(M)ein Traum wird wahr .... Weltreise!

Madagaskar-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2013 - April 2014  |  von Rolf Bilo

Nächstes Ziel - Madagaskar: Andasibe-Nationalpark

Praktische Tipps

Vielleicht gibt es ja Leser, die bei einem Madagaskaraufenthalt einmal einen Nationalpark besuchen möchten. Für diese möchte ich hier kurz einige Eindrücke und Tipps hinterlassen:

Der Andasibe-Nationalpark (über Google sind viele Detailinfos zu finden) ist die der Hauptstadt am nächsten gelegene Schutzzone. Etwa 150 km östlich von Antananarivo, immer der Nationalstraße 2 entlang, fährt man, bis man den Park erreicht. Das Gate ist am Südende, es gibt gestaffelte Eintrittspreise für Einheimische und für Ausländer und dann noch einmal nach Anzahl der Tage gestaffelt. Mein 2-Tagesticket kostet 37.000 Ararys, das sind ca. 11 €. Es herrschen raue Sitten in Madagaskar, an einer Kontrollstelle zu Beginn des nördlichen Parks steht ein Hinweisschild, dass das Betreten des Nationalparks ohne gültiges Ticket mit sechs Monaten Gefängnis bestraft wird!

Zum Eintritt hinzurechnen muss man noch die Kosten für den Führer, die ebenfalls gestaffelt nach Tagen und nach Touren sind. Für beide Tage hatte ich 80.000 Ararys zu zahlen.

Der Nationalpark bietet sowohl für Botaniker als auch für Tierfreunde außerordentlich viel, ist jedoch nicht einfach zu erkunden. Man sollte schon gut zu Fuß sein und entsprechende Kleidung tragen. Wanderstiefel und lange Hosen und Hemden/Jacken sind eigentlich zwingend, die Hose gehört in die Socken gestopft, sonst krabbeln einem kleine, unscheinbare (leer ca. 1,5 cm lange) Blutegel die Beine hoch.

Und zu viel Gepäck sollte man ebenfalls nicht mitschleppen, ein kleiner Rucksack mit Wasser und ggfs. einer Mütze und einem Ersatz-T-Shirt reicht völlig aus. Wanderstöcke sind auf den Pfaden gut, aber im Unterholz unbrauchbar. Die Fotoausrüstung sollte zu Tourenbeginn ausgewählt und begrenzt sein, eine Fototasche mit Wechselobjektiven mitzuschleppen zeugt von Unerfahrenheit, ebenso wie das Fotografieren mit Tablets. Ich habe einige Touris stolpern, rutschen und fallen sehen, wenn sie mit ihren riesigen Teleobjektiven durch Unterholz krochen und hängen blieben...

Oberstes Gebot bei einer Naturwanderung, bei der man Tiere beobachten möchte, ist Ruhe. Das scheint aber in einigen Köpfen derjenigen, die ja eigentlich der Tiere wegen den Nationalpark besuchen, nicht präsent zu sein und sollte man möglichst einen eigenen Führer nehmen und etwas abseits der ausgewiesenen Rundwege und Touristengruppen gehen.

In jedem Parkteil sind Rundwanderwege geplant und ausgeschildert. Das erleichtert zwar die Orientierung, aber man darf nicht erwarten, dass Lemuren oder andere Tiere an diesen Wegen auf Touristen warten. Also, einrichten darauf, ins Unterholz zu marschieren.

Im südlich gelegenen Analamazaotrapark sind weitaus mehr Touristen oder gar Gruppen anzutreffen als im nördlichen Matandiapark. Wer lieber einsam und ungestört wandern und beobachten möchte, ist dort besser aufgehoben.

Am Hauptgate befinden sich Informationstafeln mit Preisen, aber auch der Verteilung der verschiedenen Tierarten im Park. Die hier vorkommenden Lemurenarten sind mit ihren Revieren eingezeichnet, ebenso die Stellen, an denen Frösche und Schlangen zu finden sind. Es ist jedoch dem Geschick des Guides zu verdanken, welche Tierarten man zu sehen bekommt.

Das kleine Besucherzentrum eignet sich eher für pädagogische Angebote, rundet einen Parkbesuch aber dennoch ab. Bei meinem Besuch gab es einige wenige Bücher, aber keine Souvenirs im Angebot. Dafür muss man ca. 700 m in Richtung Antisibe gehen, dort befinden sich zwei Souvenirshops und einige Touristenrestaurants. Ebenfalls gibt es Chambres d´hotes, Gästezimmer, bei einem sogar einen WIFI-Spot für kleines Geld. Internetzugänge sind in dieser Gegend rar. Im Umfeld des Nationalparks, aber auch inmitten, gibt es verschiedene Lodges, mit und ohne Restaurant, unterschiedlicher Preisklasse.

Nach weiteren ca. 500 m erreicht man die RN 2, an der sich einige Hütten entlang ziehen. Fahrradrikschas dienen dem Personen- und Warentransport, wer mit dem Taxi-Brousse nach Antisibe kommt, kann z.B. mit einer Rikscha bis zum Nationalparkeingang fahren. Allerdings fahren auch einige Taxi-Brousses bis unmittelbar dorthin, allerdings erschließt sich das System nicht auf Anhieb.

Bereits die Lehmwege auf dem Gelände der Grace-Lodge sind schon abenteuerlich, aber innerhalb des Parks wird es noch heftiger, vor allem nach Regentagen.

Bereits die Lehmwege auf dem Gelände der Grace-Lodge sind schon abenteuerlich, aber innerhalb des Parks wird es noch heftiger, vor allem nach Regentagen.

Von der RN 2 führt ein ca. 3 km langer Abzweig zum Gate des Nationalparks.

Von der RN 2 führt ein ca. 3 km langer Abzweig zum Gate des Nationalparks.

Auf Hinweistafeln wird der Park mit dem System der Wanderwege erläutert. Hier ist Luc, mein Guide an den nächsten beiden Tagen, zu sehen - ein Meister im Nachahmen von Tierstimmen.

Auf Hinweistafeln wird der Park mit dem System der Wanderwege erläutert. Hier ist Luc, mein Guide an den nächsten beiden Tagen, zu sehen - ein Meister im Nachahmen von Tierstimmen.

Karte des nördlich gelegenen Mantadia-Parks...

Karte des nördlich gelegenen Mantadia-Parks...

... und des südlichen Analamazaotraparks.

... und des südlichen Analamazaotraparks.

Und hier die aktuellen Eintrittspreise.

Und hier die aktuellen Eintrittspreise.

© Rolf Bilo, 2013
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Worum geht's?:
Nach über 30 Jahren wird mein Traum wahr: meine Weltreise, d i e Weltreise, beginnt in Kürze. Ein Jahr lang um die Welt, möglichst viel sehen, alle Kontinente..... Der Countdown läuft
Details:
Aufbruch: 06.06.2013
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 25.04.2014
Reiseziele: Äthiopien
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Der Autor
 
Rolf Bilo berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.