Bahamas-Reisebericht :12 Wochen mit Uli auf den Bahamas

Moinsen,
so, jetzt habe ich mich, nachdem ich nun schon ueber 3 Wochen auf Cat Island bin, dazu entschlossen, so einen komischen Blog oder wie das heisst zu schreiben, damit alle, die daran Interesse haben, verfolgen koennen, was ich hier so treibe. Da mein Internetzugang nur unregelmaeesig zur Verfuegung steht, werde ich auch nicht taeglich aktualisieren koennen. Also dann mal los....

Die ersten drei Wochen mal zusammengefasst

Ich arbeite hier in einem kleineren Hotel mit 40 Betten. Das Hotel liegt auf Cat Island, einer von 700 Inseln der Bahamas. Frueher, genauer gesagt bis vor ca. 80 Jahren, hiess die Insel noch San Salvador, da man davon ausging, dass Kolumbus hier zum ersten mal die "Neue Welt" betreten hat. Nachdem Anfang des letzten Jahrhunderts jedoch noch einmal alle Tagebuecher und Notizen von Kolumbus gesichtet wurden, kam man zu dem Entschluss, dass es nicht San Salvador ( Cat Island) gewesen sein kann, sondern eine Insel etwa 100 km weiter oestlich. Und so bekam diese Insel den Namen San Salvador und die meine wurde in Cat Island umbenannt (angeblich nach einem Piraten Namens Arthur Cat).
Cat Island ist etwa 70km lang und durchschnittlich 5km breit.
Mein Hotel liegt auf der Atlantikseite. Von der Restaurantterasse hat man einen wunderbaren Ausblick auf das offene Meer, oder man geht 10 Meter und schon befindet man sich an einem 12km langen, noch voellig naturbelassenen Strand, wo einem keine Menschenseele begegnet.

Ueber das Wetter laesst sich nicht sehr viel sagen; es ist einfach schoen, sogar sehr schoen!

Nun vielleicht noch ein paar Worte zu meinen Aufgaben..
Ein durchschnittlicher Tagesablauf sieht ungefaehr so aus, dass ich gegen 7 Uhr aufstehe (wir sind momentan drei Praktikanten und teilen uns so manche Arbeiten natuerlich auch untereinander auf) und das Fruehstuecksbuffet vorbereite. Fruehstueck ist dann von 8-10 Uhr. Danach, oder auch schon waehrenddessen, fege und harke ich z.B. den Eingangsbereich. Das Areal ist etwa 200m * 200m gross, es gibt also so einiges zu harken und zu fegen...
Ab 12 Uhr ist dann Lunch bis 14 Uhr. Da das Kochen jedoch die Praktikantinnen bzw. unsere Koechinnen uebernehmen, faellt mir da meist nur Arbeit zu wie abwaschen, abtrocknen, abraeumen und Bestellungen entgegennehmen.
Zwischen 14 und 17 Uhr haben wir dann in der Regel etwas Zeit fuer uns. Gegen 17 Uhr hole ich dann die Koechin ab und ab spaetestens 18 Uhr beginnt die Vorbereitung fuer das Dinner, also wieder Buffet aufbauen (wenn Buffet angesagt ist, ansonsten wird direkt serviert; haengt davon ab wieviel Gaeste wir haben. In der Regel sind es ca. 10 Gaeste) und Tische decken. So gegen 22 Uhr will dann die Koechin, warum auch immer, wieder nach Hause, so dass ich sie in den naechstgelegenen Ort transportiere(ich glaube das Wort bewusst gewaehlt zu haben, bei der koerperlichen Fuelle der einheimischen Frauen), um dann gegen 22.30Uhr Feierabend machen zu koennen.

So, dass war so ein grober Tagesablauf..

Weitere Aufgaben, die mir zufallen, sind:
- Kokosnuesse einsammeln
- die Restaurantbar in beschlag nehmen
- putzen
- alle ca. 2 Tage Muell wegfahren
- den Tauchshop in Ordnung halten, also z.B. die Presslauftflachen neu fuellen, Schnorchel- oder Tauchzeug rausgeben usw.
- den Strand von Seegras befreien
- Gaeste zu guten Schnorchelplaetzen fahren
- und andere Kleinigkeiten

Nun noch ein paar Worte zu meiner, wenn auch recht rar gesaehten, Freizeit. Kurz gesagt beschraenkt sich das auf:
Internet, lesen, an der Bar rumhaengen, schnorcheln, tauchen, am Strand liegen, spazieren gehen und sowas eben

Abschliessend noch ein paar Worte zu den Tieren hier..
Wir haben 3 Hunde (Kalik-Name eines bahamesischen Bieres, Gin... und Budy (man koennte meinen nach fast gleichnamigem Bier benannt). dazu kommt noch eine Katze mit dem unerwarteten Namen Schnapsi.
Weiteres Getier, mit dem ich es schon zu tun hatte, sind:
- 5 cm grosse Kakerlaken
- Moskitos und Sandflies
- jede Menge Geckos
- Krabben jeder Groesse (von 1cm bis 60cm)
- Kolibris
- Riesenfalter (so 10cm)
- eine 1,50m lange Huehnerschlange, die ich aus einem Schuppen entfernen sollte
- jede Menge Spinnen

Dann gibts hier auch noch Fledermaeuse, Skorpione, tellergrosse Taranteln und viele andere komische Tiere, von denen ich aber noch keins zu Gesicht bekommen habe.
Beim Tauchen habe ich natuerlich auch schon viele verschiedene Fische gesehen, u.a. einen Barracuda, einen Tintenfisch, einen Riffhai und mehrere gepunktete Adlerrochen.

Hinzu kommt, dass ich, wenn ich mit einem der 4 Schrottkisten (manche sagen doch tatsaechlich noch Auto dazu) unterwegs bin, aufpassen muss, nicht die Huehner, Ziegen und Hunde der Einheimischen zu ueberfahren, die es sich, zumindest habe ich den Eindruck gewonnen, am liebsten auf der Strasse gemuetlich machen.

Sochen; das wars erstmal mit nem groben Ueberblick. Wenn ich die Tage was hinzufuegen bzw. ein neues Kapitel oeffnen sollte, dann werde ich wohl nur in Stichpunkten meine Eindruecke wiedergeben. Einerseits, um nicht den ganzen Tag am Internet rumzuhaengen (was eh wie schon erwaehnt nur unregelmaessig funktioniert), aber auch, weil ich das Tagebuch oder den Blog oder wie auch immer auch deshalb begonnen habe, um fuer mich im Nachhinein zu wissen, was ich z.B. an welchem Tag gemacht habe bzw. welche Tiere ich z.B. beim Tauchen wann gesehen habe (und da reichen mir Stichpunkte).

Bla bla..viel Spass!! Da faellt mir unser Hausmeister ein, der Harvey heisst, aber lieber Balla Balla gerufen werden moechte (ihr werdet mir glauben, dass es sich bei ihm nicht um einen Deutschen, sondern Einheimischen handelt...)

Heute ist uebrigens, soweit ich weiss...., der 21.4.2008...

© Uli Schwarz, 2008
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 27.03.2008
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 26.06.2008
Reiseziele: Bahamas
Der Autor
 
Uli Schwarz berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt. Uli über sich:
12 Wochen Cat Island