Guadeloupe-Reisebericht :Zum Segeln in der Karibik verpflichtet

Guadeloupe und die "Saintes"

Und der wird ausgiebig! In einer Bar treffen wir zwei polnische Weltumsegler, die auch den ersten Landgang seit St.Marten genießen, allerdings sind sie in einem Rutsch hierher gekommen und haben so viel Höhe gekniffen wie sie für nötig gehalten hatten. In der Bar fallen wir dann gemeinsam ab!
Ob wir heute ein Abendessen hatten, weiß ich nicht mehr ganz genau und woher die Beule an Werners Auge kommt, können wir am nächsten Morgen noch mühsam rekonstuieren: Es muß beim Einsteigen ins Dinghy passiert sein.
Es war ja auch so einfach, Guadeloupe ist französisch, da konnte man ohne Geld umzutauschen alles in Euro bezahlen.
Am nächsten Morgen will ich aber wenigstens wissen, ob die Baguettes hier genauso gut sind wie in der Marigot-Bay. Sind sie, und nach 4 Tagen ohne Landgang schmecken frische Baguettes besonders gut.
Und frische Luft tut uns auch gut.
Hinter Guadeloupe nehmen uns die hohen Berge oft den Wind weg, manchmal kommt er sogar aus Westen. In den Bergen gehen Schauer nieder, irgendwann kriegen wir auch was davon ab.
Als wir mittags das Südwestkap der Insel hinter uns gelassen haben, kriegen wir den Wind richtig von vorn. Und der Strom setzt uns auch noch nach Westen. da müssen wir mal richtig kreuzen, ein feuchtes Vergnügen wird das.
Die Isles des Saintes liegen stundenlang vor uns, aber wir müssen noch zwei Kreuzschläge mehr als kalkuliert machen, bis wir endlich einlaufen können.

Zwischen zwei Schauern runden wir diesen Basaltfelsen unter Motor

Zwischen zwei Schauern runden wir diesen Basaltfelsen unter Motor

Wir ankern ohne Ankerbier, von Landgang ist heute nicht die Rede, ein kleiner Imbiß ohne Wein genügt uns und ganz solide liegen wir bereits um 20.15 in der Koje.
Am nächsten Morgen werden uns die Baguettes vom Wassertaxi an Bord gebracht, gerade, nachdem wir sowieso schon gefrühstückt hatten.
Wieder 40 Meilen sind es heute nach Dominca., aber heute soll es weniger Wind geben.

© Manfred Sürig, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
In 20 Tagen die AMBASSADOR von St.Marten nach Grenada zu bringen, das hatte uns Sigi angeboten und dazu hatten wir uns - unter seiner Führung- gern verpflichtet. Also mal Sonntagssegeln unter Zeitdruck: 550 Meilen vor uns, nac hts immer ankern, macht pro Tag durchschnittlich knapp 30 Meilen.
Details:
Aufbruch: 03.05.2010
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 25.05.2010
Reiseziele: Niederländische Antillen
St. Kitts und Nevis
Montserrat
Guadeloupe
Dominica
St. Lucia
St. Vincent und die Grenadien
Grenada
Der Autor
 
Manfred Sürig berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt. Manfred über sich:
pensionierter Zentralbanker, der zwischen 65 und 80 noch Europa hautnah erleben will, besonders die nun zugänglichen Länder im östlichen Europa. Fahrradreisen 2000 in die Slowakei, 2001 Tschechien/Slowakei,2002 Slowakei und Ungarn, 2003 Rumänien, Bulgarien und Ukraine, 2004 Ukraine Rumänien und Moldawien und 2005 durch den ganzen Balkan, 2006 wieder in die Slowakei und 2007 mal in die Schweiz und nach Frankreich, 2009 und 2010 wieder nach Tschechien und in die Slowakei, ab 2011 mit Enkel Dominik jedes Mal auf einen anderen hohen Berg zu Fuß in der Tatra, den Waldkarpaten und in der Mala Fatra.
Zweites Hobby: Segeln, nach dem Eintritt in den Ruhestand wird auch mal im Winter Urlaub gemacht, da bietet sich die Karibik an. Seit 2007 nun immer mit demselben Vercharterer aus Trinidad