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Australien-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Arno und Margit Darnhofer

Australien: Healesville bis Walhalla

Healesville bis San Remo - 02.02.2015

Zu unserer großen Freude hat der Regen in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 2.00 Uhr früh aufgehört und wir können die Zelte trocken einpacken. Die Verabschiedung gestalten wir kurz und bündig, damit kein zu großer Trennungsschmerz bei mir auftritt. Wir nehmen Fahrt in Richtung Melbourne auf, wo Arno im Internet einen Batteriehändler am Stadtrand ausfindig gemacht hat, welcher eventuell die passende Batterie für uns anbietet. Also Firma ist weit übertrieben – eine Halle mit allen Arten von EDV Teilen – alte Drucker, Scanner, Monitore – hier schaut es aus wie auf einem Schlachtfeld, aber sie (eine Chinesische Firma) haben die passende Batterie – das ist ja schon mal gut. Weiter geht es nun zu diversen Fachgeschäften wo wir die passenden Kabel, Schrauben, neue Steckdosen und sonstige Kleinteile für die Wing und den Hänger erhalten. Nach dem ersten Geschäft gebe ich w.o. und passe immer am Parkplatz auf, damit unserem Gespann nichts passiert *gg* - ich werde immer so ungeduldig in diesen Geschäften. Da wir aufgrund des Verkehrs welcher sich außerhalb der Stadt bietet keine große Lust auf mehr verspüren lassen wir Melbourne für eine Stadtbesichtigung aus.

Melbourne
ist die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria in Australien. Sie ist mit 4,25 Millionen Einwohnern (Stand Juni 2012)nach Sydney die zweitgrößte Stadt des australischen Kontinents. Melbourne wurde 1837 nach dem damaligen britischen Premierminister Lord Melbourne benannt und ist katholischer sowie anglikanischer Erzbischofsitz. Die aus der Kernstadt Melbourne City mit 71.380 Einwohnern (Stand 2006) und 30 weiteren Gemeinden bestehende Agglomeration ist das wichtigste wirtschaftliche, kulturelle und politische Zentrum Victorias. Zur Bevölkerung der Stadt gehören viele Einwanderer, die chinesischer, britischer, griechischer, italienischer, irischer, kroatischer oder vietnamesischer Herkunft sind Aufgrund von Erhebungen der Zeitschrift The Economist ist Melbourne in den Jahren 2002, 2004, 2005, 2011, 2012, 2013 und 2014 zu der lebenswertesten Stadt der Welt (unter Berücksichtigung der kulturellen Gegebenheiten, des Klimas, der Lebenshaltungskosten und des sozialen Umfeldes) gewählt worden.

Als alle Einkäufe erledigt sind geht die Fahrt ca. 100km auf der Hauptstraße weiter zu unserem heutigen Tagesziel nach
Phillip Island
ist eine Insel im australischen Bundesstaat Victoria. Sie liegt etwa 80 Kilometer Luftlinie südöstlich von Melbourne entfernt und ist über eine 640 Meter lange Betonbrücke erreichbar. Die Insel erreicht ihre größte Höhe im Südwesten im Woolamai Hill bei Cape Woolamai, der sich steil auf 109 Meter erhebt. Phillip Island ist der Western Port Bay vorgelagert. 4,7 km nordöstlich von Philipp Island liegt French Island in der Western Port Bay. Die bekannteste Attraktion ist die „Penguin Parade“. Morgens ziehen ganze Gruppen von Zwergpinguinen zusammen über den Strand von ihren Behausungen an der Küste ins Meer, um dort Fisch für sich und ihre Jungen zu fangen. Am Abend kehren sie dann wieder zu ihren Bauten an der Felsküste zurück. Zu den Pinguin-Wanderzeiten finden sich viele Touristen an der Küste ein, um dieses Ereignis zu beobachten. Auf der Insel liegt die traditionsreiche Rennstrecke Phillip Island Circuit, auf der u. a. jährlich der Große Preis von Australien für Motorräder im Rahmen der Motorrad-Weltmeisterschaft sowie ein Lauf zur Superbike-Weltmeisterschaft ausgetragen wird

In dem kleinen Ort San Remo stellen wir auf einem Campingplatz alles auf, da es erstens im Moment sehr kalt und windig ist, und zweitens Astrid und Thomas aus Tasmanien zurück kommen und wir uns hier morgen treffen.

Am Dienstag ist Arno damit beschäftigt alle Teile welche er gestern gekauft hat auf dem Hänger und der Wing zu verarbeiten. Am frühen Nachmittag treffen dann auch A+T ein und die Freude über das Wiedersehen ist auf beiden Seiten riesig. Bei Kaffee bzw. Bier wird eine wenig über die vergangenen Erlebnisse von beiden Seiten erzählt. Da sich heute Nachmittag endlich mal wieder die Sonnen ihren Weg durch die Wolken erkämpft spazieren wir durch die Ortschaft und am Strand entlang. Bei einem gemütlichen Barbecue und dem einen oder anderen Gläschen Wein tauschen wir die verschiedensten Erfahrungen aus, planen die nächsten gemeinsamen Tage und lassen einen weiteren wunderschönen Tag in Australien ausklingen.

Am Mittwoch steht nach einem ordentlichen Aussie Frühstück mit Speck, Spiegelei und Toast eine Inselrundfahrt am Programm. Erst der Besuch im Visitor Center um uns einen Plan zu organisieren und los geht es. Es ist wunderschön an den verschiedenen Aussichtspunkten wie Cape Woolamai, Woolamai Beach, Churchill Island, usw. auf das relativ stürmische Meer zu sehen. Eigentlich sehen die Stände hier alle so einladend zum Baden aus, aber im Moment ist es viel zu kalt dazu – mir auf jeden Fall *gg*. Unter anderem statten wir dem Phillip Island Circuit einen Besuch ab. Die Männer hegen schon den ganzen Tag den Wunsch dort eine Runde mit ihren Gefährten düsen zu dürfen – leider nein, die Rennstrecke ist privat und wird nur für Rennen geöffnet. Somit gehen wir eben nur im Besucherzentrum eine Runde und bewundern dort den neuen Mercedes SLR der von 0 auf 100 in 3.5 Sek beschleunigt – mir vollkommen wurscht, aber den Männern gefällt das. Im Anschluss daran geht es weiter zu „the Nobbies“ wo in den Abhängen zum Meer die Pinguine ihre Bauten haben welche teilweise auch besetzt von ihnen waren. Ich konnte nicht wirklich herausfinden ob diese gerade brüten oder nicht – tut aber auch nicht wirklich was zur Sache. Heute fahre ich das erste Mal ein paar KM auf einer Schotterstraße mit Thomas am Beiwagen mit. Also, ich hatte ja immer schon vollen Respekt vor Astrid hier zu sitzen, aber heute hab ich es das erste Mal auch gefühlt und mein Respekt ist noch einmal gestiegen - ich bin gerne wieder auf die Wing umgestiegen. Zum Abschluss der heutigen Rundfahrt noch ein kleiner Spaziergang auf den Jetty (Pier) von Cowes.

Astrid, Thomas und der Tiger sind gut angekommen aus Tasmanien

Astrid, Thomas und der Tiger sind gut angekommen aus Tasmanien

Pelikane beim Mittagsschlaf

Pelikane beim Mittagsschlaf

Cape Woolamai

Cape Woolamai

Unsere zwei Winner

Unsere zwei Winner

Unser Lager am Campingplatz in San Remo

Unser Lager am Campingplatz in San Remo

Unserer verschmorten Kabel

Unserer verschmorten Kabel

San Remo bis Wilsons Promontory - 05.02.2015

Am Donnerstag in der Früh packen wir alles zusammen und weiter geht die Fahrt in Richtung
Wilsons Promontory NP
“The Prom“ wie er auch genannt wird ist einer der beliebtesten NP in Australien. Die Wander- bzw. Campingmöglichkeiten hier sind extrem vielfältig. Hier ist der südlichste Zipfel des Australischen Festlandes und bildete einst eine Landbrücke über 30km um nach Tasmanien zu gelangen.
Der Wilsons-Promontory-Nationalpark liegt auf einer Halbinsel an der Südspitze des australischen Bundesstaates Victoria, etwa 160 km südöstlich von Melbourne. Das Gebiet wird zum größten Teil von einem Vorgebirge eingenommen, der großen Region des Wilsons Promontory, die in South Gippsland liegt. Im Wilsons Promontory liegt bei 39° 08' S South Point, der südlichste Punkt des australischen Festlandes.
Die Südspitze Victorias besteht aus Granit, der starker Erosion ausgesetzt ist.

Vom Parkeingang bis zum Besucherzentrum am Tidal River fahren wir noch einmal 30km, um uns dann am Gelände einen uns beliebigen Platz zum Campen zu suchen. Da es Donnerstag ist haben wir noch ein wenige die Qual der Wahl – aber morgen soll die Sache schon anders aussehen, da der NP ein sehr beliebter Wochenendspott für die Australier aus der Umgebung ist. A+A finden ein wunderschönes ruhiges Plätzchen wo wir aufstellen. Danach führt uns der erste Weg an den Strand, da es heute endlich einmal wieder richtig schön warm – nicht heiß – ist. A, A+T sind so wagemutig und schmeißen sich bei gefühlten 15° angeblichen 22° in die Fluten. Also mir sind sogar die Zehen welche ich ins Wasser stellte fast abgefroren, und somit beschließe ich diese wieder in den warmen Sand zu stellen und das Thema baden hat sich einmal mehr für mich erledigt – ich muss ja auch nicht immer tun was alle tun *gg*. Nach einem wunderschönen Spaziergang entlang des Flusses und einem köstlichen Abendessen fahren wir noch einmal aus auf den 585m hohen Mt Oberon um von dort den Sonnenuntergang zu genießen. Leider finden wir nach 20 Minuten Fußmarsch auf den Berg noch immer keine Lichtung von der wir diesen sehen könnten. Da die Zeit drängt – und ich meckere - marschieren wir flott zu den Motorrädern zurück um von einem der vielen Aussichtspunkte entlang der Straße einen zu finden, der die Sicht in Richtung Westen frei gibt. Wunderschön was uns Mutter Natur hier bietet und wir genießen es zu viert in vollen Zügen. Als wir zurück kommen ist es schon dunkel und somit versuchen A und ich unser Glück event. ein Wombart in der Dunkelheit zu sehen. Da es hier im NP sehr viele davon gibt dauert es nicht lange bis wir das erste sehen – die sind super süß und lassen sich beim Fressen des frischen Grases auf keinen Fall von uns stören – wollen wir auch gar nicht.

Blick an die Küste

Blick an die Küste

Es ist soooo schön hier

Es ist soooo schön hier

und so Vielfältig

und so Vielfältig

und so sieht es ein paar Kurven weiter aus

und so sieht es ein paar Kurven weiter aus

Die tapferen

Die tapferen

und beim Spaziergang am Tidal River

und beim Spaziergang am Tidal River

Ein toller Sonnenuntergang

Ein toller Sonnenuntergang

Und weg ist sie

Und weg ist sie

Ein kleines Wombart

Ein kleines Wombart

Wilsons Prom bis Walhalla - 06.02.2015

Der Freitag wird am Vormittag zum Wandertag erklärt und wir marschieren ca. 4km – hin und retour - auf einen Aussichtspunkt von welchem wir einen traumhaften Blick über den ganzen Küstenabschnitt haben an dem wir campen. Gegen Mittag sind wir zurück und weiter geht die Fahrt nach Walhalla. Auch diese Strecke führt uns wieder mal über Berg und Tal und was darf beim Arno normal nie fehlen – genau eine Schotterstrecke. Laut seiner Aussage zeigt ihm diese das Navi nicht an, aber das kennen wir ja alle, welche schon einmal mit Arno eine Tour gefahren sind und glauben tut es ihm niemand *gg*. Aus den mir gesagten 5km werden gesamt an die 40km – teilweise vergleiche ich die Straße mit unseren Wanderwegen. Was an dieser Strecke wirklich faszinierend ist sind die Bäume, Farnpalmen, Blumen usw. teilweise haben wir das Gefühl durch den tiefsten Dschungel bzw. Regenwald zu fahren. Nach den schon erwähnten 40km beschließen wir alle gemeinsam die Route zu ändern und verlassen nach 8km die Schotterstraße um weitere unzählige Kurven bis zu unserem heutigen Tagesziel Walhalla zu fahren.

Walhalla
ist eine Kleinstadt im australischen Bundesstaat Victoria, die Anfang 1863 als Goldgräberstadt gegründet wurde und in ihren besten Zeiten 2500 Einwohner hatte. Heute hat Walhalla weniger als 10 dauernde Einwohner, wobei ein Großteil der Häuser nur als Ferienhäuser genutzt werden. Sie zieht eine große Zahl von Touristen an und gilt als Sehenswürdigkeit in der Region. Der Name der Stadt geht auf eine frühere Goldmine in der Gegend zurück, die nach der Ruhmeshalle Walhalla im bayrischen Donaustauf benannt wurde. Die Geschichte von Walhalla ist eng mit der Geschichte der Goldfunde in Victoria verbunden. Eine Gruppe von Goldsuchern, die die Zuflüsse des Thomson River erforschte, wurde Ende Dezember 1862 oder Anfang Januar 1863 fündig. Der Goldrausch, der unabwendbar auf die Nachricht von den Goldfunden folgte, wurde durch die abgelegene Lage und schwere Erreichbarkeit des Feldes etwas gedämpft, aber viele Goldsucher fanden doch den Weg dorthin.

Am späten Nachmittag stellen wir am äußeren Ende eines sehr schönen freien Campingareals unsere Zelte auf. Das Holz für das Lagerfeuer ist auch schnell zusammengetragen, Thomas hackt dieses auf schöne Stücke zusammen und schon brennt es. Die Lagerfeuergespräche fehlen auch nicht und so verbringen wir wieder einen wunderschönen gemeinsamen Abend. Am Samstag ist ein Rundgang durch die Ortschaft mit der Besichtigung einiger historischer Bauten angesagt. Erst geht es an der Goldmine vorbei um dann der Kirche, dem Hospital (können wir leider nicht besichtigen da es privat ist), weiter zur Post, Bank –hier steht nur mehr der Tresor – bis zum Pub, der Feuerwehr usw. Am Bahnhof angekommen fahren wir eine Runde (15 Minuten hin und wieder retour) mit der Nostalgiebahn mit – eine sehr interessante Erfahrung. Danach statten wir noch dem Ortsfriedhof einen Besuch ab um dann auf dem Gelände der ehemaligen Goldmine(liegt am Berghang) zurück zu gehen. Gesamt sind wir an die 5 Stunden unterwegs – natürlich alles per Pedes – und haben uns nun Cafe, Tee oder sonstiges verdient. Gegen Einbruch der Dunkelheit füllt sich der Platz mit vielen Wochenendcampern aus der Umgebung. Wir sitzen gemeinsam am Feuer und haben unseren Spaß den Neuankömmlingen beim Aufbauen zuzusehen.

Am Sonntag gibt es noch einmal richtig gemütliches Frühstück bevor wir abbauen und sich nach wunderschönen 6 Tagen unsere Wege wieder trennen. A+T fahren in Richtung Osten weiter und wir Richtung Melbourne um morgen Früh pünktlich um 6.30 Uhr am Hafen für die Fähre nach Tasmanien zu sein. Die Nacht verbringen wir gemeinsam bei einem Goldwinger, der uns am Treffen in Merimbula dazu eingeladen hat.

Blick von oben auf den Fluss

Blick von oben auf den Fluss

Eine Bucht...........

Eine Bucht...........

und noch eine............

und noch eine............

und noch eine...............

und noch eine...............

und noch eine...............

und noch eine...............

und jetzt reicht´s

und jetzt reicht´s

Der Ausblick kann sich ja sehen lassen

Der Ausblick kann sich ja sehen lassen

........und warm ist es auch wieder einmal

........und warm ist es auch wieder einmal

Das ist ja wirklich nur mehr ein Wanderweg

Das ist ja wirklich nur mehr ein Wanderweg

Und langsam reicht es auch

Und langsam reicht es auch

Scheinbar hat es auch Schifahrer hier gegeben

Scheinbar hat es auch Schifahrer hier gegeben

Die schöne alte Kirche

Die schöne alte Kirche

Alte Plakate

Alte Plakate

Im alten Postamt - links die Empfänger A-L, rechts M-Z

Im alten Postamt - links die Empfänger A-L, rechts M-Z

Für O. Gustav - liebe Grüße

Für O. Gustav - liebe Grüße

Und los geht's

Und los geht's

Über diese alte Brücke mussten wir

Über diese alte Brücke mussten wir

Die riesigen Grabsteine auf dem alten Friedhof

Die riesigen Grabsteine auf dem alten Friedhof

Nur  zum Größenvergleich - ich habe mir noch kein Platzerl ausgesucht

Nur zum Größenvergleich - ich habe mir noch kein Platzerl ausgesucht

Und Prost (nat. Alkohol frei - bis zum nächsten Mal

Und Prost (nat. Alkohol frei - bis zum nächsten Mal

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses mal soll uns unserer Reise ca. 7 Monate durch und um Australien führen. Danach verschiffen wir das Gespann nach San Franzisco wo es dann über Kalifornien nach Canada u Alaska weiter geht.
Details:
Aufbruch: 29.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 29.09.2015
Reiseziele: Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Arno und Margit Darnhofer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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