Indonesien I.

Reisezeit: Oktober / November 2012  |  von Konstanze G.

Flores: Bajawa

An Kaffeeplantagen vorbei zu den Dörfern Bena & Luba

Über den Trans-Flores-Highway auf den Weg nach Bajawa im Hochland, war die nächste Aktion. Die Landschaft wechselte sich ab und irgendwann kamen wir in Bajawa an. Es regnete leider. Wir stiegen im besten Haus vor Ort ab, natürlich längst gut genug für indonesische Verhältnisse, jedoch selbstverständlich sehr "basic" für unseren Geschmack. Die Betten waren bequem. Man hat schließlich Kepok in Indonesien und schläft deshalb wie auf einer Wolke, so wunderbar weich sind die Matratzen überall in Indonesien.

Bajawa befindet sich am Fuße mehrerer Vulkane, wie es aussah. Der Inerie thront westlich zur Stadt und am Inerie sind die Dörfer - Bena & Luba. Bena & Luba ein definitives Highlight auf dieser Reise.

Bena ist das wohl traditionellste Dorf der archaischen Ngada-Kultur und schmiegt sich an den Inerie an. Der Gunung Inerie ist der größte Vulkan auf Flores. Bena wurde von der indonesischen Regierung unter Denkmalschutz gestellt.

Alle Häuser sind ausschließlich aus Bambus der umliegenden Wälder hergestellt und dürfen nur mit Bambusholz ausgebessert werden. Es spielt sich hier ein ganz normales Dorfleben ab. In der Mitte des Dorfes stehen Geisterhäuschen und Totenhäusern, wo immer noch animistische Rituale stattfinden. Davon zeugen auch die Büffelhörner mit denen die Häuser geschmückt sind. Auch wenn in einer Felsgrotte gleichzeitig eine Madonnenfigur verehrt wird, sind die Megalithkulturen immer noch lebendig und bestimmen das Dorfleben. Überigens nicht nur in Bena sondern auch in vielen anderen Dörfern im Inselinneren von Flores.

Bena ist ein echtes Erlebnis. Im Dorf besuchten wir den Kindergarten und verteilten Buntstifte an die 5-jährigen. Kein Gedränge wie wir sonst erleben, die Kleinen stellten sich ganz brav auf und jeder bekam 2 Buntstifte. Die Erzieherin, eine Dame aus dem Dorf, hielt die Kids perfekt für uns in Schach. In Bena kaufte ich frische Vanilleschoten.

Luba ist kleiner als Bena und ist in der Nähe. Die Anordnung der Häuser eher im Rechteck um den Dorfplatz, nicht ganz so wunderschön wie das länglich oval angeordnete Bena, jedoch dennoch interessant und schön. Auch hier gab es viele Dorfbewohner, die sich über unseren Besuch wirklich freuten.

Luba am Inerie

Luba am Inerie

Luba

Luba

Reisen soll wohl bilden.

Auf dem Rückweg zeigte uns unser Fahrer Mr Jos die beiden Kaffeesorten - Kaffee Arabica & Kaffee Robusta. Kaffesträucher überall. Kakao- Bananenplantagen haben wir schon gesehen. Kaffee zu sehen, war als passionierte Kaffeetrinkerin auf jeden Fall in Highlight. Vormachen kann mir die Werbeindustrie des Westens jetzt nicht mehr viel. Gesehen ist gesehen. Und ein Urteil darf ich mir jetzt in jedem Fall erlauben. Die Kaffeesorte Robusta ist die Bessere.

Kafo Robusta

Kafo Robusta

© Konstanze G., 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf zu den letzten Drachen Indonesiens Die kleinen Sunda Inseln
Details:
Aufbruch: 13.10.2012
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 11.11.2012
Reiseziele: Indonesien
Der Autor
 
Konstanze G. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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