Auf Achse: 6 Monate Nordindien, Nepal, Südindien, Thailand

Indien-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2018 - Februar 2019  |  von Erich Backes

Tag 2: Chandigarh - Manali

7:00 Aufwachen. Die Frage nach dem (gebuchten) Frühstück an der Rezeption wird verneint. Breakfast erst ab 8:00. Kleiner Kaffee vielleicht??? No.

7:30 Check-Out. Wir nehmen ein Tuk.Tuk zum in der Nähe liegenden Busbahnhof. Sehr groß und sauber. Leckeres Frühstück.

PS. Eine irgendwie geartete "Bezahlung" unseres NO FOREIGNER Hotels ist bis dato nicht erfolgt. Wahrscheinlich wollte man uns da wirklich nicht haben!!!???

Hier wird gefrühstückt: Samosas und Kaffee, der dir die Schuhe auszieht.

Hier wird gefrühstückt: Samosas und Kaffee, der dir die Schuhe auszieht.

8:30 Unser Bus nach Manali fährt los. PS. Die Busse starten am Einsatzort in Indien immer sehr pünktlich, anders als in Thailand, wo der Fahrer noch schnell was essen geht, noch 4 Telefonate führt oder seiner Frau bei der Niederkunft beisteht. Guter Bus, große Fenster, bequem. Wir sind die einzigen Ausländer.

8:30 Unser Bus nach Manali fährt los. PS. Die Busse starten am Einsatzort in Indien immer sehr pünktlich, anders als in Thailand, wo der Fahrer noch schnell was essen geht, noch 4 Telefonate führt oder seiner Frau bei der Niederkunft beisteht. Guter Bus, große Fenster, bequem. Wir sind die einzigen Ausländer.

Solche Dhabas findet man überall auf der Strecke. Es wird gegessen.

Solche Dhabas findet man überall auf der Strecke. Es wird gegessen.

Wir fahren und genießen die Aussicht. Erst Autobahn, dann gehts ab in die Berge.

Wir fahren und genießen die Aussicht. Erst Autobahn, dann gehts ab in die Berge.

Mandi, Himachal Pradesh. Schon mitten in der Bergwelt.

Mandi, Himachal Pradesh. Schon mitten in der Bergwelt.

Nachmittags. Je höher wir kommen, bemerken wir die ersten Anzeichen: stark angestiegene Flüsse, vermatschte Straßen, ...

Nachmittags. Je höher wir kommen, bemerken wir die ersten Anzeichen: stark angestiegene Flüsse, vermatschte Straßen, ...

... Bergrutsche, Straßen sind blockiert.

... Bergrutsche, Straßen sind blockiert.

18:00 Ankunft in Kullu. 42 km von Manali entfernt. Es beginnt zu dunkeln. Alle verlassen den Bus. Man erklärt uns, der Bus kann nicht weiter nach Manali, weil heftige Schnee- und Regenfälle der letzten 4 Tage eine Straße kurz vor Manali zerstört haben. Wir sollten doch in Kullu bleiben. SCHÖN ZU WISSEN. Dann taucht doch ein Lokal Bus nach Manali auf, stark besetzt von Indern. Man macht Hillo einen Platz frei. Es geht mit einem Uralt-Bus weiter durch die Nacht. Wir knattern 1 Stunde bis einige km vor Manali. Der Bus STEHT. Man steigt aus. Die Straße ist tatsächlich nicht befahrbar. Einfach weg, die Straße. Dunkle Nacht. Viele Menschen, ratlos. Man erklärt uns, es gibt eine (lange) Fußgänger-Hängebrücke über diesen reißenden Fluß Beas, der das Manali-Tal von Nord nach Süd beherrscht. Die sollte man (im dunkeln mit Gepäck!!!) überqueren, dann auf der anderen Seite ein Taxi nach Manali nehmen. Hillo geht schon los. Erich überlegt dann doch noch mal.

Ein junger Taxifahrer mit einem kleinen!!! Taxi sagt, er kennt einen anderen Weg nach Manali. Wir werden uns für 1.200 INR einig. Jetzt passiert folgendes: Erst wird etwas gewartet, bis ein Polizist freie Bahn gibt, dann rast unser junger Kamikaze-Fahrer zurück nach Kullu (die Straßen sind völlig frei, da im Norden gesperrt ist), kurz vor Kullu biegt er links auf eine Fußgänger-Hängebrücke ein, links und rechts vom Wagen drei Fingerbreit Platz (Tatsache), zum erstenmal fährt er etwas langsamer, hinter der Brücke auf Schotterstrecken nach links, weiter durch die Nacht auf der linken Seite des Tales bis weit hinter Manali, dann wieder viele kleine Brücken, endliche eine Ortschaft, wir nähern uns Manali. Wir sind ein großes Rechteck gefahren, viele km, ca. 2 Stunden das Ganze.

22:30 Ankunft in Manali. Kalt. Nieselregen. Unser Taxifahrer sucht das gebuchte Hotel in Manali. Just Stay Manali. Nicht zu finden. Passanten, Restaurant- und Hotelbesitzer werden gefragt. Ratlosigkeit. Was macht man? Man telefoniert. Wir kurven hin und her. Dann werden wir in jetzt strömendem Regen an einem Hotel abgesetzt. Man nickt mit den Köpfen. Wir sind da. Oder? Das Hotel heißt zwar anders, Hotel Thakur, aber was soll's. Wir bekommen ein nettes Zimmer, was leckeres zu essen (im Bett) und einer der Angestellten erklärt sich bereit, im Regen 3 eiskalte Bierchen zu besorgen.

LIVE iS EASY.

Das ist die Fußgängerbrücke, die wir nachts mit dem Taxi überquert haben. Foto von unserem Freund Sayjad, der "die Brücke auch kennt".

Das ist die Fußgängerbrücke, die wir nachts mit dem Taxi überquert haben. Foto von unserem Freund Sayjad, der "die Brücke auch kennt".

© Erich Backes, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sept. 2018 bis März 2019: Nordindien, quer durch Nepal, zurück nach Goa, Südindien, rüber nach Thailand, Freude am Schauen und Begreifen "Solange der Weg schön ist, braucht man nicht zufragen, wohin er führt"
Details:
Aufbruch: 18.09.2018
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 21.02.2019
Reiseziele: Indien
Nepal
Thailand
Philippinen
Der Autor
 
Erich Backes berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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