Peru-Reisebericht :Peru, Bolivien und Ecuador

Trujillo

Nachdem das Erdbeben 1970 Huaraz, Caraz und Yungay fast komplett zerstört hat gibt es dort keine koloniale Architektur mehr, das wird sich ab unserer nächsten Station, Trujillo am Pazifik nun ändern. Auch in den Städten weiter im Norden ist noch viel davon zu sehen.

Doch die Fahrt dahin war sehr spannend. Das erstemal sind wir mit einem "chickenbus" gefahren, sonst werden damit Hühner und sonstige Produkte von den Bauern zu den größeren Märkten gebracht. Da wir am Sonntag fuhren war nur ein lebender Truthahn an Bord. Die Reifen sollte man sich vor der Fahrt und mit dem Wissen dass es fast 2.000m runter geht besser nicht anschaun. Dazu ging die Fahrt durch den "Canon del Pato" da treffen die weißen und schwarzen Kordillieren aufeinander und nur der Rio Santo, die Trennlinie zwischn beiden Gebirgen,hat sich dazwischen sein Bett tief in die Felsen gefressen. Die Straße verläuft hier eng am Berg, links vom Bus hohe Felswände und rechts vom Bus die Schlucht des Rio Santa. Und der Bus ist mit guten 50km/h da durchgebrettert, der Fahrer fährt sie jeden Tag und kennt vermutlich jeden Stein. Immer wieder mal ist die Straße etwas abgerutscht aber noch reicht sie für eine Busbreite.

Trujillo selber ist eine der größten Städte Perus und liegt am Pazifik, die Altstadt ist sehr gut erhalten und es gibt von Mc. Donald bis zu Bioläden wirklich alles.

Nicht weit von Trujillo weg liegt Huanchaco, ein kleines Fischerdorf das heute viele junge Surfer anzieht. Das besondere dort sind aber die "Caballitos de Totora" Schilfpferdchen auf denen der Fischer wie auf einem Pferd sitzt, damit seine Netze auslegt und auch wieder einholt. Das Schilf dazu bauen die Fischer selber an und alle 3 Monate muss das Pferdchen erneuert werden. Diese Art der Fischerei stammt noch aus der Moche-Zeit. Um sich etwas dazuzuverdienen nehmen die Fischer auch mal Touristen auf ihren Caballitos mit. Mann kann hier sehr leckeren Fisch essen - Vorspeise ist meist Chevice (roher Fisch mariniert mit Limone und gewürzt mit Coriander und Chili), Hauptgericht Fisch mit Kartoffeln und Reis und dazu gibt es ein Getränk für 4,20 Euro

Unser Hotel ist sehr nett, gegenüber im Park steht ein Flammenbaum und von der Dachterasse aus kann man die Kolibris beim trinken beobachten. Auch jede Menge Sittiche sind hier unterwegs, man hört sie lärmen aber sieht sie meist erst wenn sie in großen Gruppen davonfliegen. Ansonsten ist es auch sehr laut, das liebste Stück am Auto der Peruaner ist die Hupe, die wird auch ständig und zu jeder Tages- und Nachtzeit benutzt.

Ansonsten war erst Konrad richtig krank mit Magen- Darm und eine Nacht bevor wir weiter wollten hat es mich getroffen. So sind wir noch eine Nacht länger hier geblieben und heute geht's weiter Richtung Berge nach Cajamarca als Zwischenstation. Wir fühlen uns auch fit genug zum weiterreisen.

Die Straße ist sehr schmal und viel Platz bleibt seitlich nicht mehr.

Die Straße ist sehr schmal und viel Platz bleibt seitlich nicht mehr.

Wenn dann mal keine Straße mehr zwischen beide Gebirge passt wurde ein Tunnel gegraben.

Wenn dann mal keine Straße mehr zwischen beide Gebirge passt wurde ein Tunnel gegraben.

An manchen Stellen sind durch die Herbstunwetter Stücke der Straße weggebrochen aber noch reicht es für den Bus

An manchen Stellen sind durch die Herbstunwetter Stücke der Straße weggebrochen aber noch reicht es für den Bus

Dann wird das Tal etwas breiter und der Bus beschleunigt auch wieder auf 75 km/h. Die Busse sind sehr karg ausgestattet, zeigen aber mit Leuchtschrift an der Decke die Geschwindigkeit an.

Dann wird das Tal etwas breiter und der Bus beschleunigt auch wieder auf 75 km/h. Die Busse sind sehr karg ausgestattet, zeigen aber mit Leuchtschrift an der Decke die Geschwindigkeit an.

Und dann kommt Huallanca und der interessanteste Teil der Fahrt ist vorbei.
Während der kommenden Stunden steigen immer wieder Verkäufer zu, machen ihre Geschäfte mit Obst, Empanadas oder gebackenen Hähnchen und steigen nach einigen km wieder aus .

Und dann kommt Huallanca und der interessanteste Teil der Fahrt ist vorbei.
Während der kommenden Stunden steigen immer wieder Verkäufer zu, machen ihre Geschäfte mit Obst, Empanadas oder gebackenen Hähnchen und steigen nach einigen km wieder aus .

Und nach dem umsteigen in Chimbote geht's über die Panamerikana nach Trujillo, viele km wo es nichts gibt als Sand, Steine, riesige Hühneraufzuchten. Näher bei Trujillo gibt es wieder Landwirtschaft mit Mais, Gemüse und auch mal  Spargelfelder

Und nach dem umsteigen in Chimbote geht's über die Panamerikana nach Trujillo, viele km wo es nichts gibt als Sand, Steine, riesige Hühneraufzuchten. Näher bei Trujillo gibt es wieder Landwirtschaft mit Mais, Gemüse und auch mal Spargelfelder

Trujillo liegt am Pazifik und es ist bedeutend wärmer dort.
An den leuchtend orange blühenden Flammenbäumen schwirren Kolibris.

Trujillo liegt am Pazifik und es ist bedeutend wärmer dort.
An den leuchtend orange blühenden Flammenbäumen schwirren Kolibris.

Noch ein rotebauchiger Kolibri. Sittiche machen in den Bäumen einen Riesenlärm, lassen sich aber kaum blicken. Man sieht sie nur beim schnellen  davonfliegen-

Noch ein rotebauchiger Kolibri. Sittiche machen in den Bäumen einen Riesenlärm, lassen sich aber kaum blicken. Man sieht sie nur beim schnellen davonfliegen-

Trujillo und seine Kolonialarchitektur

Trujillo und seine Kolonialarchitektur

Dazwischen die Glaspaläste der Banken

Dazwischen die Glaspaläste der Banken

Und immer wieder Casinos, alleine in der Fußgängerzone haben wir 4 große Casinos gesehen.

Und immer wieder Casinos, alleine in der Fußgängerzone haben wir 4 große Casinos gesehen.

Gedrängel vor einem Geschäft in dem gerade eine Verlosung stattfand. Zocken lieben die Peruaner  sehr.

Gedrängel vor einem Geschäft in dem gerade eine Verlosung stattfand. Zocken lieben die Peruaner sehr.

Wunderschöne alte Holzbalkone wie wir sie auch in Lima gesehen haben

Wunderschöne alte Holzbalkone wie wir sie auch in Lima gesehen haben

Schöne alte Holztüren sind hier noch viele zu sehen

Schöne alte Holztüren sind hier noch viele zu sehen

Und immer wieder Pflanzen wo immer es möglich ist und auch hier stehen oben noch Armiereisen raus und der obere Teil ist unverputzt, also istdas alte Haus immer noch eine steuerfreie Baustelle.

Und immer wieder Pflanzen wo immer es möglich ist und auch hier stehen oben noch Armiereisen raus und der obere Teil ist unverputzt, also istdas alte Haus immer noch eine steuerfreie Baustelle.

Im kleinen Nachbarort Huanchaco branden die Wellen des Pazifik ans Ufer. Der Badeort ist jetzt zum Winterbeginn hier ziemlich leer. Nur etliche hartgesottene Surfer sind im Wasser.

Im kleinen Nachbarort Huanchaco branden die Wellen des Pazifik ans Ufer. Der Badeort ist jetzt zum Winterbeginn hier ziemlich leer. Nur etliche hartgesottene Surfer sind im Wasser.

Auf dem Sand gibt es ganz viele kleine Krebse die man wegen ihrer guten Tarnung erst sieht wenn sie davonhuschen und in ihrem Sandloch Schutz suchen-

Auf dem Sand gibt es ganz viele kleine Krebse die man wegen ihrer guten Tarnung erst sieht wenn sie davonhuschen und in ihrem Sandloch Schutz suchen-

Die aufgereihten Schilfboote am Strand

Die aufgereihten Schilfboote am Strand

Fischer fahren mit ihren Schilfpferdchen genannten Booten raus um die Fische aus den Netzen zu holen

Fischer fahren mit ihren Schilfpferdchen genannten Booten raus um die Fische aus den Netzen zu holen

Die Beherrschung der Schilfboote bei Seegang erfordert Akrobatik.

Die Beherrschung der Schilfboote bei Seegang erfordert Akrobatik.

Die Ausbeute kann sich sehen lassen.

Die Ausbeute kann sich sehen lassen.

© Vera und Konrad L., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
5 Monate durch Peru, Bolivien und Ecuador, bleiben wo es uns gefällt und weiterfahren um neues zu entdecken.
Details:
Aufbruch: 14.05.2017
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 16.10.2017
Reiseziele: Peru
Bolivien
Ecuador
Der Autor
 
Vera und Konrad L. berichtet seit 11 Monaten auf umdiewelt.