Albanien-Reisebericht :Korfu und Albanien

Sarande

Das antike Butrint

15.Juli2015
Im Fernsehen hatte ich einen Beitrag über Butrint in Albanien gesehen und heute wollten wir uns selbst ein Bild dieser Stätte machen.
Frühstück gab es auf der Terasse und ich sah Busse mit der Aufschrift Butrint vorbeifahren, aber nirgendwo eine Haltestelle.
Ich fragte unsere nette Rezeptionistin, die mir erklärte, man bedeutet dem Fahrer mit Handzeichen, dass man mitfahren möchte, falls er nicht voll ist, dann hält er an.
Also stellten wir uns an den Straßenrand, genaue Abfahrtzeiten konnte uns die Dame nicht sagen, ich tippte auf jede halbe Stunde.
Da kam auch schon der Bus. Ich setzte mein freundlichstes Lächeln auf und winkte - der Fahrer auch sein Blick drückte Bedauern aus, denn der Bus war mehr als voll.
Das bedeutet erneut warten, wir beschlossen, dem Bus etwas entgegenzugehen. Unter einem schattigen Baum warteten wir. Hier standen schon 2 Frauen und ein Mann in schwarzer Kleidung, die auch auf den Bus warteten. Ich gehe davon aus, dass sie zu einer Beerdigung wollten.
Es näherte sich der nächste Bus, mein freundliches Winken, Bus ist voll, aber dann hält er doch und wir dürfen uns noch reinquetschen. Ich glaube in einer Ölsardinendose ist mehr Platz. Nur nicht meckern, wir hätten ja auch ein Taxi nehmen können!
Ich fing an Schilder im Bus zu lesen:
Bitte das Wechselgeld hier entnehmen! oder:Keine Unterhaltung mit dem Fahrer während der Fahrt. Kein Aufenthalt in diesem Bereich.....
Alles in Deutsch, woher diese Busse wohl stammen?
Die Klimaanlage funktioniert aber bei der Menschenmenge steht die Luft trotzdem. Noch einige Male anhalten, dann leert es sich etwas und wir bekommen einen Sitzplatz. Kassiert wird, wenn die Leute aussteigen, denn die Dame kann sich unmöglich durch den Bus bewegen. Die Tür steht während der Fahrt offen, das sorgt für ein zusätzliches Lüftchen.
Die 18km lange Fahrt kostet 100 Lek (70Cent) und dauert 1 Stunde.
Im Bus hing ein Schild mit den Rückfahrzeiten, darauf machte der Fahrer uns aufmerksam! Mit uns fuhren natürlich auch andere Touristen mit Ziel

Butrint.
Wir bezahten 700 Lek Eintritt pro Person, erhielten eine Karte der Ausgrabungsstätte, die gibt es auch auf deutsch, und machten uns auf den Weg. Alles ist gut beschriftet und ordentlich. Man wandert viel unter Bäumen, so dass die Hitze zum Aushalten ist. Alles in allem fanden wir Butrint sehenswert. In 2 Stunden kann man auch alles in Ruhe ansehen.
Wir tranken noch eine Cola im danebenliegenden Restaurant und fuhren mit dem Bus 13:30 Uhr wieder nach Sarande.
An der Promenade stärkten wir uns jeder mit einem Frappee und einem Schmalzkringel. Das kostete die Unsumme von 2,50€!
Ziel des Tages ist es ja auch noch die Fährtickets für den Rückweg zu erwerben. Nach einer kurzen Suche, um das Büro zu finden, konnten wir unsere Tickets kaufen. Man benötigt zum Kauf die ID oder den Pass. Es wird alles genau auf dem Ticket vermerkt!
Wir wandern zum Hotel zurück und nutzen den Weg auch, um in verschiedenen Läden nach den Angeboten zu sehen. WIr finden Minimärkte und auch größeree Supermärkte. Das Angebot umfaßt alles, was ein deutscher Supermarkt auch hat, vielleicht sogar mehr.
Überall sind Restaurants zu finden.
Am Straßenrand sitzen ältere Herren mit Schildern: Apartment for rent!
Es gibt also immer Zimmer. Alles sieht neu und komfortabel aus. Allerdings stimmt das Verhältnis nicht. Es gibt gar nicht so viel Strand, Straßen sind nicht für die Menge an Gäste ausgelegt und der Bauboom ist noch nicht zu Ende!
Wir springen nur noch ins Wasser. Es ist herrlich! Aber der Steinstrand ist doch nervig. Da es gleich tief reingeht wird man von den Wellen mitgerissen. Badeschuhe sind dringend nötig. Selbst ich, als abgehärteter Barfüßler stoße an meine Grenzen.
Abendessen im Grillrestaurant, etwas lesen - und wieder ist ein Tag um.

Strandtage

16.Jul2015
Da der Strand vor unserer Nase uns zu steinig war und es uns an der Promenade besser erschien, wollten wir heute dorthin.
Nach dem Frühstück packten wir unsere Strandsachen und wanderten los.
Die Enttäuschung ist groß. 1. es gibt keine freien Liegen mehr
2. beim näheren hinsehen ist das Wasser nicht so klar
3. Steine im Wasser mit Algen belegt nd glitschig
Ich bin traurig und Erwin schlägt Frappee und Schmalzkringel als Entschädigung vor. Wir genießen es, beobachten eine Weile das Treiben am Strand und wandern zurück an den Hotelstrand.
Das ist dann doch die bessere Wahl. Für Liegen und Schirme bezahlen wir 500Lek und der Kellner bringt uns Frappee für 200 Lek an die Liege. Musik dudelt im Hintergrund, wir haben jeder ein Buch, so läßt es sich aushalten. Und was auch wichtig ist, es gibt Toiletten am Strand, Umkleidekabinen und Duschen.
Im großen Supermarkt um die Ecke gehen wir noch Wasser und Joghurt kaufen, zahlen mit Euro und bekommen Lek zurück. Der Wechselkurs steht angeschrieben und ist genauso, wie in der Bank. Das ist prima!

17.Juli 2015
Es gibt nichts zu berichten. Wir liegen faul in der Sonne, baden, essen, lesen, warten, dass der Tag vergeht. Und er vergeht leider viel zu schnell!

© Beate Ziegler, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Um ein paar Taage im Juli abzuschalten und nicht dahin zu reisen, wo es Touristenmassen gibt, ist nicht ganz einfach. Albanien ist da das Ziel, wo sicher nicht so viele Touristen unterwegs sind...........dachte ich! Trotzdem relaxte 10 Tage erlebt.
Details:
Aufbruch: 09.07.2015
Dauer: 10 Tage
Heimkehr: 18.07.2015
Reiseziele: Albanien
Der Autor
 
Beate Ziegler berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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