Vietnam/Kambotscha mit Alex und Andi

Reisezeit: Juli / August 2010  |  von Alex Andi

Mekong Delta

Hallo,

wir mal wieder.
Ja, der Nachtzug. War gar nicht so schlimm, wie wir gedacht hatten. Okay, er hatte erstmal eine Stunde Verspaetung, sodass wir insgesamt fast 2 Stunden in dieser niedlichen kleinen Bahnhofshalle gesessen sind. Und das mit niedlich und klein ist nun wirklich keine Untertreibung. Dutzende von Menschen und wir mittendrin. Aber die Menschen hier sind superfreundlich und so hat sich auch gleich jemand gefunden, der sich uns angenommen hat. Die kleine Dame hat alle europaeischen Touristen in die hintersten Reihen der Wartehalle verfrachtet und sich darum gekuemmert, dass wir mit Getraenken, Keksen und Snickers bestens versorgt sind. War fast ein kleines Getto - nur nicht im negativen Sinne. Jedenfalls hat uns die Dame dann auch noch gleich zum Zug gebracht, als denn dieser endlich kam. Obwohl der Bahnhof nur 2 Gleise hatte trotzdem gar nicht so einfach. Aber letztendlich waren wir dann endlich drin im Zug, mit Kissen und Bettlaken ausgestattet gings dann los nach Saigon. Bett war auch fuer Alex gross genug und bis auf den hupenden Zug, war es auch leiser als erwartet, sodass wir doch zumindest ein paar Stunden schlafen konnten. Und ja, sogar der Zug hupt hier! Jeder der den Verkehr in Asien kennt, weiss, dass hier ohne Hupen gar nichts geht. Egal, ob das bei Autos, Motorraedern und auch Booten und Zuegen ist.
In Saigon angekommen haben wir uns mit Thuy, Joerg und dessen Eltern getroffen, die auch seit 3 Tagen in Vietnam sind. Haben zusammen die Tunnel von Cu Chi besucht, welche die Vietcong waehrend des Krieges benutzt hatten. Sind auch in einen runtergeklettert und ca. 20 Meter darin gekrochen. Alex waere fast mit den Schultern stecken geblieben, aber es ging dann doch weiter. War jedenfalls sehr sehr interessant, auch wenn man sich nicht in den Tunnel traut, so gibt es doch auch ein beachtliches Programm aussenrum. Den Film der eingangs gezeigt wurde, gabs sogar in Deutsch! Aber frage nicht in welcher Qualitaet. Danach waren wir - weils thematisch gepasst hat - gleich noch im Kriegsmuseum. Heute gings dann auch gleich weiter ins Mekongdelta. Mekong ist ein grosser Fluss hier. Die Menschen leben sehr eng mit dem Fluss verbunden. Nicht nur, dass sie darauf mit ihren Booten die Reisernte zu den entsprechenden Lagern bringen, es wird gefischt, darin gebadet, Waesche gewaschen abgespuelt und ... leider auch das Abwasser entsorgt. Wirklich unglaublich, wenn man das sieht, aber irgendwie scheint das hier niemanden zu stoeren. Jedenfalls waren wir heute fast den ganzen Tag auf dem Boot unterwegs und was wir da gesehen haben, war wirklich sehr beeindruckend. Ausserdem waren wir in einem kleinen Betrieb in dem Puffreis und Karamellbonbons hergestellt wurden. Wir konnten auch Schlangenschnaps probieren, allerdings hat der Guide gesagt, nur fuer Maenner und Alex hat sich nicht getraut. Das hat mich geaergert, denn ich haette das Gesoeff schon mal getestet. Aber mei. Naja, morgen gehts jedenfalls weiter auf eine Insel und dort werden wir hoffentlich nochmal zwei schoene Tage mit Badewetter haben.

Unser letzter Badeurlaub auf Whale Island ist ja noch nicht lange her, aber irgendwie konnten wir da nicht ganz so ausspannen wie wir wollten und das, obwohl es da wirklich traumhaft schoen war. Leider haben wir an unserem ersten Abend so ein Ding im Wind des Ventilators flattern sehen. Als Alex es entfernen wollte, hat er festgestellt, dass es eine Schlangenhaut war. Da war der Abend natuerlich erstmal gelaufen, weil wir Angst hatten, das das Ding noch immer bei uns im Bungalow ist. Dieser war ja relativ offen und fuer so ein Ding durchaus zugaenglich. Das ist der Grund, warum wir da irgendwie etwas angespannt waren. Trotzdem wars superschoen da, das Essen war klasse und wir habens ja ueberlebt.
Sollte da aber jemand ebenfalls etwas empfindlich sein, dann kann ich so eine Insel mit einer solchen Unterkunft nicht empfehlen, weil die staendige Panik vor der Schlange einfach zu viel kaputt macht.
Trotzdem erleben wir hier so viel Positives. Ihr merkt schon, wir haben gerade etwas Zeit, deswegen schreiben wir so viel. Wir wissen nur gar nicht, wo wir anfangen und wo wir aufhoeren sollen, deswegen gehts gerade so durcheinander mit den Infos. Sorry dafuer.
Das Beste ist aber doch, dass die Vietnamesen zum Alex oft sagen, er waere ein Happy Buddha - oder wuerde zumindest so aussehen. Er faellt hier mit seiner Statur schon arg auf. Haben wir jetzt zumindest schon oefter gehoert. Einer unserer Tourfuehrer hat auch schon mal gesagt, dass wenn er gelbe Kleidung anziehen wuerde, dann wuerde er als Moench in einem der zahlreichen Tempel durchgehen. Und ich muss sagen, wo er recht hat, da hat er recht. Das Beste war aber dann doch, als wir am Strand waren und ein aelterer Vietnamese hat im Vorbeigehen Alex Bauch gestreichelt. Was lernen wir daraus? Die Asiaten kennen zwar Europaer, aber den Alex kannten sie bislang noch nicht.
So, nun aber Schluss. Morgen gehts wieder um 6 h morgens raus.
Bis bald.
Andrea und Alex

© Alex Andi, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sommerurlaub 2010
Details:
Aufbruch: 23.07.2010
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 14.08.2010
Reiseziele: Vietnam
Kambodscha
Der Autor
 
Alex Andi berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.