erlebt und keiner kann dir die Erinnerungen nehmen. Ich habe noch Hoffnung, dass ich noch vor der Rente irgendwohin eine Tour machen kann. Kommt Zeit - kommt Ra(d)
Gruß, Bernd
Rachel 1484137624000
Ich habe dich die letzten an­der­thalb Jahre auf deiner Reise beg­lei­tet (und war in dieser Zeit selber mit meiner Familie drei­ein­halb Wochen in Thai­land auf Reisen) und war immer sehr angetan von deinen Bildern und deinen Er­leb­nis­sen, danke! Ja, wer den Rei­se­vi­rus in sich trägt, den hält es man­chmal nur mit Mühe in "ewig" den­sel­ben Gew­ässern. Ich wünsche dir alles Gute, gute Gesun­dheit und dass du auch dem kühlen Deuts­chland viel Po­si­ti­ves ab­rin­gen kannst!
Antwort des Autors: Das Gewässer ist fest zugefroren und die dicke Eisschicht hält alles, was auf ihn trieb gefangen. Doch tief unten, am Boden fließt es leise weiter. Irgendwann kommt der nächste Frühling, die Sonne wird das Eis brechen und der Fluss wird alles mit sich nehmen, was dort nicht bleiben will.