Tempeltour Japan

Japan-Reisebericht  |  Reisezeit: Oktober 2010  |  von Adi Meyerhofer

Nara: Todai-ji

Der "östliche große Tempel" (begonnen 733) ist UNESCO-Weltkulturerebe. In der Haupthalle findet sich die aus Bronze gegossene Statue (oft repariert) des monumentalen Buddha Vairocana.

Kaiser Shomu wollte über ein Reich zu herrschen, das nach dem Prinzip der Harmonie und dem buddhistischen Gesetz regiert wurde. Eine verheerende Pockenepidemie von 735-737, die ein Viertel bis ein drittel seiner Untertanen hinwegraffte, veranlaßte Shomu, in jeder Provinz staatliche Klöster und Konvente mit großen Buddha-Bildern zu errichten. Im Großen Tempel von Todai-ji in Nara entstand ein monumentales Buddha-Bildnis als "irdisches Symbol von Buddhas himmlischer Stille."

Der über 15 Meter große meditierende Vairocana (Kosmischer Buddha) besteht aus 450 t Kupfer; 50000 Zimmermänner und 370000 Metallschmiede (laut historischen Quellen) wurden zu seinem Bau benötigt. Hügel mußten für den Standort eingeebnet werden, und das hölzerne Gebäude, welches um ihn herum errichtet wurde, dominierte meilenweit die Landschaft.

Zweimal zerstörten Feuer die riesige Halle in Heijokyo (dem heutigen Nara), und mehrfach wurden Korrekturen an der Figur vorgenommen. (Heute ist eigentlich nur noch der Lotussitz original.)

Die große Buddha-Halle Daibutsuden geschmückt aus Anlaß der Inthronisation der letzten weiblichen Kaiserin vor 1250 Jahren (2010).

Die große Buddha-Halle Daibutsuden geschmückt aus Anlaß der Inthronisation der letzten weiblichen Kaiserin vor 1250 Jahren (2010).

Die große Glocke des Todasi-ji. Geschlagen wird mit dem seitlichen Klöppel. Gewicht 28 t.

Die große Glocke des Todasi-ji. Geschlagen wird mit dem seitlichen Klöppel. Gewicht 28 t.

Jeder buddhistische Tempel hat auch einen shintoistischen Schrein dabei. Damit zeigen die "einheimischen" Shinto-Götter, daß sie der "fremden" buddhistischen Religion gewogen sind. Eines der zahlreichen freilaufenden Rehe links.

Jeder buddhistische Tempel hat auch einen shintoistischen Schrein dabei. Damit zeigen die "einheimischen" Shinto-Götter, daß sie der "fremden" buddhistischen Religion gewogen sind. Eines der zahlreichen freilaufenden Rehe links.

Der Nigatsu-do, ein Nebentempel im Todai-ji-Komplex. Bekannt für sein jähröliches Feuerritual. Hoch am Hang hat man einen guten Blick über ganz Nara.

Der Nigatsu-do, ein Nebentempel im Todai-ji-Komplex. Bekannt für sein jähröliches Feuerritual. Hoch am Hang hat man einen guten Blick über ganz Nara.

© Adi Meyerhofer, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Zentraljapan (Kansai-Region), mit Schwerpunkt Tempel und Geschichte in Nara und Kioto. Mit Abstechern nach Kobe, Arima-Onsen (Kurort mit heißen Quellen), An- und Abreise von Tokio. [Leider unterstützt der Server des Betreibers kein UTF-8, die korrekte Darstellung des langen japanischen Vokals ist daher leider nicht möglich!]
Details:
Aufbruch: 10.10.2010
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 24.10.2010
Reiseziele: Japan
Der Autor
 
Adi Meyerhofer berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.