Griechenland-Reisebericht :Unterwegs in der Bergwelt Norgriechenlands und Südalbaniens

Ioannina und die Tropfsteinhöhlen von Perama

Nun verlassen wir die Bergwelt und fahren nach Ioannina, das direkt am Pamvotis-See liegt, an dessen Ufer sich ein hübscher Campingplatz findet (24,00 €/Nacht). Nachdem wir getankt, eingekauft und uns am Automaten mit Geld versorgt haben, fahren wir zu den zwei Kilometer entfernten Tropfsteinhöhlen von Perama. Es startet gerade eine Führung. 45 Minuten lang führt ein Anstieg durch die wunderbare Welt der Stalagmiten und Stalaktiten wieder ans Tageslicht. In den Souvenirläden, die sich rund um den Eingang der Tropfsteinhöhle angesiedelt haben, erstehe ich Silberohrringe und CDs mit griechischer Musik. Freudig drückt mir der Händler den Kassenzettel in die Hand: "This is for Mr. Papandreou!"

Der nächste Tag gehört der Stadtbesichtigung. Ioannina wurde 1430 von den Türken erobert und stieg zwischenzeitlich sogar zum Sultanssitz auf. Ein buntes Völkergemisch lebte in der quirligen Handelsmetropole. Wir machen uns auf in die verwinkelten Gassen der Altstadt, die noch stark von der fast 500 Jahre dauernden osmanischen Zeit geprägt ist.

Ioannina: Ali-Pascha-Mausoleum in der alten Palaststadt

Ioannina: Ali-Pascha-Mausoleum in der alten Palaststadt

Wir durchqueren ein großes Tor in der Umfassungsmauer der ehemals mächtigen Festung und befinden uns im Inneren der weitläufigen Palaststadt. Von weitem sehen wir das Ali-Pascha-Mausoleum, eine ehemalige Moschee mit Minarett, aufragen. Ali Pascha stammte aus der Stadt Tepelene im heutigen Albanien. Nachdem er von der Hohen Pforte Ende des 18. Jahrhunderts als Gouverneur in Epirus eingesetzt worden war, machte er sich bald vom Osmanischen Imperium unabhängig und baute sein eigenes Reich auf, das Teile des heutigen Nordgriechenlands und Südalbaniens umfasste. Die schillernde Persönlichkeit des "Löwen von Ioannina" hat Lord Byron, der einige Zeit an Ali Paschas Hof in Ioannina zu Gast war, in seinen Erzählungen beschrieben. 1822 wurde Ali Pascha von den Osmanen ermordet.

Ioannina: Moschee

Ioannina: Moschee

Neben dem Mausoleum befindet sich das sehenswerte Byzantinische Museum mit einer wunderbaren Ikonen-Sammlung. Dann geht es entlang der inneren Stadtmauer zur Aslan-Aga-Moschee, in der das Ali-Pascha-Museum untergebracht ist. Unterhalb befindet sich die leider nicht zugängliche alte osmanische Bibliothek.

Jetzt spazieren wir zur außerhalb des Burgbezirks gelegenen Anlegestelle, von der die Boote zur Klosterinsel abfahren. Die Klöster, die sich auf dem Inselchen befinden, werden heute noch bewirtschaftet.

Ioannina: Pamvotis-See

Ioannina: Pamvotis-See

Zurück von diesem Ausflug schlendern wir entlang der von Cafés und Restaurants gesäumten Seepromenade, um uns eine nette Taverne für das Abendessen zu suchen.

© Angelika Gutsche, 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Diese Reise führt in das in Nordgriechenland und Südalbanien gelegene Pindos-Gebirge. Daneben besuchen wir die Stadt Ioannina, die Meteora-Klöster und antike Ausgrabungsstätten wie Dodona in Griechenland und Amantia in Albanien.
Details:
Aufbruch: 20.07.2011
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 09.08.2011
Reiseziele: Griechenland
Albanien
Der Autor
 
Angelika Gutsche berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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