Bosnien und Herzegowina-Reisebericht :Auf dem Landweg nach Tibet und zurück

Podgorica - Sarajevo

Die Fahrt dauerte rund 8 Stunden. Eine Dame hinter mir beklagte sich beim Busfahrer über meine übel riechenden Socken, und er bat mich daraufhin meine Schuhe anzuziehen. Wahrscheinlich war ich nun schon zu lange weg von Europa, aber mir kam dies seltsam vor, auch wenn ich verstehen kann, daß Socken nach rund 3 Wochen nicht unbedingt angenehm riechen, zumal ich meine Schuhe auf der 8 monatigen Reise nur 1 Mal (in Pakistan) gewaschen habe. Aber, und das muß ich dazusagen, es gibt auch Reisenden die ihre Wäsche ordentlicher und öfter waschen, und hiermit verweise ich auf ein Kapitel meines Reiseberichts, das ich Hunza Tal nannte. Nun ja, ich wurde mit der Zeit des Waschens überdrüssig.
Sarajevo, die serbisch - bosnische Stadt die durch ihre Besetzung durch serbische Truppen und ihre Isolierung während des Krieges (92-95) berüchtigte Berühmtheit erlangte - auch die olympischen Winterspiele im Jahre 1984 trugen dazu bei, um einen Postivausgleich zu machen. Drei nette Junge Damen halfen mir meine Unterkunft zu finden - ein tolles Hostel im Zentrum der Altstadt. Interessant, wie sich der Islam über die verschiedensten Regionen Europas und Asiens ausbreitete. Für mich ist es interessant auf dieser Reise die verschiedenen Ausprägungen dieser Religion zu sehen. Wenige Länder ohne Islam habe ich bereist - der Anfang in Osteuropa, Georgien und Armenien waren genauso wie Nepal nicht islamisch geprägt, ansonsten waren alle von mir bereisten Orte auf eine Weise vom Islam beinflußt. Es war daher hochinteressant diese Länder zu sehen und die kleinen Unterschiede herauszufinden.
Sarajevo habe ich mir einen Tag für die Besichtigung Zeit genommen und mußte - ja staunt - am vergangenen Dienstag nach München aufbrechen. Mein Studium zu Hause, besser gesagt die Einschreibungsphase für bestimmte Kurse machten dies nötig. Vielleicht hat der eine oder andere Leser sich schon über "ü" und "ö" gewundert - ja ich bin nun zu Hause.

© Daniel S., 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich plane eine Reise die mich über den Landweg von Deutschland - Osteuropa - Naher/Mittlerer Osten - Indien bis nach Lhasa führt. Zurück will ich über die ehemaligen Sowjetstaaten reisen und schließlich in der Türkei entscheiden ob es über die Ex-Jugoslawienstaaten oder erneut Osteuropa zurückgehen soll.
Details:
Aufbruch: 14.02.2009
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: 15.10.2009
Reiseziele: Deutschland
Tschechische Republik
Polen
Ungarn
Rumänien
Bulgarien
Türkei
Georgien
Armenien
Iran
Pakistan
China
Tibet
Nepal
Indien
Bangladesch
Kirgisistan
Usbekistan
Mazedonien
Albanien
Montenegro
Bosnien und Herzegowina
Der Autor
 
Daniel S. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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Daniel über sich:
Hallo

ich komme aus dem tiefen Süden des Landes und Reisen ist meine Leidenschaft genauso wie Photographie.

Generell interessiere ich mich auf meinen Reisen für die Landessprachen, die Kultur, die Religion, die Menschen, die Politik und natürlich gehe ich auch meiner Leidenschaft, der Photographie nach.

"Voyager, c'est l'ecole de la vie !"

"A man becomes old when his regrets take the place of his dreams"

"Wer den Duft der großen weiten Welt nicht geatmet hat, der hat niemals gelebt."

Oder wie schrieb es einst Hermann Hesse in seinem Gedicht Stufen: "Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen (...) des Lebens ruf an uns wird niemals enden ..."