Australien - USA - Kanada - Alaska

Australien-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Arno und Margit Darnhofer

Australien: Dapto bis Healesville

Dapto bis Canberra - 20.01.2015

Am Dienstag in der Früh geht es mir etwas besser, nur Lust auf ein Frühstück habe ich weiterhin nicht. Da nicht viel einzupacken ist sind wir sehr flott und wir brechen bei leichtem Regenschauer gemeinsam mit Martin in Richtung Goulburn auf, wo er uns an den nächsten Goldwinger Stuart "übergibt". Goulburn ist bekannt für die Merino Schafzucht. Aus diesem Grund ziert ein 15m hohes und 21m langes Betonschaf die Einfahrt der Ortschaft. Im Bauch des Schafes befinden sich diverse Geschäfte und die Augen werden als Aussichtspunkt genutzt. Auch der CC des Gebietes Canberra ist extra gekommen, damit er uns kennen lernen und ein wenig mit Arno plaudern kann - dies habe ich nach kurzer Zeit in ein Pub verlegt, um bei einem warmen Kakao meinen Magen zu erfreuen. Nach etwa einer Stunde geht es weiter in Richtung Canberra. Natürlich nehmen wir den Weg über die Berge und nicht an der Küste entlang, da es dort im Moment aufgrund der Ferien noch immer "to busy" ist. Als wir am frühen Nachmittag in Canberra ankommen bin ich ziemlich fertig und starke Kopfschmerzen plagen mich. Nach einer Tablette und zwei Stunden Rast fühle ich mich wie neu geboren und oh wie schön, ich habe Hunger *gg* - das Schlimmste ist somit überstanden. In der Zwischenzeit ist auch Stuarts Frau Julia nachhause gekommen. Julias Eltern sind vor 60 Jahren aus Veitsch in der Steiermark nach Australien ausgewandert. Meine Vorfreude mich mit ihr auf Deutsch unterhalten zu können ist schnell getrübt - sie spricht kein Deutsch. Na gut, dann eben wieder auf Englisch. Am Mittwoch ist für den Vormittag eine Stadtführung vorgesehen. Erst fahren wir auf den Mt Ainslie hinauf um den Blick über die Stadt und der Umgebung zu genießen.

Canberra
ist die Hauptstadt und achtgrößte Stadt Australiens. Sie ist die größte Stadt im Landesinneren und liegt im Australian Capital Territory (ACT), 286 km südwestlich von Sydney und 669 km nordöstlich von Melbourne. Canberra ist eine Planhauptstadt und wurde 1908 aufgrund der Rivalität zwischen Melbourne und Sydney als Kompromisslösung zur zukünftigen Hauptstadt bestimmt. Nach einem internationalen Städtebauwettbewerb entschied sich die australische Regierung für den Entwurf des US-amerikanischen Architekten Walter Burley Griffin. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1913, den Status als Hauptstadt erhielt Canberra am 09. Mai 1927. Die Stadtstruktur basiert auf den Prinzipien der Gartenstadt und umfasst weitläufige naturbelassene Flächen, die im Canberra-Naturpark zusammengeschlossen sind. Dies hat Canberra den Beinamen "Busch-Hauptstadt" eingebracht. Die Entwicklung der Stadt wurde durch den Ersten Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise noch erheblich gebremst, so setzte nach dem Zweiten Weltkrieg ein starkes Bevölkerungswachstum ein, das bis heute anhält.
Vom Mt Ainslie haben wir einen tollen Blick auf die Stadt. Vor uns liegt die ANZAC Parade mit den Kriegsmahnmalen, weiter der Blick auf den Capital Hill mit dem Triangel auf welcher die Australische Flagge aufgezogen ist und vieles mehr. Danach geht es in die Stadt in das Besucherzentrum, wo wir ganz genau nachlesen können, wie die Stadt geplant wurde bzw. gibt es ein riesiges Modell anhand dessen wir virtuell auf Deutsch über alle wichtigen Eckdaten informiert werden - sehr interessant. Weiter geht die Fahrt zum Capital Hill um vor dem Parlament ein Foto zu schießen. Die Stadt gefällt mir irrsinnig gut, da alles sehr übersichtlich und weitläufig angelegt ist. Hier gibt es so gut wie keine Hochhäuser und es ist sehr grün und überall blüht es. Die ganze Stadt samt dem Verkehr wirkt sehr relaxed auf mich. Böse Zungen (Arno) meinen - kein Wunder, hier arbeiten ja hauptsächlich Beamte - ich würde so etwas nie sagen!!! Die für den Nachmittag geplante Ausfahrt wurde aufgrund des Regens abgesagt. Diese Ausfahrt in den Bergen rund um Canberra (die Stadt liegt ja auf ca. 700m) wird am Donnerstag bei herrlichem Wetter nachgeholt. Wir besuchen dabei einen Wasserfall und ein kleines Schigebiet. Als ich vor einiger Zeit gefragt wurde, warum wir so gerne mit dem Motorrad reisen war eines meiner Argumente "weil ich die Natur riechen kann". Heute ist es wieder einmal so weit - aufgrund des gestrigen Regens ist die Luft so frisch, der Duft nach frischem Eukalyptus begleitet uns für eine lange Zeit. Weiters blüht im Moment ein Busch mit weißen Blüten die extrem nach Bienenwaben riechen - ein unvergesslicher Eindruck diese Gerüche. Bei einer geführten Besichtigungstour darf natürlich der Staudamm nicht fehlen und dann geht es zum

NASA Deep Space Network
ist ein Netz von Parabolantennen, die zur Kommunikation mit Raumsonden und Satelliten sowie Radio- und Radarastronomischen Forschungszwecken dienen.
* Goldstone Deep Space Communications Complex (GDSCC), Mojave-Wüste, Kalifornien, USA
* Madrid Deep Space Communications Complex (MDSCC), Robledo de Chavela bei Madrid, Spanien
* Canberra Deep Space Communication Complex (CDSCC), Tidbinbilla bei Canberra, Australien
Alle drei Anlagen befinden sich in hügeligem, schalenförmigem Gelände, um Störungen durch Radiofrequenzen zu minimieren. Die strategische Platzierung - die Stationen sind jeweils rund 120° oder ein Drittel des Erdumfangs voneinander entfernt - ermöglicht trotz der Erdrotation die konstante Überwachung von Raumfahrzeugen. Jede Station hat neben kleineren Antennen mindestens eine 26-m-, zwei 34-m- und eine 70-m-Antenne.
Früher gab es zwei weitere große Stationen:
* Woomera, Australien (1959-1972)
* Hartebeesthoek bei Johannesburg, Südafrika (1961-1974)[1]
Die ersten großen Aufgaben für die Deep-Space-Stationen der NASA bestanden in der Kommunikation mit interplanetaren Raumsonden wie des Mariner- und Pioneer-Programms sowie mit Voyager 1 und Voyager 2.
Für mich ist das ganze hier sehr interessant und wir verbringen einige Zeit in dem Zentrum. Zum Abschluss des Tages fahren wir noch zum "National Arboretum Canberra" . Nachdem bei den schweren Buschfeuern von 2001 ein großer Teil des Waldgebietes im Osten von Canberra zerstört wurde begann die Stadt im Jahr 2005 ein Gebiet von 600ha mit Bäumen aus aller Welt neu aufzuforsten. Unter anderem gibt es hier auch eine Ausstellung zum Thema "Bonsai" welche uns auch sehr begeistert.
Zurück von unserer Tour besuchen wir die Nachbarn von Stuart und Julia - Sie eine 75jährige Wienerin und er ein 85jähriger Salzburger die sich 1955 auf dem Schiff nach Australien kennen lernten und nun bereits seit 60 Jahren gemeinsam hier leben, aber der besondere Akzent in der Stimme ist sofort zu erkennen. Beide sind noch sehr aktiv und gehen noch regelmäßig zum Schi fahren. Diese wunderbaren Menschen hatten so eine irrsinnige Freude über unseren Besuch - er nennt mich die ganze Zeit Madl - dass er mich beim Verabschieden fest drückt und mir Grüße an die Heimat ins Ohr flüstert. Diese Begegnungen der besonderen Art begleiten mich sicher für eine lange Zeit.

Das Wahrzeichen von Goulburne - Merino Schaf

Das Wahrzeichen von Goulburne - Merino Schaf

Die ANZAC Parade in Canberra

Die ANZAC Parade in Canberra

Panoramablick Canberra

Panoramablick Canberra

Das Parlament

Das Parlament

Blick vom Parlament zum Mt. Ainslie - da oben standen wir

Blick vom Parlament zum Mt. Ainslie - da oben standen wir

Das Triangel mit der Flagge neben dem Parlament

Das Triangel mit der Flagge neben dem Parlament

Blick zurück auf einer alten Brücke

Blick zurück auf einer alten Brücke

Rund um Canberra

Rund um Canberra

Stuart und Julia aus Canberra

Stuart und Julia aus Canberra

Die Gibraltar Falls

Die Gibraltar Falls

An der Corin Damm Staumauer

An der Corin Damm Staumauer

In der Anlage

In der Anlage

Astronautin Margit

Astronautin Margit

Astronaut Arno

Astronaut Arno

In der Bonsaiausstellung

In der Bonsaiausstellung

Canberra bis Merimbula - 23.01.2015

Am Freitag in der Früh geht es gegen 9.00 Uhr los in Richtung Merimbula, wo am Wochenende die Jahreshauptversammlung des GWCA (Goldwing Club of Australia) stattfindet - na da dürfen wir doch wohl nicht fehlen. Auf der Strecke an die Küste durchfahren wir in der Nähe vom Cooma die ersten Ausläufer der
Snowy Mountains
("Snowies", im Deutschen manchmal auch Australische Alpen) bilden das höchste Gebirge des Australischen Festlandes, nicht jedoch des australischen Kontinents, und umfassen dessen höchsten Berg Mount Kosciuszko mit einer Höhe von 2228 m sowie den zweithöchsten Berg Mount Townsend mit einer Höhe von 2209 m im Kosciuszko-Nationalpark. Die Snowy Mountains liegen im Südosten Australiens in den Bundesstaaten Victoria und New South Wales, südwestlich von Canberra. Sie sind Teil der Great Dividing Range, dem Küstengebirge, welches sich vom Norden Queensland die Ostküste herunter bis nach Victoria zieht. Die höchsten Erhebungen ragen über die Waldgrenze hinaus. Mehrere Seen zeugen von mächtigen Gletschern, die während der Eiszeiten das Gebirge bedeckten. Im Gebiet des südöstlichen Australien lebten Aborigines seit mehr als 20.000 Jahren mit ihrer eigenen Identität und Sprache. Die Aborigines wurden durch die europäische Kolonisation aus den Snowy Mountains und dem umgebenden Hochland vertriebe. Der letzte Aborigine der Snowy Mountains starb im Alter von 62 Jahren in Gebiet von Cooma im Jahre 1916.
Als sich die Straße über die Berge in Richtung Küste zuwendet verändert sich die Vegetation mit einem Schlag um 190° - erst sanfte Hügel die wie in die Landschaft modelliert aussehen, dann steile Serpentinen, große Farnbäume am Straßenrand und dieses tiefe satte Grün. Es ist so unglaublich vielfältig hier. Das GWCA Meeting findet in einem Motel am Stadtrand statt. Wir haben schon im August des Vorjahres von zuhause den Campingplatz am Meer gebucht, da wir sonst keine Chance auf einen Platz hätten. Dieses Wochenende ist das letzte der Sommerferien und am Montag wird der "Australien day" gefeiert. Der Platz ist restlos ausgebucht und alle Zelte stehen wie die Sardinen in der Dose - oh, was für ein Horror - aber die drei Tage werden auch vergehen. Am Nachmittag nimmt Arno ein Bad im Meer an der Sapphire Coast wo er erst ins Meer bei ca.21° und sehr starken Wellen und danach in der daneben liegenden Lagune bei ca. 28° baden geht. Da der Wind sehr stark weht und noch dazu sehr frisch ist habe ich mich für das Fotografieren entschieden. Am Abend statten wir den Goldwingern einen Besuch ab - den Vize Präsident kennt Arno schon 13 Jahre - um bei herrlicher Pizza einen sehr netten Abend zu verbringen. Am Samstag ist um 10.00 Uhr eine Ausfahrt geplant. Gegen 10.45 Uhr geht es dann endlich los - ich wünsche mir immer wieder die Gelassenheit der Australier zu haben - das wichtigste Wort "no worris" ist dabei oft zu hören. Wir fahren ein paar KM durch die Berge und dann auch wieder an der Küste entlang bevor wir in einem kleinen alternativen Dorf eine Pause einlegen. Leider bricht bei einer 1800 der Seitenständer und als die Maschine fällt dürfte ihm die Raste den Unterschenkelmuskel etwas verletzt haben, da der Fuß sofort anschwillt. Des Einen Leid, des Anderen Freud - meine Stunde ist gekommen, ich werde gefragt ob ich nicht so nett wäre und die 100km zurück fahren könnte - NATÜRLICH bin ich so nett!!! Die Beifahrerin fährt mit Arno mit und der Fahrer fährt mit einem Auto retour zum Hotel. Ich bin so glücklich endlich mal wieder zu fahren - ohne Probleme und mit viel Spaß bringe ich das Motorrad zurück. Danach gibt es viel Lob von den "alten Herren" - in diesem Club ist keiner unter 70 - und ich bin sicher um 5cm größer für den heutigen Abend. Apropos Abend, den verbringen wir alle gemeinsam bei einem der Winger welcher in einem wunderschönen Haus (Zweithaus!) mit Blick aufs Meer hier in Merimbula wohnt. Der Sonntag ist Ruhetag und ich verbringe den ganzen Tag mit Schreiben, da ich in den letzten beiden Wochen einfach nicht dazu gekommen bin. Während des Tages kommen uns ein paar Winger besuchen die unbedingt unser "set up" sehen möchten nachdem Arno erzählte womit und wie wir unterwegs sind. Am Abend gibt es ein Abschlussgrillen das total lustig war. Die Herrschaften sind zwar alle etwas älter, aber dafür umso lustiger. Wir haben schon lange nicht mehr so viel gelacht. Es gab unter anderem eine Tombola zu der wir wieder zwei T-Shirts spenden. Um die zwei Leiberl ist so ein Grieß, dass diese sogar extra verlost werden. Zum Schluss wird von einem Mitglied Resümee über das ganze Wochenende gezogen und jeder muss für seine Vergehen Strafe zahlen - Arno $ 2,00 da für seinen Helm sicher ein Tier sterben musste und ich $ 3,00, da mir vorgeworfen wird das Motorrad manipuliert zu haben nur um einmal fahren zu dürfen - es war wirklich ein sehr lustiger Abend. Am Montag fahren dann alle wieder nachhause nur wir bleiben hier, da wir uns am Dienstag mit meinem Bruder hier treffen - juhu ich freu mich schon sehr. Wir erkunden am späten Montagvormittag für 3 Stunden die Umgebung, da unser Vorderreifen gewechselt gehört und ihm noch 300km auf die 25 000km fehlen - vorher wird nicht getauscht *gg*. Leider ist es im Moment echt kalt - nur 19° - und auf 900m hat es nur mehr 14°. Ich ziehe alle Schichten die ich mithabe übereinander an, aber so wirklich warm will mir einfach - auch trotz der wunderschönen Umgebung - nicht werden. Am Dienstag ist Wäsche waschen und das Wechseln der Vorderreifens - der hat nun 25 000km runter - angesagt. Während ich hier schreibe ist Arno auf der Suche nach einer Werkstatt die ihm den Reifen aufzieht und wuchtet.

Gegen 17.00 Uhr treffen dann mein Bruder Franz und seine Freundin Karin am Campingplatz ein - wir freuen uns alles sehr uns zu sehen. Den Abend verbringen wir bei Spaghetti, Rotwein und vielen Erzählungen.

Es ist wunderschön hier

Es ist wunderschön hier

In den Snowy Mountains

In den Snowy Mountains

Blick über die Snowy Mountains

Blick über die Snowy Mountains

Diese Farnbäume faszinieren Arno sehr

Diese Farnbäume faszinieren Arno sehr

Der Tankstellenverweigerer hat heute zugeschlagen - war nicht notwendig

Der Tankstellenverweigerer hat heute zugeschlagen - war nicht notwendig

Arno allein in den hohen Wellen des kalten Wassers

Arno allein in den hohen Wellen des kalten Wassers

Der kaputte Seitenständer

Der kaputte Seitenständer

Meine bunten Freunde

Meine bunten Freunde

Die lustige Altherrenrunde

Die lustige Altherrenrunde

Ohne Worte

Ohne Worte

Der hat sogar mit mir gesprochen

Der hat sogar mit mir gesprochen

Die Gewinnerinnen der T-Shirts

Die Gewinnerinnen der T-Shirts

Merimbula bis Healesville - 28.01.2015

Am Mittwoch in der Früh beschließen wir gemeinsam die Küste zu verlassen, da es wieder kalt und windig ist und laut Wettervorhersage auch die nächsten Tage so bleiben soll. Laut Accu Weather staut sich das Wetter an der Küste und es soll hinter den Bergen besser sein. Gegen 10.00 Uhr geht es dann gemeinsam los. Nach 70km beginnt es schon zu regnen, und mir ist sehr kalt - trotz drei Schichten Gewand. Nun kommt eben auch noch das Regengewand als vierte Schicht dazu. Nach weiteren 10km überschreiten wir die Bundesgrenze nach Victoria. Auf dem Snowy Mountains Highway überqueren wir den Mt Selvin und es regnet bei 10° - brrr ist das aber kalt. Ich bin mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher, dass das Wetter auch weiß, dass 26° und kein Regen an unserem heutigen Tagesziel angesagt sind. Doch schau, 60km davor hört es auf zu regnen und die ersten Sonnenstrahlen finden auch ihren Weg durch die Wolken. Vor der Ortschaft Tumbarumba finden wir einen netten Stellplatz an einem Fluss. Während die Männer das Schlafzimmer aufbauen setzte ich mich auf die Wing und fahre die 12km in den Ort um einzukaufen - ja das macht richtig Spaß. Den Abend verbringen wir vor dem Lagerfeuer welches wir uns anzünden, da es alles ist, aber nur nicht warm. Am Donnerstag begrüßt uns die Sonne bereits zum Frühstück was uns auf einen schönen Tag hoffen lässt. Heute steht eine wunderschöne Strecke auf dem Programm. Wir fahren durch den Burrowa NP, entlang am

Lake Hume
ist ein großer Stausee am Murray River in Australien. Er liegt auf der Grenze zwischen Victoria und New South Wales und ist in viele Nebenarme verzweigt. Neben den beiden fast 40 km langen Hauptarmen, dem Murray River und dem Mitta Mitta River, werden auch einige kleinere Flüsschen vom Hume-Staudamm (Hume Dam) hier gestaut. Staudamm und See sind nach dem australischen Forscher Hamilton Hume benannt. Der Staudamm besteht aus aufgeschüttetem Felsgestein, das mit Lehm und Erde bedeckt ist. Er hat eine Hochwasserentlastung aus Beton. Der Staudamm ist 51 m hoch, 1616 m lang und trägt eine Straße. Er wurde innerhalb von zwölf Jahren von 1919 bis 1931 von mehreren Tausend Arbeitern gebaut. In den 1950ern wurde er erweitert, wobei der Ort Tallangatta vollständig umgesiedelt wurde. Er wurde an einer neuen Stelle acht Kilometer weiter westlich wieder aufgebaut. Das Wasserkraftwerk am Dammfuß liefert 50 Megawatt für den Spitzenbedarf.

Unser Plan ist es gegen Mittag den Hänger auf unserem heutigen Stellplatz - wieder an einem Fluss - abzustellen und dann weiter einen Nachmittagstour über den Mt Beauty in den Alpine NP zu machen. Da die Sonne aber soooo angenehm vom Himmel lacht - wir haben ca. 23°- hat eigentlich niemand mehr so rechte Lust weiterzufahren. Kurzerhand entscheiden wir 2 Nächte hier zu verbringen und die heutige Tour auf morgen zu verschieben. Der große Sonnengenuss ist jedoch bald wieder von dicken Wolken getrübt und somit bleibt uns mal wieder nichts anderes übrig wie Jacke und lange Hose. A, F+K möchten es aber unbedingt wissen und gehen in das kalte Flusswasser baden. Nein danke, ich ziehe eine Becherdusche vor - ist die noch kalt genug. Zum Glück liegt viel trockenes Holz am Flussufer herum, damit uns ein schönes Lagerfeuer wieder etwas bei unseren Gesprächen wärmt. Am Freitag in der Früh ist es wieder stark bewölkt und das Wetter allgemein nicht sehr freundlich - von warm rede ich ja schon gar nicht mehr. Also, drei Schichten angezogen und los geht die Tour in den Alpin NP. Hätte ich gewusst, was mich dort erwartet wäre ich ja nicht einmal aufgestanden. 5° auf 1717m und dazu leichter Nieselregen und starker Seitenwind - ich fühle meinen Körper kaum noch - ausgenommen meine Blase. Absteigen - no way - bevor es nicht wärmer ist. Das Schlimme an der Sache - hinter uns im Auto mein Bruder, und ich kann nicht einmal umsteigen, da es ja zu einem Camper umgebaut ist - da hätte ich mich max. ins Bett legen können. Meine Laune war in diesem Moment nicht sonderlich gut und somit habe ich die Unterhaltung mit Arno auf ein absolutes Minimum beschränkt um kein falsches Wort zu sagen. Auf einer Höhe von 1000m gehe ich langsam in dem Auftaumodus über und bei ca. 700m kann ich dann endlich im letzten möglichen Moment kann ich mich auch noch von meiner anderen Pein befreien - jetzt ist auch die Laune wieder auf Modus gut gestellt. Natürlich stehen heute wieder viele Kurven auf dem Programm - und die Landschaft ist wunderschön. Etwa 80km vor dem Stellplatz verlieren wir plötzlich Franz aus den Augen - nach ca. 15 Min. Wartezeit kommt er nach und erklärt uns, dass sein Auto fast kocht - laut Thermostat. Da im Motorraum jedoch keine Anzeichen von außerordentlicher Hitze festzustellen ist tippen beide Männer auf das Thermostat - und so ist es auch. Am Straßenrand wird dieses kurzerhand ausgebaut und nach 45 Min. geht die Fahrt ohne Probleme weiter. Am Samstag in der Früh fahren wir gegen 10.00 Uhr weiter durch Berg und Tal in die Stadt Healesville. So viele Kurven als heute sind wir noch nie gefahren - es ist zwar unglaublich schön, aber leider teilweise sehr kalt und die vielen Kurven sind gegen Ende des Tages - ca. 380km - doch sehr anstrengend für mich. Am späten Nachmittag - wir fahren gerade durch einen Wald - hören wir einen lauten Knall hinter uns. Das Bike wird sofort abgestellt und wir befürchten erst einen Schaden am Falcon - weit gefehlt, es raucht bei uns aus dem Hänger heraus. Arno ist so geistesgegenwärtig und steckt sofort die Kabel welche vom Hänge an der Wing angeschlossen sind ab - zu unserem großen Glück. Dann reißen wir den Deckel vom Camper auf um das Feuer zu löschen - die Versorgungbatterie ist explodiert. Das große Rätselraten um die Ursache beginnt - doch schnell ist der Übeltäter gefunden. Ein Zelthering welchen Arno lose in den Hänger legte hat sich durch das Schütteln im Hänger verschoben und ist auf den Pluspol der Batterie gelandet - päng, und so ist es dann passiert. Somit können wir sagen Glück im Unglück, im schlimmsten Fall hätte alles abbrennen können. Nachdem dieser Schock überwunden ist geht die Fahrt dann weiter. An unserem Ziel angekommen sehen wir uns erst einen freien Stellplatz an, um uns dann doch für einen Campingplatz im Ort zu entscheiden, da die warme Dusche nach so einem Tag doch sehr verlockend klingt. Für Sonntag ist ein Besuch im Zoo von Healesville geplant. Wir spazieren gute 5 Stunden durch den Park, in dem die Tiere fast alle frei leben dürfen. Am Meisten faszinieren mich die Koalas - die sitzen in fast unmöglichen Stellungen auf einem kleinen Ast, schlafen seelenruhig, und lassen sich auf gar keinen Fall von den Besuchern dabei stören. Dieser Zoo ist besonders bekannt für seine Platybus Zuchtprogramm. Wir sehen uns unter anderem eine Fütterung von Wassertieren und eine Flugvorführung von verschiedensten Vögeln an. Sehr lustig ist der Besuch im Vogelgehege. Die Kameraden sind so frech und setzten sich bei den Leuten auf die Köpfe, Schultern, Hände usw. und haben absolut keine Scheue. Der Besuch in diesem Zoo hat uns allen großen Spaß bereitet. Leider ziehen am späten Nachmittag wieder dunkle Wolken auf und bald beginnt es auch zu Regnen. Heute verbringen wir vier den letzten gemeinsamen Abend, da sich morgen unsere Wege trennen - F+K fahren in Richtung Great Ocean Road und wir in Richtung Phillip Island über Melbourne wo wir eine neu Batterie und die dazugehörigen Kabeln, Schrauben, usw. besorgen müssen. Natürlich tut es mir ein wenig leid, dass die beiden eine andere Route einschlagen, aber wir hatten eine wunderschöne gemeinsame Zeit.

Karin, Franz und die anderen Beiden kenn ihr ja

Karin, Franz und die anderen Beiden kenn ihr ja

Es ist soooo wunderschön,

Es ist soooo wunderschön,

........aber sooo kalt

........aber sooo kalt

Wärmen am Lagerfeuer

Wärmen am Lagerfeuer

Franz kocht Eierspeise zum Frühstück

Franz kocht Eierspeise zum Frühstück

Das ist kein geschnittenes Foto

Das ist kein geschnittenes Foto

Entlang am Stausee

Entlang am Stausee

Ich glaub es friert ihn

Ich glaub es friert ihn

Franz versucht sein Glück mit Fischen

Franz versucht sein Glück mit Fischen

Gemeinsames Sonnen

Gemeinsames Sonnen

Lagerfeuer zum Wärmen

Lagerfeuer zum Wärmen

Franz bei der Morgenrasur

Franz bei der Morgenrasur

Die Afferl fehlen noch in diesem Zoo - oder jetzt doch nicht mehr

Die Afferl fehlen noch in diesem Zoo - oder jetzt doch nicht mehr

Zwei hungrige Emu Babys

Zwei hungrige Emu Babys

Das ist die Schlafstellung der Koalas

Das ist die Schlafstellung der Koalas

Da ist sogar einer wach

Da ist sogar einer wach

Schnell Augen zu bevor er mich dort erwischt

Schnell Augen zu bevor er mich dort erwischt

Knabbern wo es nur geht

Knabbern wo es nur geht

Bis bald

Bis bald

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses mal soll uns unserer Reise ca. 7 Monate durch und um Australien führen. Danach verschiffen wir das Gespann nach San Franzisco wo es dann über Kalifornien nach Canada u Alaska weiter geht.
Details:
Aufbruch: 29.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 29.09.2015
Reiseziele: Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Arno und Margit Darnhofer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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