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1.Exkursion - rund um Lüttich (Liège)
2. Exkursion - rund um Maastricht
Sint Truiden: St. Peter und St. Trudo
Maastricht: Liebfrauen und St. Servatius
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Im Rahmen eines Hochschulseminars führten vier Exkursionen zu kleinen und großen romanischen Kirchen, die alle ihre Besonderheiten gegenüber herkömmlichen Bauten der Romanik zeigten. Ausgangspunkt für die Tagesexkusionen war jeweils Aachen als Hochschulstandort
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Maastricht hatte im 12. Jahrhundert eine ähnliche architektonische Entwicklung wie Lüttich. In dieser Zeit wurde die Liebfrauenkirche verändert und der Westbau in seinen oberen Teilen neu gestaltet. Der regelmäßige Mauerverband aus Maastrichter Tuff ist gepflegter als die rauhe Wand aus kohlehaltigem Sandstein Lüttichs des 10. Jahrhunderts.
Westbau - karolingische Architektur im Kern
Die Liebfrauenkirche (ehem. Stiftskirche) liegt nahe dem Massufer am Rande der Altstadt.
Es handelt sich um eine stattliche Gewölbebasilika des 12. Jahrhunderts mit ausladendem Querschiff, Umgangchor und älterem Westbau. Dieses Westwerk, dessen unterer Teil auf ungefähr 990 zurückgeht, gilt als eines der besten Beispiele von den Turmmassiven der Kirchen Notkers. Es ist ein Rechteck von 19:6 m mit 7 Stockwerken, flankiert von zwei Treppentürmen. Vom Platz vor dem Westwerk wirkt die Basilika wie eine Festung als eine Kirche, da die karolingische Architektur völlig schmucklos und massiv aus grobem Mauerwerk besteht. Das Innere enthielt einen Westlichen Chor und darunter eine niedrige Krypta (umfassende Wiederherstellung Anfang des 20. Jh.).
Blick vom Kreuzgang auf die Westbautürme
Ostapsis mit zwei Flankentürmen
Das Langhaus schließt in einer breiten Ostapsis mit Umgang zwischen Flankentürmen, (1889 außen erneuert). An den Säulen der doppelgeschossigen inneren Arkadenreihen befinden sich reich verzierte Kapitelle, die man leider wegen der Dunkelheit in der Kirche nicht 'festhalten' kann.

Die zweite zur Maasromanik gehörende Kirche liegt am großen Platz - dem Vrijthof - am westlichen Ende des Stadtzentrums, auf dem in den angrenzenden Restaurants unter Markisen - selbst im Winter unter Infrarotstrahlern - draußen gesessen wird und regelmäßig viel los ist.
St. Servatius
Auch die ehemalige dreischiffige Basilika St. Servatius (1039 geweiht) hat mehrere aufeinanderfolgende Veränderungen im 11. und 12. Jahrhundert erfahren: Verlängerung des Langhauses, Anfügen eines Querschiffs (1070), Errichtung eines neuen Chors (um 1160) oberhalb der Hallenkrypta.
'neuer' Westbau
Fassade des Westbaus - im oberen Geschoß ist der Kaisersaal
Mit diesen Veränderungen ersetzte man im Laufe der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts den Westbau Notkers durch einen erheblich größenen "Kasten". Er ist vergleichbar mit dem Westbau von St. Barthélemy in Lüttich. Das Obergeschoß über dem Gewölbe der West-Chorhalle wurde als sog. Kaisersaal ausgebaut.
Ostchor mit Flankentürmen - vgl. romanische Kirchen am Rhein
Die Ostapsis zwischen Flankentürmen findet mit ihrer Geschoßgliederung Vergleichsbauten bei den klassischen Chören um 1150/60 am Rhein.
Im Inneren - Blick in die Ostapsis
reichhaltig skulptierte Kapitelle - wie auch in der Liebfrauenkirche
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| Christian Wiltsch | ||
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"Eher Wandelhalle als Kreuzgang" Was soll dieser Kommentar? Von Ahnungslosigkeit zeugen? Ein Kreuzgang ist immer eine Wandelhalle. Hier war der geistliche Kernbereich des Klosters, wo absolutes Schweigen galt, und wo der Mönch/ die Nonne immer im Viereck herum wandelte, um über theologische Fragen zu sinnieren. Das Gärtchen im Zentrum besaß in der Mitte in aller Regel einen Brunnen (Quelle des Lebens, Symbol für Christus und Gott), während vier Wege das Gärtchen teilten. Sie symbolisierten nicht nur durch ihren Grundriss das Kreuz, sondern führten symbolisch zu den vier Enden der Erde (Nord-Ost-Süd-West). Der wandelnde Mönch /die Nonne befand sich dabei stets am sündigen, irdischen Ende. Das Gärtchen war oft ganz ohne Zugang, d.h. man musste über das Mäuerchen unter den Säulen steigen, um dorthin zu gelangen. das Mäuerchen symbolisierte die Sünde, die den Mensch von Gott trennte. Mit diesen Symbolen behaftet war normalerweise jeder Kreuzgang eine Wandelhalle, wo man dann immer um den Brunnen (Quelle des Legens) kreiste, wissend, dass man nur über das (Wege-) Kreuz zum Brunnen kommen kann, d.h. durch den Tod. | ||
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Anmerkung des Autors:
Vielen Dank für die Belehrungen îm theologischen Bereich - es handelt sich jedoch um einen Bericht zur romanischen Architektur! | ||
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