Wo die Grösse noch eine Rolle spielt... 3 Wochen Japan

Japan-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2009  |  von Andreas Rumpel

schon sehr lange wollten wir japan bereisen, schoben dies aber immer und immer wieder auf, da wir von den zu erwarteten kosten abgeschreckt wurden...auch dies sollte sich, wie so vieles, als nicht korrekt erweisen.

Tokyo

02.05.2009

unser flug mit der swiss nonstop in 12 stunden von zürich nach tokyo verlief weitgehend ereignislos. komischerweise flogen wir sehr nördlich über moskau richtung japan, aus welchen gründen auch immer.
in narita, dem riesenairport von tokyo angekommen durchliefen wir die einreiseformalitäten in rekordzeit. auch dies wurde uns anders prognostiziert.
mit dem voucher des japanrail passes im sack liefen wir zur tauschstelle bei den zügen.

tauschen des japanrail vouchers

tauschen des japanrail vouchers

alles ist immer schön zweisprachig angeschrieben

alles ist immer schön zweisprachig angeschrieben

der japanrailpass ist sozusagen ein generalabo für (fast) alle züge auf dem schienennetz japans, inkl. einiger u-bahnen im grossraum tokyo und eben auch der schnellzug narita express vom flughafen richtung tokyo downtown. wir bezahlten für die drei wochen ca. CHF.650.-...wenn man bedenkt wie topmodern und weitläufig das zugnetz japans ist ein schnäppchen. einzelfahrten sind wahnsinnig teuer. diesen pass können dann auch nur ausländer, welche erwiesenermassen als touristen das land bereisen im ausland erwerben. innerhalb japans ist der kauf dieses passes nicht möglich!
beim ersten einlösen des vouchers beginnt die laufzeit (1,2, oder 3 wochen gültigkeit) und kann auch nicht unterbrochen werden.

unsere erste getränke aus der rollenden bedienung im narita express

unsere erste getränke aus der rollenden bedienung im narita express

der tausch des vouchers und die reservation des sitzplatzes verlief reibungslos. beim einteigen in den eingefahrenen zug traten wir aber schon in das erste bereitgestellte fettnäpfchen. iris übersah ein kleines unscheinbares rotes lämpchen aussen am wagen, welches signalisieren sollte dass zuerst die putzkolonne alles auf hochglanz bringen wird. lauthals gestikulierend wurden wir wieder bestimmt aber höflich aus dem abteil gejagt. es sollte nicht das letzte fettnäpfchen bleiben...

in nur 80 minuten katapultierte uns der narita express in seinen superbequemen sesseln zur shinjuku station, dem grössten bahnhof in tokyo, ach was sag ich, der WELT! zwei millionen leute passieren an werktagen diesen knotenpunkt TÄGLICH! ein wirrwar an anzugträgern und ausgängen erwartete uns nach dem aussteigen.

mit viel disziplin fanden wir den richtigen ausgang und tauchten ein in die verrückte welt tokyos...

das zimmer sollte erst (wie auch erwartet) um 14h bereit sein, weshalb wir unser gepäck deponierten und hungrig unser erstes mittagessen einnehmen wollten. zuvor musste ich aber noch auf toilette...die erste in japan. als ich diese betritt schnellte der toilettendeckel wie von geisterhand in die höhe, als wüsste diese dass isch passionierter stehpinkler bin. auch dies sollte nicht die letzte überraschnung auf japanischen toiletten sein...

hotel lobby des sunroute plaza hotels shinjuku

hotel lobby des sunroute plaza hotels shinjuku

wir assen in einem nudelshop, bei welchem man die mahlzeit ausserhalb des shops an einem automaten anhand von bildern auswählt und auch gleich bezahlt. mit dem ticket, welches der automat ausspuckt bekommt man dann an der ausgabestelle das entsprechende meist vorzügliche mahl! alles klappte überraschend wunderbar.
zu unserer überraschung wird man als tourist auch kaum beachtet wenn man sich an all den neuen dingen versucht...zum glück kannten wir uns bezüglich dem japanischen essen von zuhause auch einigermassen aus, weshalb uns all die zusätzlichen fläschchen mit flüssigkeiten auf den tischen nicht zu sehr verwirrten.
unsere ersten nudeln mit gemüse und schweinefleisch mundete uns vorzüglich. zu unserer positiven überraschnung war ea auch noch günstig. um die CHF. 5-8.- (400 Yen)muss man für ein mittagessen einplanen, getränke wie wasser und tee sind immer gratis auf den tischen verfügbar.

die erste begegnung mit einem ticketautomaten für das mittagessen

die erste begegnung mit einem ticketautomaten für das mittagessen

getränkeautomaten wie sie an jeder ecke zu finden sind

getränkeautomaten wie sie an jeder ecke zu finden sind

unser erster nudelshop

unser erster nudelshop

feine dampfende nudeln...einfach superlecker

feine dampfende nudeln...einfach superlecker

gut gestärkt trotteten wir völlig fasziniert zum rathaus von tokyo, bei welchem man gratis auf die aussichtsplatform im 54. stock fahren kann.

aussicht vom 54.stockwerk

aussicht vom 54.stockwerk

geniale gebäude

geniale gebäude

das park hyatt hotel von oben

das park hyatt hotel von oben

auf dem rückweg zum hotel wurde uns dann bewusst dass das essen in japan viel günstiger als erwartet sein wird, die getränke aber viel teurer! ein bier kostet in einem normalen café um die CHF.8.-...also in etwa gleich viel wie das gesammte essen.
dies erforderte ein neues konzept, zu diesem später mehr.

totmüde bezogen wir unser kleines, aber feines zimmer im hotel sunroute plaza shinjuku. sehr zu empfehlen! sehr modernes und sogar recht sylisches hotel. wir bezahlten über internet gebucht ca. CHF.70.- p.p. und nacht. alleine die lage war schon unschlagbar. mit der nähe (ca. 2min. zu fuss) zur shinjuku station war man mit ganz tokyo und all seinen metro linien sozusagen am nabel der stadt!

nach einem powernap fuhren wir zuerst einmal mit der jr ringlinie nach shibuya. zu fuss liefen wir von harajuku nach shibuya. im nachhinein sollte sich heraustellen dass wir das genialste gebiet tokyos (was läden, cafés und shops angeht) gleich zuerst durchwandert haben.
viele kleine besondere shops hüben wie drüben...unzählige kleine strassen, so gar nicht was wir erwartet haben.
je näher man dann nach shibuya kommt ändert sich aber das bild. riesen einkaufszentren, neonreklamen in fussballfeldgrösse, lautsprecherdurchsagen in jeder ecke, ein unglaubliches gewusen von abertausenden vorwiegend jungen japanern und japanerinnen...genau so haben wir uns das vorgestellt.
ich dachte nur: ja, gibs mir! genau! darum bin ich in tokyo, genau das wollte ich sehen! wir wurden nicht entäuscht.

auf die plätze, fertig....

auf die plätze, fertig....

LOS....

LOS....

das nenn ich eine "belebte" einkaufsstrasse

das nenn ich eine "belebte" einkaufsstrasse

freaks in shibuya

freaks in shibuya

man beachte die kunstvollen frisuren...

man beachte die kunstvollen frisuren...

...und das bis ins detail geplante outfit...

...und das bis ins detail geplante outfit...

strassen in harashuku

strassen in harashuku

geniale architektur

geniale architektur

harashuku in vollem glanz

harashuku in vollem glanz

cafébus an einer ecke in harashuku

cafébus an einer ecke in harashuku

shibuya by night

shibuya by night

die berühmteste kreuzung ganz japans (nicht zuletzt auch wegen dem film "lost in translation") bei rot (für fussgänger)...

die berühmteste kreuzung ganz japans (nicht zuletzt auch wegen dem film "lost in translation") bei rot (für fussgänger)...

...und bei grün!

...und bei grün!

farbig, grell, laut und schnell. kurz: shibuya

farbig, grell, laut und schnell. kurz: shibuya

zurück bei der shinjuku station fanden wir im untergrund riesengrosse edelsupermärkte, welche eine riesenauswahl an fertigen take away essen führen...sushi- und sashimi platten in allen varianten und grössen, genau was wir jetzt brauchten. da ab 20h die preise erst noch halbiert werden kauften wir auch gleich was zum frühstück...ja, richtig gehört, zum frühstück. wir sind beide feurige sushi fans und können diese spezialität zu jeder tages und nachtzeit verschlingen.
auch ein mythos: in japan seien sushi und sahimi auch recht teuer und nicht so einfach zu kriegen. alles nicht war. es ist sogar sehr günstig und an jeder ecke zu kriegen. eine sushiplatte, welche den hunger super stillt kostet so um die CHF.8.-...ein schnäppchen verglichen mit der schweiz. für dieselbe auswahl würde man hier um die CHF.40.- zahlen.

totmüde sind wir um 21h in unseren bettchen und schlafen seelig und überweltigt von den ersten eindrücken sofort ein.

03.05.2009

heute haben wir eine 6 stündige fahrradtour durch tokyo gebucht. ja, richtig verstanden. tokyo eignet sich bestens fürs fahrradfahren. gefahren wird meist auf dem gehsteig...und dies völlig legal. die fussgänger nehmen unglaublich rücksicht. niemals fällt ein böses wort.
von 9.30h bis 16h radelten wir mit www.tokyocycling.jp kreuz und quer durch tokyo, hörten den englischen infos zu und genossen es uns auf diese art treiben zu lassen.
wirklich sehr zu empfehlen, wenn auch nicht gerade ein billiger spass (der lunch ist inbegriffen).
wir konnten uns auch ein lachen nicht verkneifen als wir feststellen mussten dass eine japanische mitfahrerin nach sage und schreibe zwei stunden herausgefunden hat, dass man an diesen fahrrädern auch eine schaltung zur verfügung hat. wir dachten schon die ganze zeit sie fahre etwas seltsam bei leicht ansteigenden strassen...

frühstück vor der fahrradtour...

frühstück vor der fahrradtour...

...natürlich mit sushi

...natürlich mit sushi

zwischenstop in einem garten

zwischenstop in einem garten

ein echter sumo ringer

ein echter sumo ringer

fischen inmitten von tokyo

fischen inmitten von tokyo

unsere lustige fahrradgruppe

unsere lustige fahrradgruppe

nach der tour fuhren wir mit der jr linie nach ginza, dem edelviertel von tokyo...armani, luis vitton, ect. ect....alles superteure konsumtempel. das intersannte daran sind wohl mehr die gebäude denn der inhalt. unglaubliche architektonische superbauten säumen das viertel und ebenfalls sehr zu empfehlen. für alle die ein iphone oder ein sonstiges gerät mit wifi mit sich führen: im apple shop gibts free wifi. dies funktioniert sogar ausserhalb. also recht praktisch um kurz etwelche emails zu checken...

ginza

ginza

verrückte architektur

verrückte architektur

alles nur edelkaufhäuser

alles nur edelkaufhäuser

...meine kirche

...meine kirche

glaspaläste in ginza

glaspaläste in ginza

es gibt wohl kaum eine edelmarke die hier nicht vertreten ist

es gibt wohl kaum eine edelmarke die hier nicht vertreten ist

hauptshoppingstrasse in ginza

hauptshoppingstrasse in ginza

abends gings dann zu fuss zur pissstrasse, gleich neben der shinjuku station. eine kleine strasse welche links und rechts uralte kleine japanische restaurants beherbergt, welche hauptsächlich bbq ähnliche waren in stick form anbieten...superlecker! leider gibts da kaum menüs in englisch und auch preise sind meist nicht angeschrieben. mit fragen kommt man aber gut zum ziel. es wird immer irgend jemanden geben der einem weiterhelfen kann. und das schöne daran: in japan wird man niemals übers ohr gehauen! nicht ein einziges mal wurden wir abgezockt!

wir in der pissgasse

wir in der pissgasse

pissgasse

pissgasse

pissgasse

pissgasse

wir entschieden uns dann für einen inder (www.siddique.co.jp) mit einem automaten vor der tür. war suuuuperlecker und hat wiederum fast nichts gekostet.
später liefen wir noch durch die strassen von kabukicho, dem ausgangsviertel für vorallem junge pupertierende japaner und japanerinnen. wirklich sehenswert! unglaubliche frisuren wechseln sich ab mit total verrückten kleidern. wir würden so was nicht einmal zu einem kostümball tragen, echt! auch sieht man schon mal um 20h einen japaner kotzen...wie man weiss vertragen sie ja den alkohol nicht so richtig.

auf dem nachhauseweg finden wir dann per zufall noch ein englisches pub (hub pub), welches eine happy hour anbietet und somit die drinks extrem zahlbar macht (gintonic für schlappe CHF.2.50).
um 22.30h fallen wir völlig kaputt in unser bett.

augangsviertel kabukicho

augangsviertel kabukicho

04.05.2009

morgens fahren wir mit der jr linie in den yojogipark zum meiji schrein, der grösste seiner art in tokyo. zuerst werden in einem garten wieder einmal unsere sushis vom vorabend verpeisst.
da zur zeit in japan die golden week ist (so eine art einwöchigem nationalfeiertag) können wir im gebiet des schreins auch gleich mehrer hochzeitszeremonien erleben...sehr eindrücklich. der park ist übrigens riesengross und eine oase in der sonstigen hektik von tokyo.

hochzeitsbild im yojogipark

hochzeitsbild im yojogipark

tori gate im yojogipark

tori gate im yojogipark

noch eine hochzeit...

noch eine hochzeit...

vier damen vom grill

vier damen vom grill

das grösste tori gate japans steht ebenfalls im yojogipark

das grösste tori gate japans steht ebenfalls im yojogipark

zu fuss laufen wir dann zum prada gebäude, welches von den basler achitekten herzog & de meuron entworfen wurde und zu den spektakulärsten gebäude in tokyo zählt. leider ist das photographieren im innern nicht erlaubt.
kein kleidungsstück ist mit dem preis angeschrieben. ich frage bei einer wirklich super sonnenbrile danach um nach der antwort diese sogleich wieder an ihren angestammten platz zu legen! ups, CHF. 440.- soll diese kosten. dafür würde man aber auch einen super service bekommen . die tüte mit dem einkauf wird einem bis zur ausgangstüre im erdgeschoss getragen und man wird wie ein könig verabschiedet. leider war mir dieser spass dies nicht ganz wert.

das prada gebäude der basler stararchitekten

das prada gebäude der basler stararchitekten

der eingang mit "türsteher"

der eingang mit "türsteher"

später fahren wir mit der metro ins viertel roppongi, wo wir uns im ultra modernen shoppingcenter roppongi midtown ein kaiseki essen gönnen. für CHF.25.- bekommt man ganz viele kleine japanische speisen in weiss gott wievielen schälchen und tellerchen. wirlich sehr lecker und vorallem auch was fürs auge. unbedingt zu empfehlen.
zum ersten mal kommen wir auch mit dem muji store in kontakt. ein japanischer laden, welcher im ausland in den grossen metropolen ebenso vetreten ist. jedoch sind dort die preise um ein vielfaches höher. er verkauft von kleidern über möbel zu gadgets alles mögliche...alles ist sehr stylisch und mega trendy. wir können kaum glauben dass alles so billig ist und shoppen zum ersten mal was das zeug hält...es sollte nicht der letzte shoppinganfall in einem muji store sein. wie wir später sehen werden gibt es in jeder kleineren stadt meist gleich mehrere solcher stores, meist noch mehrgeschossig!

erstes kaiseki lunch

erstes kaiseki lunch

gefunden in einem shop für hunde...ohne worte!

gefunden in einem shop für hunde...ohne worte!

shoppingcenter roppongi midtown

shoppingcenter roppongi midtown

später fahren wir mit der metro ins viertel roppongi, wo wir uns im ultra modernen shoppingcenter roppongi midtown ein kaiseki essen gönnen. für CHF.25.- bekommt man ganz viele kleine japanische speisen in weiss gott wievielen schälchen und tellerchen. wirlich sehr lecker und vorallem auch was fürs auge. unbedingt zu empfehlen.
zum ersten mal kommen wir auch mit dem muji store in kontakt. ein japanischer laden, welcher im ausland in den grossen metropolen ebenso vetreten ist. jedoch sind dort die preise um ein vielfaches höher. er verkauft von kleidern über möbel zu gadgets alles mögliche...alles ist sehr stylisch und mega trendy. wir können kaum glauben dass alles so billig ist und shoppen zum ersten mal was das zeug hält...es sollte nicht der letzte shoppinganfall in einem muji store sein. wie wir später sehen werden gibt es in jeder kleineren stadt meist gleich mehrere solcher stores, meist noch mehrgeschossig!

nach einem hotelboxenstop (zwecks abladen unserer shoppingtrophäen) fahren wir nochmals zurück nach roppongi und laufen per zufall an ein weiteres hub pub mit dieser happy hour bis 20h...da müssen wir uns ja fast ein paar drinks genemigen. das pub scheint bei japanern genau so beliebt zu sein wie bei expats.

zu dinner gibts dann ein leckeres japanisches curry für CHF. 12.-, von dem ich bis jetzt nicht einmal wusste das es so was gibt.

ein weiterer wundervoller tag voller eindrücke neigt sich um 22h dem ende zu...

05.05.2009

morgens fahren wir früh zum fischmarkt. dies soll ja eine hauptatraktion in tokyo sein...also müssen wir da auch hin. ich glaube es gibt zwei tage im jahr, bei welchen dieser geschlossen ist, und natürlich treffen wir genau auf einen solchen! alles geschlossen! immerhin haben ein paar der umliegenden lokale geöffnet, welche superfrischen fisch in form von sushi, sashimi und anderen formen feil bieten. da wir ja am ende unserer reise nochmals zwei nächte in tokyo sein werden bricht für uns keine welt zusammen. wir werden einfach dann nochmals anrücken.
das thunfisch sashimi auf warmen reis mit sesam schmeckt vorzüglich und ist ein weiteres mal mit CHF.8.- sehr günstig.

schön wärs gewesen...

schön wärs gewesen...

ein paar fische haben wir dann aber noch "gefunden"

ein paar fische haben wir dann aber noch "gefunden"

schock!!!

schock!!!

mmmhhhh...superlecker!

mmmhhhh...superlecker!

zu fuss laufen wir nach ginsa, von wo wir die jr linie über shinjuku nach shibuya nehmen. bahn- und metro fahren ist viel einfacher als wir uns das vorgestellt haben. alles ist zweisprachig angeschrieben (engl/jap) und falls man einmal nicht weiter weiss helfen einem die angestellten in gebrochenem englisch gerne weiter.

in shibuya wollten wir eine weitere japanische spezialität kennen lernen. donkatsu! dies ist ein frittiertes parniertes schweinsschnitzel mit einer kohlbeilage und einer speziellen sauce. wir waren positv überrascht. das so ganz und gar nicht japanisch aussehende mahl schmeckte unglaublich gut (auch dies wird übrigens mit stäbchen gegessen). die etwas teureren CHF.17.- waren gut investiert. auch das erste leichte erdbeben konnte uns die stimmung nicht vermiesen. die einheimischen schauen bei solchen kleinen erdstössen nicht einmal über den rand ihrer miso suppe...

tonkatsu lunch

tonkatsu lunch

das tonkatsu restaurant von aussen

das tonkatsu restaurant von aussen

wir schlendern ganz entspannt durch shibuya, das wohl exzentrischste viertel ganz tokyos. riesen menschenmassen shoppen was das zeug hält. überhaupt scheint shopping die hauptbeschäftigung jedes teenagers in tokyo zu sein.

nach einem kurzen zwischenstopp zwecks auffrischen der eigenen befindlichkeit fahren wir wieder zurück nach shibuya. leider regnet es nun in strömen. wir fragen uns warum 99% alles japaner mit einem weissen oben durchsichtigen schirm herumlaufen...gibt es keine anderen modelle? ist man nicht trendy mit einem schwarzen oder farbigen schirm? wirklich ein phenomän und abgesehen davon auch optisch sehr lustig. man stelle sich tausende von japanern vor, die sich auf der hauptshopping strasse in shibuya langsam vorwärtsquetschen. erstaunlicherweise sind wir die einzigen die unseren schirm immer wieder an anderen köpfe hauen. unglaublich wie es die japaner schaffen ohne ausgestochene augen oder sonstigen schrammen aus diesem getümmel zu steigen.
jedenfalls scheinen wir den grund für die schwemme dieser schirme gefunden zu haben. der japaner geht grundsätzlich ohne schirm aus dem haus, egal was die wettervorhersage sagt. fängt es nun zu regnen an poppen an jeder strassenecke eben diese schirmverkäufer aus dem erdboden, welche für unglaubliche CHF.2.- diese durchsichten weissen modelle anbieten. warscheinlich wurden diese in china millionenfach speziell für den japanischen markt produziert . soweit unsere vermutungen.

um 22h sind die meisten jugentlichen japaner schon stockbesoffen, jedoch wird auch dann nicht randaliert oder gepöbelt. sie scheinen es einfach lustig zu haben ohne ausfällig zu werden, typisch japanische gesellschaft.

um 22.30h kommen wir erschöpft in unserem gemütlichen 10m2 hotelzimmer an und fallen nach einem rituellen bierchen aus dem hotelautoamten (mind. für mich) totmüde ins bett.

06.05.2009

heute ist mein grosser tag. also genau genommen morgen...geburtstag! iris hat aber aus terminlichen gründen mein geschenk schon heute vorbereitet. da ich ein riesenfan des filmes "lost in translation" bin (habe ihn mindestens schon 8 mal gesehen), welcher ja bekanntermassen in tokyo gedreht wurde, hat iris uns einen tisch im new york grill restaurant im park hyatt hotel in der 55. etage reservieren lassen....am original drehort gewisser einstellungen vom film.
was für eine überraschung! also ein shönes hemd montiert (mein einziges im koffer) und ab zum park hyatt hotel! wir essen uns drei stunden zum lunch durchs dreigang menue...und bekommen sogar einer der exclusivsten tische direkt am fenster. normalerweise sind diese schon auf monate im voraus ausgebucht.
zum desert können wir sogar den tisch wechseln, damit wir eine andere aussicht auf tokyo haben. zur krönung stellt uns der überraus liebenswürde kellner auch noch ein "birthday" clacé mit wunderkerzen auf den tisch.

was übrigens in ganz japan in den restaurants und bars auch noch recht kundenfreundlichen ist....es ist absolut ungewöhnlich trinkgeld zu geben und wird sogar meist als beleidigung empfunden. sogar in diesem exclusiven hight class restaurant gibt kein mensch trinkgeld. die kellner müssen deswegen nicht hungern. sie haben uns sagen lassen dass diese einfach grundsätzlich mehr lohn haben als in europa üblich.

auf der luxus toilette machen wir dann auch das erste mal bekanntschaft mit einem wc, welches sogar den allerwertesten trockenföhnen kann nachdem ein dezenter warmer wasserstrahl seine arbeit verichtet hat.

da iris als travel agent arbeitet bekommen wir noch eine hotelführung. wirklich ein imposanntes teil dieses park hyatt hotel.
als wir das hotel verlassen wollen regnet es wieder. frech wie wir sind (von iris getrieben) lassen wir uns vom hoteleigenen hotelshuttle bus zur shinjuku station fahren. den schirm, welchen sie uns auch noch anbieten schlagen wir aber fairerweise aus. die bediensteten können ja nicht wissen dass wir hier gar nicht wohnen und dementsprechend auch nicht mehr zurück kommen werden.

unser fenterplatz im new york grill restaurant

unser fenterplatz im new york grill restaurant

man beachte das grinsen im gesicht

man beachte das grinsen im gesicht

konnte kaum noch warten

konnte kaum noch warten

haben sich richtig mühe gegeben

haben sich richtig mühe gegeben

randvoll und zufrieden

randvoll und zufrieden

sogar live musik haben wir genossen

sogar live musik haben wir genossen

die offene küche

die offene küche

in shinjuku gehen wir dann mit dicken bäuchen noch ein wenig shoppen. zu empfehlen wenn man im besitz eines ipod touch oder eines netbooks ist sind auch die wired cafés, in welchen man sich einen drink oder café gönnen und gleichzeitig gratis mit wifi ins netz gehen kann.

um 20.30h sind wir glücklich im bett und träumen schon von den nächsten abenteuer.

auf dem nachhauseweg

auf dem nachhauseweg

das wired café

das wired café

© Andreas Rumpel, 2009
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 01.05.2009
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 22.05.2009
Reiseziele: Japan
Der Autor
 
Andreas Rumpel berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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