Australien - USA - Kanada - Alaska

Australien-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Arno und Margit Darnhofer

Australien: Babinda bis Dululu

Babinda bis Big Crystal Creek - 23.11.2014

Am Sonntag in der Früh sind wir sehr schlagfertig beim Zeltabbau, da uns die Bremsen wirklich überall auflauern - die lange Jean, kein Problem - und wir nicht mehr wissen, wo wir zuerst hinschlagen sollen. Bevor es jedoch richtig los geht muss Arno noch einmal schnell in den Fluss um sich abzukühlen - es hat um 8.00 Uhr 31° und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit - mich stört das weniger, aber Arno treibt es extrem den Schweiß her. Ich entscheide mich gegen das kühle Nass in aller Frühe und warte am Parkplatz auf Arno. Hier ist auch das Picknick Areal mit Tischen und den bereits an einer anderen Stelle erwähnten Grillplätzen. Dort beobachte ich einen jungen Papa der Speck und Spiegeleier für seine Familie grillt. Dabei wendet er einmal den Speck, um sich dann mit der Küchenschaufel den ganzen Körper von den Bremsen abzuklopfen, um sich dann wieder um das Frühstück zu kümmern. Es ist echt schlimm hier. Nachdem mir mein Tourguide slow down versprochen hat sobald wir in Richtung Süden unterwegs sind stehen heute ca. 140km auf dem Plan. Dabei fahren wir größtenteils auf der A1 an der Küste entlang. Auf dieser Strecke liegt auch die Touristenhochburg "Mission Beach" - ein wunderschöner Küstenort für Taucher, Fischer, Segler, usw. Im Moment ist auch hier nicht viel los, da ja die Quallen und die Kroks das Wasser fest im Griff haben. Die Haupturlaubszeit ist hier von Juni bis August, aber leider ist dann eben das Wasser nicht so warm. Wir stellen unser Quartier in Tully Head, einem ganz kleinen verschlafenen Ort direkt an einer Flussmündung zum Meer auf. Es ist kein Campingplatz sondern ein Gemeindeplatz mit einigen Stellplätzen und gegen eine kleine Gebühr werden Duschen mit warmem Wasser (völlig unnötig), Toiletten, Tische und Griller geboten. Da wir sehr zeitig dran sind stellt sich uns die Qual der Wahl des Stellplatzes. Am frühen Abend führt uns ein Spaziergang am Strand entlang - es ist gerade Ebbe - hier liegt ein toter Rochen und stinkt. Falls uns jemand beobachtet könnte man meinen, dass wir Streit haben, da Arno am Wasser und ich mit gutem Respektsabstand weiter oben am Strand spaziere. Durch den Ort schlendern wir gemeinsam retour. Hier säumt ein schönes Haus nach dem anderen die Straße - alle mit direktem privatem Zugang zum Meer - Mann/Frau gönnt sich ja sonst nichts. In der Nacht geht der erste kleine Regenschauer seit Wochen über uns nieder, doch am Morgen scheint schon wieder die Sonne und es ist sehr schwül.

Am Montag ist unser Ziel der
Paluma NP
Die traditionellen Besitzer des Paluma Range National Park sind die Nywaigi Aborigines. Der traditionelle Name für die Paluma Range ist Munan Gumburu, die "Misty Mountain", eine treffende Beschreibung welche Morgennebel bedeuten. Paluma Range NP ist das südliche Tor zum Wet Tropics World Heritage Area und besteht aus zwei Abschnitten. Der nördliche Teil verfügt über die Jourama Falls-einen malerischen Wasserfall von Regenwald umrahmt. Im Süden steigt der vom Regenwald verhüllte Berg Spec 1000 m über dem Big Crystal Creek Aue. Beide Bereiche bieten eine Reihe von Freizeitmöglichkeiten.
Wir stellen am Campingplatz des Big Crystal Creek das Schlafgemach auf. Auch hier mussten wir schon vorab über das Internet den Platz reservieren und bezahlen. Die 120km bis dorthin sind schnell herunter gespult, vor allem da uns der Weg auf ganz wunderbare Weise versüßt wird. Wir halten bei "Frozen Mango", da wir gerade jetzt unbedingt eine Pause brauchen. Hier gibt es alles, was das Eisherz so heiß begehrt. Mind. 20 hausgemachte Eissorten, Milchshakes mit frischen Früchten und Eis, viel Produkte welche aus Mangos hergestellt werden können usw. Wir entscheiden uns für eine große Tüte Eis und streichen den Lunch vom Speiseplan *gg*. Den Nachmittag verbringen wir mit schwimmen - Wassertemperatur ca. 31° - oder eher tümpeln, lesen und Seele baumeln am natürlichen Pool im Creek - ganz sicher ohne Quallen und Kroks. Es ist unglaublich schön hier, für mich ist es im Moment unvorstellbar, dass in genau einem Monat Weihnachten ist, obwohl in der einen oder anderen Ortschaft bereits die Weihnachtsstraßenbeleuchtung montiert ist. Der Abend klingt genau so gemütlich aus wie schon der ganze Tag ist und wir freuen uns auf Morgen.

Es ist wunderschön hier

Es ist wunderschön hier

Abendspaziergang am Strand

Abendspaziergang am Strand

Toter Rochen - riecht sehr intensiv

Toter Rochen - riecht sehr intensiv

Ein Zuckerrohrzug

Ein Zuckerrohrzug

Und der zweite Teil des Zuges

Und der zweite Teil des Zuges

Bananenplantagen - die Kunststoffsäcke über den Früchten sollen vor Schädlingen schützen

Bananenplantagen - die Kunststoffsäcke über den Früchten sollen vor Schädlingen schützen

Weihnachtsbeleuchtung in den Tropen

Weihnachtsbeleuchtung in den Tropen

Es ist so wunderschön hier

Es ist so wunderschön hier

Teilweise schön bergig und grün

Teilweise schön bergig und grün

Die Flüsse führen alle sehr wenig Wasser

Die Flüsse führen alle sehr wenig Wasser

Big Crystal Creek

Big Crystal Creek

Noch einmal da es so schön ist

Noch einmal da es so schön ist

Big Crystal Creek bis Teemburra Dam - 25.11.2014

Big Crystall Creek bis Alva Beach - 25.11.2014
Na heute beginnt der Tag ja gut, beim Kontrollieren der Motorradstiefel vor dem Anziehen fühle ich et was eigenartiges in meinem Stiefel. In Sekundenschnelle ist die Hand wieder herausgezogen - ich kann sie schon sehen, eine dicke Spinne - baaa jetzt graut mir aber. Schnell fotografieren, da ich leider im Moment alleine bin - Arno nimmt gerade ein Morgenbad im Fluss - sonst glaubt er mir das eventuell nicht. Doch die Spinne wartet in meinem Stiefel bis Arno wieder zurück ist und er darf sie dann aus ihrem Sch(tr)lafgemach entlassen. Sollten diese Tiere einen Geruchssinn besitzen ist dieser bei der Spinne bis an ihr Lebensende zerstört - selbst schuld, ich habe sie nicht gebeten dort zu übernachten. Die 140km bis zu unserem Ziel - Alva Beach fahren sich wie von selbst. Auch heute begleiten uns Mango- und Zuckerrohplantagen bis zum Campingplatz - ich brauche dringend eine Waschmaschine - auf dem wir übernachten werden. Erst relaxen wir ein wenig am Pool um dann in der Nachmittagssonne bei Ebbe einen langen Spaziergang am Strand entlang zu machen. Wir sind wieder einmal entsetzt wie schonungslos die Menschen mit der Natur umgehen - überall liegt Müll herum. Leider ist es in Australien Großteils so, dass die Besucher dazu angehalten werden den eigenen Müll mitzunehmen und daher keine öffentlichen Mülleimer zur Verfügung gestellt werden. Meine persönliche Meinung dazu ist "besser die Gemeinden entleert bereit gestellte Tonnen als der Müll in der Landschaft nimmt überhand". Bei unserem heutigen Abendessen besucht uns eine Opossum Mama mit ihrem Jungen am Rücken - die sind überhaupt nicht geschreckt und schauen uns ganz gemütlich beim Essen zu - könnte ja was abfallen. Bei uns nicht, da wir schon einige Male erlebten wie aggressiv - vor allem Vögel - werden können, wenn sie nichts abbekommen. Da schon den ganzen Abend dunkle Wolken am Himmel herumziehen verstauen wir alles Wetterfest und ziehen dem Motorrad die Plane über, damit wir dies nicht event. mitten in der Nacht tun müssen.

Alva Beach bis Temmburra Dam
Kein Regen in der Nacht, doch heute Morgen sieht es nicht sehr einladend aus - na schauen wir mal, was der Tag so bringt. Um 8.15 Uhr sind wir startbereit und es hat bereits jetzt 31°. Arno hat einen Stausee den Lake Elphinstone zum Übernachten für event. 2 Nächte herausgesucht. Dieser ist 350km entfernt - so weit fahren bin ich ja gar nicht mehr gewohnt. Die Mangoplantagen säumen die ersten 100km noch die Straße, doch dann verändert sich die Vegetation schlagartig. Hier grasen die Kühe im braunen Nichts um doch noch irgendwo einen Halm zu ergattern, es wird bergig und es kommen uns nur sehr vereinzelt Fahrzeuge entgegen. Hier bekommen wir die Ausläufer eines Schauers ab. Binnen zwei Minuten fällt das Thermometer von 34° auf 24° um nach 5 Minuten genauso schnell wieder oben zu sein. Wir passieren eine große Kohlemine welche direkt an der Straße liegt und können somit die riesigen Minenfahrzeuge im Tagebau von hier aus beobachten. Gegen 13.30 Uhr erreichen wir den Lake Elphinstone um dort freudig von millionen Gelsen begrüßt zu werden - schnell fassen wir beide den Entschluss "hier bleiben wir nicht, sonst leiden wir morgen an Blutarmut". Während Arno auf Wiki Camp neue Möglichkeiten zum Übernachten sucht kommt eine ältere Dame auf uns zugerannt und erzählt uns freudestrahlend, dass sie und ihr Mann genau das gleiche Motorrad besaßen. Nach ein wenig small talk über Goldwings lädt sie uns noch auf einen Kaffee ein den ich leider schweren Herzens ablehnen muss, aber die nächste Übernachtungsmöglichkeit ist 150km entfernt (hätte ich nicht doch die Gelsen nehmen sollen *gg*). Hier stehen uns gleich 3 Möglichkeiten zur Verfügung - ein freier Platz mitten in der Gemeinde, ein Hinterhofplatz bei einem Hotel mit lautem Kühlaggregat oder ein Campingplatz. Alle drei Möglichkeiten gefallen uns nicht wirklich, doch langsam wird es spät und unsere eiserne Regel lautet ja, bei Einbruch der Dunkelheit müssen wir den Übernachtungsplatz erreicht haben. Die nette Bardame aus dem Hotel empfiehlt uns den 10km entfernten Temmburra Dam. Erst gönnt sich Arno jedoch ein eiskaltes Bier, da das Thermometer heute auf die 35° geklettert ist, und er eine Abkühlung braucht - sagt er. Auf dem Damm angekommen suchen wir den Picknick Bereich um dort das Zelt aufzustellen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es legal ist was wir tun, doch nun bleibt uns keine andere Möglichkeit mehr - Bedenken diesbezüglich habe sowieso nur ich. Heute freue ich mich auch schon sehr auf das Abendessen - gebratenes Lachsfilet mit Kartoffelpüree (natürlich vom Meister selbst gemacht). Wo uns der Weg morgen hinführt wissen wir im Moment noch nicht, da uns der heutige Tag unseren Plan vollkommen durcheinander geworfen hat.

Der Küchenchef persönlich

Der Küchenchef persönlich

Die Spinne in meinem Schuh

Die Spinne in meinem Schuh

Sandstraße

Sandstraße

Alva Beach - das Foto ist zwar nicht korrekt, aber ich finde es toll

Alva Beach - das Foto ist zwar nicht korrekt, aber ich finde es toll

Opossum  Mama mit Baby am Rücken

Opossum Mama mit Baby am Rücken

Die Weihnachtsbeleuchtung wird überall angebracht

Die Weihnachtsbeleuchtung wird überall angebracht

Die Landschaft verändert sich ständig

Die Landschaft verändert sich ständig

Ein Minenfahrzeug direkt am Straßenrand

Ein Minenfahrzeug direkt am Straßenrand

Die Mine

Die Mine

Riesige Förderbänder sind am Arbeiten

Riesige Förderbänder sind am Arbeiten

Viele ausgetrocknete Flussläufe

Viele ausgetrocknete Flussläufe

Meine Lieblingsstraßen

Meine Lieblingsstraßen

Halbhohes Zuckerrohr

Halbhohes Zuckerrohr

Es ist unglaublich schön hier

Es ist unglaublich schön hier

So mag Arno die Straßen

So mag Arno die Straßen

Teemburra Dam bis Dululu - 27.11.2014

Am Donnerstag in der Früh stellt Arno einen neuen Plan für die heutige Tour zusammen. Unser erster Punkt auf der Tagesordnung ist der
Eungella-Nationalpark
83km westlich von Mackay. Der Park hat eine Größe von über 599 km². Er wurde 1936 gegründet und liegt in der Clarke Range. Der höchste Gipfel ist der Mt. Dalrymple mit einer Höhe von 1.280m. An diesen Bergen stauen sich oft die Wolken, was ihnen in der Sprache der Aborigines die Bezeichnung "Heimat der Wolken" eingetragen hat. Hier sind Niederschlagsmengen von 2.000 Millimeter im Jahr zu verzeichnen. Die Hauptattraktionen des Parks sind die ausgeprägten tropischen Regenwälder, die über 860 Pflanzenarten aufweisen. In den niedrigeren Lagen findet man z.B. reiche Epiphyten- und Orchideenvorkommen in den Wäldern, während diese in den höheren Lagen von Teakbäumen, Palmen und riesigen Exemplare der Baumart Argyrodendron actinophyllum geprägt werden. Nirgends können Schnabeltiere so nah und häufig beobachtet werden wie am Broken River, wo Aussichtsplattformen das Beobachten der scheuen Tiere erleichtern. Auch Flughunde sind regelmäßig anzutreffen.
Erstens führt hier eine wunderschöne, steile, kurvenreiche Straße hinauf - 700 Höhenmeter auf 4km - und zweites steht ein Spaziergang im Regenwald am Programm. Oben angekommen ist unsere Begeisterung groß, da von hier aus ein wunderschöner Blick ins Tal frei gegeben ist. Nach unserem Regenwald walk beschließen wir spontan uns auf dem hiesigen Campingplatz einzumieten und den Tag zu genießen. Nachdem Arno festgestellt hat, dass die Federbeine am Motorrad zu weich eingestellt sind - ich wurde in so manchem Schlagloch unsanft aus dem Sattel gehievt - will er diese hier etwas fester stellen, wofür er das halbe Motorrad ab moniert und zerlegt. Nach einem Nachmittagsschläfchen von Arno - gehört zu einem freien Tag für ihn dazu - fahren wir noch einmal die 4km Serpentinen hinunter und hinauf um die Einstellung der Federbeine zu kontrollieren - wer´s glaubt wird selig. Arno lässt es gut laufen und er hat seinen Spaß dabei - ich gebe ja zu, mir ist es auch nicht unangenehm. Wir fahren nun noch einmal an einen Creek im Regenwald, um dort am Broken River die ansässigen

Platybus - Schnabeltier
ist ein eierlegendes Säugetier aus Australien. Es ist die einzige lebende Art der Familie der Schnabeltiere. Zusammen mit den vier Arten der Ameisenigel bildet es das Taxon der Kloakentiere, welche sich als basale Gruppe stark von allen anderen Säugetieren unterscheiden. Der Körperbau des Schnabeltiers ist flachgedrückt und stromlinienförmig, es hat gewisse Ähnlichkeiten mit einem flach gebauten Biber und hat auch einen vergleichsweise platten Schwanz. Der Körper und der Schwanz sind mit braunem, wasserabweisendem Fell bedeckt. Die vorderen und hinteren Füße tragen Schwimmhäute. Die Körperlänge der Schnabeltiere beträgt rund 30 bis 40 Zentimeter, der Schwanz, der als Fettspeicher verwendet wird, ist 10 bis 15 Zentimeter lang. Schnabeltiere erreichen ein Gewicht von 0,5 bis 2,5 Kilogramm, wobei Männchen rund ein Drittel größer als Weibchen werden.
eventuell zu beobachten. Wir haben dies schon an einigen Bächen versucht, doch leider sind die Tiere so scheu und reagieren auf jede Art von Annäherung. Heute ist unser Glückstag - wir sehen einen kleinen wie er immer wieder mal zum Atmen an die Wasseroberfläche kommt. Diese kleinen Tiere sehen sehr niedlich und süß aus. Außer dem Platybus tummeln sich hier noch viele viele Wasserschildkröten herum, die auch immer wieder zum Atmen an die Oberfläche kommen. Nach einiger Zeit der Beobachtung fahren wir wieder zurück um zu kochen - heute bin ich dran - es gibt Eiernockerl! Für morgen in der Früh hoffen wir, dass es nicht zu diesig ist, da hier oben ein toller Sonnenaufgang zu sehen sein soll - na warten wir mal ab.

Als wir in der Früh den Blick aus dem Zelt wagen ist alles rund um uns herum dick eingenebelt, sodass es eigentlich nur zum Weiterschlafen veranlasst - nichts, raus aus den Federn. Bis alle/s abfahrtsbereit sind hat die Sonne schons den ganzen Nebel aufgesaugt und der heutige Tag beginnt auch wieder mit Sonnenschein und 25°. In der Stadt Sarina wird der Hänger im Hinterhof einer Tankstelle abgestellt, da Arno eine schöne Bergstraße auf der Karte entdeckt hat, die er gerne ohne fahren möchte. Eine Kurve schöner als die nächste, aber die Streck gesamt viel zu kurz. Weiter geht es entlang der riesigen Zuckerrohrfelder, wo im Moment fleißig geschnitten wird. Das Gerät welches sie dafür verwenden ähnelt unseren Mähdreschern - die Maschine schneidet unten das Zuckerrohr, zerhackt es auf ca.30cm Stücke und pustet diese durch ein Rohr auf den neben her fahrenden LKW. Dieser wiederrum hat auf seiner Ladefläche die Container der Eisenbahn stehen und somit brauchen diese vom LKW nur mehr auf die Geleise geschoben werden - ein gutes System. Diese endlos langen Züge fahren dann direkt in die Zuckerfabriken um das Zuckerrohr zu verarbeiten - und ich würde sagen, das riecht sehr unangenehm, besser noch es stinkt. Es ist uns ja so unangenehm, doch leider ist just genau in dem Moment als wir eine Pause einlegen eine Früchtefarm auf unserer Straßenseite und dann bietet diese auch noch frisches hausgemachtes Eis an - also so ein Pech aber auch. Nach der süßen Pause sind es noch 60km bis zum St. Lawrence Creek, unserem heutigen Tagesziel. Ein wunderschöner Platz mit jeglichem Komfort - hier lässt sich das Wochenende gut verbringen. Auf unserem Nachmittagsspaziergang zum Fluss kommen wir mit einem einheimischen Pärchen ins Gespräch, welches auch den Tag hier ausklingen lässt. Bier wird angeboten und nach 4 Bier (ohne mir natürlich) geht es noch weiter ins Pub, da dies ja noch nicht genug ist.. Hier geht es dann mit Rum bei einer Partie Billard weiter. Arno kann und will vor allem mit deren Trinkgeschwindigkeit nicht mit halten. Was die Australier an Alkohol vernichten ist "nicht von schlechten Eltern" wie wir sagen würden. Mir ist das schon oftmals aufgefallen, das Trinken - und immer reichlich - hier einfach dazugehört. Die Australier sind keine Genießer. Da wird, was immer es ist, einfach nur hinunter gelehrt. Gegen 21.00 Uhr machen wir uns trotz meinem absoluten Unbehagen bei Dunkelheit zu Fuß(nur max. 15 Min.) auf den Weg zu unserem Zelt, da die Alternative eine betrunkene Fahrerin gewesen wäre.

Arno wacht mit einem kleinen Brummen im Kopf auf - wahrscheinlich ist ihm der Abendspaziergang nicht gut bekommen *gg*. Gegen 10.00 Uhr machen wir uns auf den Weg in die 50km entferne Ortschaft Camilla, denn dort ist heute Weihnachtsmarkt - da möchte ich unbedingt hin. Ja was soll ich euch sagen, das einzig weihnachtliche war ein gehäkelter Schneemann, und das in einem Teil des Kontinents in dem es noch nie geschneit hat!! Die 10 Standerl sind schnell abgeklappert und am letzten lernen wir ein Australisches Paar kennen, deren große Leidenschaft das Reisen ist. Über 3 Stunden sind wir am tratschen -alle anderen Standler sind bereits weg und wir reden immer noch - toll solche Menschen kennen zu lernen.
Mein Englisch ist nun schon so gut, dass ich mich erstens nicht mehr scheue zu reden, und zweitens relativ gut Gespräche ohne Probleme führen kann. Zwischendurch wird auf dem Markt ein Ratespiel veranstaltet, welches Arno gewinnt - die Länge eines zusammengewickelten Seiles musste errate werden - Arno schätzt 47m und es sind 47,10m bravo!!! Der gesammelte Betrag kommt zur Hälfte einem Bedürftigen des Ortes zu Gute und zur Hälfte Arno - er nimmt es jedoch nicht an und somit wird der ganze Betrag einem guten Zweck gespendet. Auf der Rückfahrt sputen wir uns ein wenig, da sehr dunkle Wolken aufziehen und ich die "Fenster" beim Zelt offen habe zum Lüften. Gerade als es zu regnen beginnt kommen wir an. Ein "Nachbar" mit Mitdenkfunktion war aber schon so nett und hat die Zipp geschlossen - das ist wirklich sehr nett von ihm. Nach 10 Tropfen ist schon wieder alles vorbei. Arno hält einen Schönheitsschlaf während ich die Fotos der letzten Tage sortiere und verkleinere. Auf der schwarzen Tafel am Campingplatz ist zu lesen, dass heute Abend Freiluftkino geboten wird - also, Sessel unter die Achsel geklemmt und nichts wie hin. Es wird der Animationsfilm "Dragon 2" zum Besten gegeben, und die Frauen vom Ort bieten Chicken- bzw. Beefrolls an. Noch nie davon gehört, ich auch nicht. Ich ließ mir erklären, dass das Fleisch mit verschiedenen Gewürzen etwas dicklich eingekocht wird und dann kommt das Ganze in ein aufgeschnittenes Burgerlaberl - na ja, nicht schlecht aber täglich brauche ich es nicht. Nach dem Film erbarmt sich eine Ortsbewohnerin unser und fährt uns zum Campingplatz zurück.

Sonntag in der Früh geht es gegen 8.00 Uhr weiter. Wir fahren in das ca. 200 km entfernte
Rockhampton
ist eine mittelgroße Stadt in Queensland. Die ständig wachsende Stadt hat eine Fläche von 95 km² und rund 61.000 Einwohner. Sie ist der Sitz des gleichnamigen lokalen Verwaltungsgebiets (LGA) Rockhampton Regional Council. Rockhampton wurde 1855 gegründet. Die Felsen im Fluss führten zum Namen Rockhampton. Die Stadtrechte bekam Rockhampton im Jahr 1902. Viele der historischen Gebäude in der Stadt sind heute von The National Trust and the Heritage Commission als Baudenkmäler geführt. Die Listung der Quay Street als eine "historische Straßenansicht" ist in ganz Australien einmalig.
Jetzt steht bummeln in einem riesigen Einkaufszentrum - ich brauche ein wenig Weihnachtsfeeling - auf dem Programm. Heute gibt es Weihnachtsrabatt von 30% auf alles angebotene - hier ist so richtig was los. Ich denke alle Menschen im Umkreis von 500km treffen sich hier, aber aufgrund der Größe verläuft sich alles relativ gut. Im Anschluss daran eine schöne Stadtrundfahrt bei der alle Tanks gefüllt werden und weiter geht es landeinwärts um eine wunderschöne Kurvenreiche Strecke bis zu unserem Tagesziel in Dululu zu fahren. Heute steht nichts mehr am Programm, denn schließlich ist ja Sonntag *gg*.

Blick auf den Stausee

Blick auf den Stausee

Solche Straßen machen Arno doppelt Spaß

Solche Straßen machen Arno doppelt Spaß

Blick ins wunderschöne Land

Blick ins wunderschöne Land

Etwas grobe Regengitter

Etwas grobe Regengitter

700 Höhenmeter auf 4km - unserer Wing ist warm

700 Höhenmeter auf 4km - unserer Wing ist warm

Spaziergang am Fluss

Spaziergang am Fluss

Spaziergang im Regenwald

Spaziergang im Regenwald

Blick aus dem Regenwald

Blick aus dem Regenwald

Ein Platybus - Schnabeltier

Ein Platybus - Schnabeltier

Wir sind nun schon die neunte Woche unterwegs und haben ca. 16500 km heruntergespult

Wir sind nun schon die neunte Woche unterwegs und haben ca. 16500 km heruntergespult

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses mal soll uns unserer Reise ca. 7 Monate durch und um Australien führen. Danach verschiffen wir das Gespann nach San Franzisco wo es dann über Kalifornien nach Canada u Alaska weiter geht.
Details:
Aufbruch: 29.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 29.09.2015
Reiseziele: Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Arno und Margit Darnhofer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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