Vietnam, Kambodscha und Laos; Motorbikes und Sticky Rice

Laos-Reisebericht  |  Reisezeit: Oktober - Dezember 2004  |  von jochen grosche

Laos: Achtung: tube riding!

Am nächsten Morgen gab es dann ein spektakuläres Happening:
Tube-Riding!
Das heißt im Klartext: Man leiht sich einen dieser schwarzen LKW-Reifen, mit denen man im Winter so herrlich unkontrolliert rodeln kann.
Man wird anschließen in einem Taxi mit ca. 8 Leuten drei Kilometer den Fluß hochgefahren und dann...ab ins Wasser und Daumen drücken!
Hört sich gefährlich an, von wegen.
Die Geschwindigkeit beträgt ca. 0.8 KmH und der Popo, der ja immer irgendwie im Wasser hängt, wird schnell kalt.
Gott sei Dank gibt es ca. alle 500 Meter eine Art Station an der man
-abhängen kann
-bier trinken kann
-eine rauchen kann
-und vor allem sich wieder von hinten aufwärmen kann

Wer will kann sich noch sportlich betätigen und
-von einer wackelnden Brücke springen
-von einem ca. 8-10 Meter hohem Vorsprung in den Fluss springen
-mit einem Tarzanseil von einem Baum schwingen und ins Wasser springen oder auch (wie es dem Autor gelang) eher rückwärts reinstürzen.

Viele Tage später wurde mir übrigens bewusst, dass ich mir dabei eine Fingerkuppe verstaucht hatte...toi toi toi!

Als wir spätnachmittags, also ca. 5 Stunden später, in Vang Vieng ankamen, gingen erstmal alle ans Lagerfeuer aufwärmen. Und dann darf man natürlich die Reifen wieder zurücktragen.
Wenn Ihr also in Vang Vieng ankommt, wundert euch nicht, wenn ein nasser Farang mit schwarzem Gummireifen euren Weg kreuzt!

Als ich im GuestHouse ankomme, wird mir auf einmal bewusst, dass meine Kohle komplett Laos und seinen Bürgern gespendet wurde.
Da allerdings die Exchange-Möglichkeiten begrenzt sind, Bank macht gegen 15.30 zu, stehe ich also erstmals regelrecht pleite da. Und da musste ich direkt an die nette Bankangestellte und Ihre Worte denken:"Nehmen Sie doch eine Visa- oder Mastercard mit, dann sind sie flexibler."
Meine Reaktion damals war:"Och Nöö."
Letzendlich lieh man mir was fuer den Abend und am naechsten Morgen direkt zur Bank, tut gut wieder Knosse in der Tasche zu haben!
Genau an dem Morgen bin ich dann auch mit David wieder Richtung Vientianne aufgebrochen. Da wir abends kein Ticket bestellt hatten, sind wir eher auf gut Glück Richtung Busstation. Nach 20 Minuten warten stellte sich heraus, dass wir 2 der 3 letzten Plätze bekommen hatten.
Normalerweise neigen Menschen ja dazu, sich immer eher die ungerechten Momente zu merken (immer stehe ich an der langsamen Supermarktkasse an), aber nun tue ich genau dass Gegenteil indem ich laut sage:"Richtig Schwein gehabt...Määäh"
Also gemütlicher Aufbruch gen Vientianne. Aufbruch tut gut.

("Wenn A mal B nicht Kraft mal Weg ist, widerleg es", LSD)

© jochen grosche, 2004
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Die Reise
 
Worum geht's?:
die reise beginnt in hanoi am 22.oktober und endet in saigon am 22.dezember, dazwischen abstecher nach kambodscha und laos. freue mich, dass andere über diese webseite daran teilhaben können.
Details:
Aufbruch: 22.10.2004
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 22.12.2004
Reiseziele: Hanoi
Kambodscha
Laos
Thailand
Der Autor
 
jochen grosche berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von jochen sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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