Ich plane eine Reise die mich über den Landweg von Deutschland - Osteuropa - Naher/Mittlerer Osten - Indien bis nach Lhasa führt. Zurück will ich über die ehemaligen Sowjetstaaten reisen und schließlich in der Türkei entscheiden ob es über die Ex-Jugoslawienstaaten oder erneut Osteuropa zurückgehen soll.
Von Skopje aus ging es weiter in rund 3 Stunden nach Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Dort angekommen, wollte ich zunächst am liebsten weiterreisen, da mich die Peripherie der Stadt etwas abschreckte: monoton aussehende Häuser, Dreck wo man hinsieht und relativ viel Verkehr. Ich beschloß dennoch, wenigsten in die Stadt zu laufen da ich hier wohl nicht mehr herkommen werde. Im Zentrum wurden meine Ohren aufmerksam: Blasmusik, die sich noch dazu deusch anhörte verwöhnte meine Sinne. Ich folgte dem angenehmen Klang und fand die deutsche KFOR - Truppe, die ein kleines Konzert veranstaltete. Mit weiteren 30 Leuten lauschte ich den schönen Melodien für einige Zeit und machte mich danach zur nahegelegenen Moschee auf. Ein interessantes Bild tat sich mir dort auf: westlich gekleidete Männer, in Jeans, Nikewaer, Adidashosen etc. eilten zur Waschstelle um dem nahenden Gebet beizuwohnen und damit dem muslimischen Freitag Rechnung zu tragen. Es war hochinteressant für mich dies zu sehen, speziell nachdem ich so viele verschiedene Ausprägungen islamischer Kultur erlebt und gesehen habe. Die Herzen der Männer scheinen im Islam sehr ähnlich zu schlagen, und so wurde der deutsche Gast auf ein Getränk eingeladen und durfte abermals von der unübertreffbaren Gastfreundschaft der Muslime profitieren. Die Hotelsuche stellte sich als äußerst kompliziert heraus, zumal ich ohne jedwede literarische und mündliche Information in den Kosovo reiste. Letztendlich habe ich noch ein Hotel gefunden, in dem ich mich für wenig Geld einquartieren konnte. Am Folgetag ging es mit dem Bus weiter nach Monte Negro.