Albanien-Reisebericht :Korfu und Albanien

Reiseführer und andere Märchenbücher

der Strand von Mirtiossa

der Strand von Mirtiossa

Landkarten auf Corfu

12.Juli 2015
Um 8:00 Uhr werde ich wach, es gibt auf dem Balkon und den Beschluß: Heute wandern wir nach Glyfada! Angeblich nur 4km entfernt, soll es dort einen schönen Strand geben. Mittlerweile habe ich 3 Landkarten, wo der Ort jedesmal anders eingezeichnet ist und Straßen etwas spontan gezeichnet sind. Was solls! Wir schaffen das, orientieren wir uns an der Sonne und das Meer muss immer rechts sein.
Es ist eine Wanderung durch 2 hübsche kleine Orte, wir bewundern Häuser und Gärten, fast alles sehr aufgeräumt und in verschiedennen Größen. was wir vermissen sind Ortsschilder und Hinweisschilder. Vorbei an einer Kirche und noch ein Stück, mittlerweile sind wir eine Stunde unterwegs, stoßen wir endlich auf ein Hinweisschild, darauf steht: Glyfada 3km! Alternativ nach rechts nach Mirtiossa 1km. Ich hatte zuvor gelesen, dass es auch dort einen schönen kleinen Strand geben soll, also rechts entlang!
Ein Kilometer kann ganz schön anstrengend sein, wenn es soooooooooo steil bergauf und bergab geht. Fühlte ich mich gestern als Bergziege, dann ist das heute erst recht der Fall. Unser Wasser geht zur Neige, aber wir finden den Strand: klein, Sandstrand mit ein paar Felsen. Schön. Sonnenschirme und Liegen werden vermietet, aber der Anstieg und Abstieg täglich wäre mir zu viel. Unterwegs haben wir einen kleinen Laden gesehen, welcher nun unser Ziel für eine Pause sein soll.
Komisch, wie schnell einen die Beine tragen, wenn man ein Ziel vor Augen hat. Ich stürze mich sofort auf die Kühltruhe, um einen Eiskaffe bekannter Marke zu erstehen. Da weist mich die Besitzerin darauf hin, dass sie uns auch einen Frappee machen kann, das wäre doch viel billiger. Super, nehmen wir und noch einen riesen Dounut und alle Strapazen sind vergessen! Nach dieser Rast geht es heimwärts nach Ermones.
Völlig k.o. relaxen wir den Rest des Tages, gerade noch zum Essen tragen mich heute meine Beine.

wandern die 2. und die Weiterreise nach Sarande

13.Juli 2015
Heute morgen ist es kühl, der Nebel hängt tief, die Bergkuppen sind verschwunden. Was also heute machen?
Erwins Vorschlag: Wandern wir andersherum zum Dounutessen und die Hauptstrasse durch den Ort zurück. Na klar, schaffen wir mit links!
Nach einem kräftigen Frühstück geht es los.
Ermones hat außer Ferienwohnungen und 2 kleinen Märkten, die preiswerter sind als direkt am Strand, nicht viel sehenswertes, das wissen wir nun.
Auf dem Rückweg kommen wir an 2 verlassenen Ferienanlagen vorbei, die sicher einmal schön gewesen sind. Ich werfe auch einen 2. Blick drauf, dann gehen wir zurück.
Essen bei Georges, einkaufen, lesen. So endet unser letzter Tag.

14.Juli 2015
Unser letztes Frühstück, den Rest der Sachen einpacken und dann machen wir uns auf den Weg. Als ich den Schlüssel bei George abgeben will, fragt dieser, ob es denn nun nach Hause geht. Ich erzähle ihm unsere Pläne und er greift sich spontan seinen Autoschlüssel und verkündet: Ich fahre euch zum Bus! So sind die Griechen, freundlich, hilfsbereit, nett...Wir bedanken uns vielmals und dann kommt auch schon der Bus.
Gleiches Prozedere, aber wir kennen uns ja aus.
In Kerkyra angekommen wandern wir zum Hafen, kehren unterwegs noch auf einen Kaffee ein und gehen dann zum Terminal. (Green Bus Terminal zum Fährterminal läuft man etwa 20 min.)
Dort ist gerade ein Kreuzfahrtschiff eingelaufen und entsprechend viel los.
Aber auf der Seite für Albanienreisende geht es eher ruhig zu. Nach einer Wartezeit erscheint eine Frau, die will unsere Pässe/ID sehen. EU Bürger winkt sie mit einem kurzen Blick durch, den anderen widmet sie einige Sekunden mehr. Nun warten wir auf unser Schiff. Abfahrt sollte 13:00 Uhr sein, wir verspäteten uns um 30 min., dann ging die Fahrt los. Die Tickets wurden gründlicher kontrolliert als die Pässe.
Man kann oben an Deck in der Sonna oder klimatisiert innen sitzen. Wir entschieden uns für innen.
Von ferne konnten wir schon Land sehen, karg, mit vereinzeltem Grün. Ganz anders, als Corfu.
Nach 90 min Fahrt kommen wir an. (Uhr muss wieder eine Stunde zurück gestellt werden!)Auch hier eine Passkontrolle in einem kleinen Raum. Die Dame war sehr gründlich, tippte ewig auf ihrem PC, aber dann durften wir ins Land. Vor der Tür schrie es gleich Taxi, TAxi....Es ist hier wie überall.
Wir laufen erst einmal los, wir müssen ja Geld tauschen. Gleich am Hafen soll es einen Automaten geben. Wir fanden bloß keinen.(Später stellten wir fest, wir hatten den falschen Ausgang!) So wanderten wir die moderne Strandpromenade entlang, ich setze Erwin und das Gepäck ab und machte mich auf den Weg zu einer Bank. Im Schalterraum waren nur 2 Kunden, aber trotzdem dauerte es ewig. Wahrscheinlich stehen deswegen Stühle für die Kunden bereit. Bloß gut war der Raum gut klimatisiert.
Mit Lek ausgestattet, eilte ich zu meinem Erwin, der schon dachte ich sei verlorengegangen.
Am Ende der Promenade ist ein weiterer Taxistand, ein Fahrer bot an, uns die 4km zu unserem Hotel für 4 Euro zu fahren. Ha! Euro, warum habe ich mir die Mühe des Tauschens gemacht?
Nach der obligatorischen Frage woher wir denn kommen, sprach er mit uns deutsch. Ererzählte, dass hat er sich selbst aus einem Buch beigebracht, er will ja auf deutsche Touristen vorbereitet sein. Dafür hat er meine Bewunderung! Mehrere dicke Wörterbücher verschiedener Sprachen liegen auch auf seiner Ablage, der Mann ist wirklich tüchtig! Natürlich will er uns auch ein paar Touren anbieten, aber das lehnen wir ab, wir haben ja nur 4 Tage und diese schon verplant.
Wir beziehen unser Zimmer und erkunden die Umgebung, gehen eine Runde baden, essen zu abend und freuen uns auf den nächsten Tag.
Hier ist das Meer viel sauberer und wärmer als auf Corfu.

© Beate Ziegler, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Um ein paar Taage im Juli abzuschalten und nicht dahin zu reisen, wo es Touristenmassen gibt, ist nicht ganz einfach. Albanien ist da das Ziel, wo sicher nicht so viele Touristen unterwegs sind...........dachte ich! Trotzdem relaxte 10 Tage erlebt.
Details:
Aufbruch: 09.07.2015
Dauer: 10 Tage
Heimkehr: 18.07.2015
Reiseziele: Albanien
Der Autor
 
Beate Ziegler berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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