Bulgarien-Reisebericht :Balkanreise mit Campingbus & Fahrrad 2005

Ankunft in Bulgarien

Dienstag, den 20.September 2005
Das Frühstück mit landesüblichen Spezialitäten und einem herrlichen Yoghurt läßt keine Wünsche offen, unsere Stimmung hellt sich wieder auf. Wir bezahlen und ich bekomme eine weitere Quittung "für die Kontrolle an der Grenze", wie man mir sagt. Und tatsächlich, die serbische Grenzkontrolle interessiert sich hauptsächlich für eben diese Quittungen. Was hätten wir nur gemacht, wenn wir wieder im Freien hätten campen können? Vielleicht ein Glück, dass wir den Regen abbekommen hatten.

Novemberstimmung in der Hochebene in Bulgarien.....

Novemberstimmung in der Hochebene in Bulgarien.....

Die bulgarische Grenzbeamtin läßt uns auf die Kopie der grünen Versicherungskarte anstandslos ins Land, aber wir müssen eine Desinfektionsgeführ von 2 Euro und eine Straßenvignette für 4 Euro für eine Woche Straßenbenutzung in Bulgarien berappen. Man entläßt uns mit den Worten, das Wetter in Bulgarien sei leider schlecht und werde sich auch in der nächsten Woche nicht ändern. Immerhin regnet es nicht, von Sonne aber keine Spur. Aber auf der Nebenstraße, in die wir rechts einbiegen, ist kein Autoverkehr, also mal wieder Zeit zum Radeln.
Damit meine lange Hose nicht naß werden kann, fahre ich in kurzer Hose, bei 12 Grad immerhin ein Wagnis, aber dass es nur 12 Grad sind, weiß ich noch nicht. Ich lege ein ziemliches Tempo vor, und an den Steigungen werde ich auch leidlich warm. Armut wieder auf beiden Seiten der Straße, Fensterscheiben in bewohnten Häusern, die einmal kaput gehen, werden mit Hartfaserplatten ersetzt, Brachflächen auf den Hochebenen, die im Sommer sonst in der trockenen Hitze flirren, sehen jetzt spätherbstlich aus. Überall tropft es von Bäumen und Sträuchern. Spätsommer ? Wir besuchen ein kleines Kloster vor Rakovica und kommen abends zu den Höhlen bei Rabisa Magura, in denen uralte Steinzeitfelszeichnungen zu bewundern sind. Doch wir kommen zu spät und überlegen nun, ob wir auf dem Parkplatz vor der Höhle zelten sollen. Krystof geht mal in das Zweisternehotel am Parkplatz fragen, was denn eine Übernachtung kosten würde. 30 Lewa zusammen, das sind gerade mal 15 Euro, da gibt es nicht viel zu überlegen, wir nehmen ein Doppel- und ein Einzelzimmer, sogar mit Mückengittern.

6 Mönche, alle über 70, betreiben dieses Kloster noch

6 Mönche, alle über 70, betreiben dieses Kloster noch

Immerhion kann man sich schon einmal über die Höhle informieren

Immerhion kann man sich schon einmal über die Höhle informieren

© Manfred Sürig, 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein polnischer Freund stellte seinen Uralt-VW-Bus "BULIK" zur Verfügung, damit er einmal in seinem Leben nach Griechenland kam. Seine Deutschen Freunde hatten sich auf ein Abenteuer eingelassen, das am Ende aber gut ausging.
Details:
Aufbruch: 04.09.2005
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 09.10.2005
Reiseziele: Polen
Slowakei
Ukraine
Ungarn
Rumänien
Bulgarien
Griechenland
Serbien
Der Autor
 
Manfred Sürig berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt. Manfred über sich:
pensionierter Zentralbanker, der zwischen 65 und 80 noch Europa hautnah erleben will, besonders die nun zugänglichen Länder im östlichen Europa. Fahrradreisen 2000 in die Slowakei, 2001 Tschechien/Slowakei,2002 Slowakei und Ungarn, 2003 Rumänien, Bulgarien und Ukraine, 2004 Ukraine Rumänien und Moldawien und 2005 durch den ganzen Balkan, 2006 wieder in die Slowakei und 2007 mal in die Schweiz und nach Frankreich, 2009 und 2010 wieder nach Tschechien und in die Slowakei, ab 2011 mit Enkel Dominik jedes Mal auf einen anderen hohen Berg zu Fuß in der Tatra, den Waldkarpaten und in der Mala Fatra.
Zweites Hobby: Segeln, nach dem Eintritt in den Ruhestand wird auch mal im Winter Urlaub gemacht, da bietet sich die Karibik an. Seit 2007 nun immer mit demselben Vercharterer aus Trinidad