Australien - USA - Kanada - Alaska

Australien-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Arno und Margit Darnhofer

Australien: Perth bis Kalbarri

Perth (Fremantle) bis Waverock

Nach einer etwas unruhigen Nacht meinerseits (Arno ist sehr verkühlt u hat ein paar Bäume umgelegt ) sowie meiner Aufregung dass es endlich los geht - ist es dann am 06.10.2014 um 09.15 Uhr wirklich so weit. Wir, sowie Astrid u Thomas verlassen das Haus von Christin u Geoff um in Fremantle noch ein paar Besorgungen zu erledigen wie Geld abheben, Abendessen zu kaufen und tanken - auch der Reservekanister wird gefüllt. Wir fahren heute noch zum Waverock! Die beiden kommen mit uns, um noch einen gemeinsamen Abend mit uns gemeinsam zu verbringen, bevor sich morgen unsere Wege trennen. Aus der Stadt hinaus wird es auf der Straße eher einsam. Um den knurrenden Magen wieder zu beruhigen rasten wir Mittags auf einem Spielplatz in der Sonne, da es im Moment zwar 20° hat, aber ein sehr kühler Wind bläst, der es nicht sehr kuschelig macht. Auf einer langen Geraden von ca 340 km bis zum Waverock kommen wir gut vorwärts und so sind wir gegen 15.30 Uhr dort. Astrid erkundigt sich bezüglich der Campingplatzkosten während wir uns den Waverock ansehen (A/T waren schon vorige Woche hier). Der Felsen (Granit) ist geschwungen wie eine Welle u aufgrund des darüber laufenden Wassers erscheint seine Oberfläche in unterschiedlichen Schattierungen - helles braun bis schwarz - das ist wirklich sehr sehenswert. Wir machen einen Spaziergang auf dem Plateau des Waverock, wo ein sehr schöner Ausblick bis zum Horizont gegeben ist. Nachdem wir zurück sind fällt die Entscheidung auf einen kleinen Campingplatz auf einer Farm in ca. 20 km Entfernung. Dort kommt ein gutes Känguru Steak auf den Grill. Wir lassen den lustigen Abend bald ausklingen, da es schlagartig kalt wird - gefühlte -10° echte ca. 5° (sagt Arno) - es ist auf jeden Fall sehr kalt im Zelt und es dauert sehr lange bis ich aufgrund der Kälte einschlafen kann. Wahrscheinlich ist es auch der Ärger darüber, dass ich mich überreden habe lassen, den Heizlüfter nicht mitzunehmen, da es ja in Australien immer warm ist - wer mich dazu überredet hat steht ja wohl außer Frage

Erste Mittagspause auf unserer Reise

Erste Mittagspause auf unserer Reise

Dies sind immer noch einer meiner Lieblingsansichten

Dies sind immer noch einer meiner Lieblingsansichten

Der Tiger in Fahrt

Der Tiger in Fahrt

Wunderschöne Gegend

Wunderschöne Gegend

Wir sind in der Welle

Wir sind in der Welle

Der Waverock

Der Waverock

Waverock bis Albany

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von A/T und fahren in Richtung Süden zur Küste von Albany. Heute geht es an endlos erscheinenden Getreidefeldern entlang - bis zum Horizont nur Getreide, Getreide, Getreide - ab und zu unterbrochen von einem Salzsee oder der einen oder anderen Ortschaft. Zur Mittagspause halten wir bei einer nachgebauten Holländischen Windmühle, errichtet aus Backsteinziegeln eines in Albany abgerissenen alten Hauses, die jedoch nur nach Vereinbarung und ab mind. 4 Personen zu besichtigen ist - Pech gehabt, weiter geht es. An der Küste angekommen sehen wir uns die steinerne Brücke an - hier bilden die Felsen eine natürliche Brücke und darunter brandet das Wasser mit hohen Wellen herein um an den nächsten Felsen wieder abzuprallen - unglaublich laut und sehenswert. Weiter geht es zu den "blow holes" (Blaslöchern)- hier bricht das Wasser direkt an den hohen Felswänden der Küste, fließt durch die mächtigen Granitwände und nach ca. 15 m kommt die Gischt durch eine natürliche Felsspalte mit lautem Getöse heraus - was für ein Naturschauspiel. Da es nun schon gegen 17.00 Uhr ist machen wir uns auf den Weg zu unserem heutigen Schlafplatz auf einem freien Campinggelände das ca. 40 km entfernt liegt - Eile ist deshalb gegeben, da gegen 18.15 Uhr die Sonne untergeht und es um 19.00 Uhr stockdunkel ist. Etwa 4 km vor dem Endziel der Koordinaten biegen wir auf rote Sandstraße ab. Auch 200m vor dem angegeben Endziel ist nichts zu sehen und ich werde schon leicht nervöse, da es schon stark dämmert - nein, ich habe nichts gesagt!!! Die nächste Kurve rechts - und wir befinden uns in einem Naturreservart mit einer Flussmündung zum Meer - hier sind einige Stellplätze für Camper vorgesehen. Der Hänger steht noch kaum ist Arno bereits in der Badehose um noch schnell bevor die Sonne untergeht ins Wasser zu springen - na was denn sonst. Bei einbrechender Dunkelheit stellen wir dann das Zelt auf und bei Kerzenlicht essen wir zu Abend - von Idylle jedoch keine Rede, denn ein Schwarm von Gästen möchte mit naschen, aber nicht mit sondern von uns - die Gelsen sind da!!!

Salzsee am Straßenrand

Salzsee am Straßenrand

Die Windmühle

Die Windmühle

Eine Roadtrain für Herbert - max. 36m erlaubt

Eine Roadtrain für Herbert - max. 36m erlaubt

Die steinerne Brücke

Die steinerne Brücke

Das Wasser verursacht einen unglaublichen Lärm

Das Wasser verursacht einen unglaublichen Lärm

Albany ist mit etwa 26.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Western Australia. Sie liegt an der Großen Australischen Bucht, 408 km von Perth und etwa 53 km von Denmark entfernt und verfügt über einen Naturhafen. Im Jahre 1826 wurde dort die erste Strafkolonie Westaustraliens gegründet. Im Folgejahr wurde die britische Flagge gehisst und die Stadt wurde "Fredericks Town" benannt, zu Ehren von Frederick, Duke of York and Albany. Die Stadt wurde ein militärischer Vorposten für New South Wales und etwa seit 1830 hatte sich der Name Albany eingebürgert. Zwischen 1851 bis 1880 war Albany eine wichtige Hafenstadt, da Schiffe zwischen den Ostkolonien und Europa in Albany Vorräte auffrischen mussten. Mit der Entwicklung und dem Einsatz von leistungsstärkeren Schiffen fiel dieser Zwischenstopp weg und der Ort verlor an wirtschaftlicher Bedeutung. Die Eröffnung der Eisenbahnlinie zwischen Albany und Perth brachte ab 1889 einen erneuten Aufschwung, der allerdings mit dem Ausbau Fremantles als Hafenstadt wieder erlosch. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Albany zum Walfang-Zentrum der Welt. Es wurde die "Cheynes Beach Whaling Company" gegründet und wurde schnell zur führenden Industrie in Albany. Pro Saison wurden rund 850 Wale erlegt. Im späten 20. Jahrhundert wurden sich die Menschen zunehmend der Problematik der Waljagd bewusst. Schließlich wurde der Walfang im Southern Ocean bei Albany verboten und die Walindustrie schloss im Jahre 1978 ihre Fabriken. Inzwischen ist Whale-Watching (Juli bis Oktober) eine Hauptattraktion der kleinen, aber wachsenden Tourismusbranche in Albany.

Albany bis Alexandra Bridge

Albany bis Alexandra Bridge (kurz vor Augusta)
Nach einer sehr ruhigen Nacht bauen wir bei Sonnenschein das Zelt ab um in Richtung Westen zum Valley of the Giants zum " Tree Top Walk" zu fahren. Dort führt eine 600m lange Rampe vom Talboden in die Baumkronen hinauf. Auf dem höchsten Punkt befinden wir uns in einer Höhe von 40m über dem Boden. Die Konstruktion bewegt sich leicht im Wind um ein Gefühl dafür zu bekommen wie es wäre in den Baumkronen zu leben. Auge in Auge mit den Baumkronen dieser riesigen Bäume - sehr beeindruckend. Arno hat ein kleines Problem, da er ja wie einige von euch wissen an Höhenangst leidet - heute ist er mal ein wenig "mundtot"  Wieder gut am Boden angekommen gehen wir noch eine Runde durch das Naturreservat mit vielen alten Red Tingle Eukalyptusbäumen von denen manche einen unglaublichen Durchmesser von 16m haben und aufgrund von Bränden oder anderen Naturkatastrophen innen hohl sind - da hat in manchen Bäumen ein Gruppe von 8 Personen locker Platz. Unser heutiges Tagesziel ist Alexandra Bridge - die Straßen dort hin führen uns hauptsächlich durch Waldgebiet - die Bäume sind unglaublich hoch und die Gegend ist traumhaft schön. Die Straßen erinnern mich an eine kleine Hochschaubahn - mal geht es rauf, und dann wieder runter - ein wenig Abwechslung zu jenen der letzten Tage, wo es nur gerade aus ging. Den ganzen Tag ist es etwas bewölkt und es ist heute nicht sonderlich warm. Gegen 17.00 Uhr kommen wir auf den Campingplatz um unser Zelt aufzustellen. Da wir auch heute an einem kleinen Fluss stehen wieder das gleiche Prozedere wie Dienstag - raus aus den Biker Klamotten, rein in die Badehose und ab in den Fluss - mir wird schon kalt wenn ich nur hinsehe. Doch mein Martyrium kommt erst jetzt - es gibt hier nur kalte Duschen!!!!!! und das auch noch im Freien!!!! Irgendwie habe ich so das Gefühl, das Arno die ganze Zeit während ich mich unter Protest und so mancher nicht näher erwähnenswerten Nettigkeit geduscht habe einen doofen Grinser im Gesicht hat. Was fehlt nun noch damit Margit wieder friedlich ist - genau, das Abendessen. Während ich die Fotos von der Kamera auf den Computer lade und den Bericht weiter schreibe grillt Arno - hier gibt es Feuerstellen - Fleischlaberl und macht köstliches Kartoffelpüree - ich muss an dieser Stelle erwähnen, natürlich nicht aus der Packung sondern home made!!!! Als ob die Dusche nicht schon all meine Sünden der letzten Zeit abgegolten hätte beginnt es just in dem Moment als wir zu essen beginnen zu regnen. Nachdem wir für eine Nächtigung das Vorzelt nie aufbauen essen wir im Schnelldurchgang, verräumen alles so gut als möglich und setzen uns ins Zelt um die Tour für morgen zu besprechen.

Von oben nach unten

Von oben nach unten

Natur pur

Natur pur

Es ist traumhaft schön hier

Es ist traumhaft schön hier

Ich glaub ein bissal kalt ist ihm schon

Ich glaub ein bissal kalt ist ihm schon

Alexandra Bridge bis Bunbury

Nachdem wir relativ zeitig geschlafen haben sind wir um 9.00 Uhr fix und fertig zur Abfahrt! Zum Glück hat es aufgehört zu regnen und die letzten Restwolken verziehen sich auch relativ schnell als wir an unserem ersten Ziel das Kap Leeuwin - dieses liegt am südwestlichsten Punkt Westaustraliens ankommen.
Kap Leeuwin
Koordinaten: 34° 22′ 35″ S, 115° 8′ 6″ O - falls jemand Lust hat hinzufahren Lage von Kap Leeuwin - Indischer Ozean rechts, Südliches Eismeer links
Kap Leeuwin, Englisch Cape Leeuwin, ist der südwestlichste Punkt des australischen Festlandes. Es liegt im Bundesstaat Western Australia, etwa sieben Kilometer südsüdwestlich von Augusta und ca. 180 Kilometer südsüdwestlich von Perth. Der Name des Kaps stammt vermutlich von dem niederländischen Wort leeuwin für "Löwin" . Obwohl Kap Leeuwin nicht der südlichste Punkt Australiens ist, gilt es mit dem Kap der Guten Hoffnung und Kap Hoorn als eines der drei "großen" Kaps der Südhalbkugel und symbolischer Wegpunkt für das Erreichen oder Passieren von Australien für die Hochseeschifffahrt vom oder zum offenen Indischen Ozean.
Der Kap-Leeuwin-Leuchtturm (Cape Leeuwin Lighthouse) und die ihn umgebenden Gebäude wurden 1895-1896 in heimischem Kalkstein errichtet. 1895 wurde der Turm vom australischen Entdecker und Politiker John Forrest eingeweiht, am 1. Dezember 1896 wurde das Feuer erstmals entzündet. Ursprünglich wurde vor dem 39 Meter hohen, weißen Turm ein zweiter, kleinerer, roter Turm geplant. Das Fundament des Turms wurde gelegt, doch der Bau nicht fortgesetzt, da inzwischen befürchtet wurde, ein zweites Licht werde die Schifffahrt nur verwirren und Schiffe naher an die Küste locken. Die Lichtquelle des Leuchtturmfeuers war ursprünglich eine Kerosin-Dochtlampe, damals weltweit die größte in einem Quecksilber-Bad drehende Lampe. 1925 wurde auf Öldampf umgestellt und 1982 auf Elektrizität. 1992 wurde der Betrieb automatisiert. Der Leuchtturm hat eine Kennung von einem Blitz in 7,5 Sekunden. Seine Feuer, auf einer Höhe von 56 Metern (üNN) installiert, hat bei einer Lichtstärke von einer Million Candelas (CD) eine Reichweite von 25 Seemeilen (ca. 46 Kilometern). Der Leuchtturm dient nicht nur als Seezeichen, sondern ist auch eine wichtige - inzwischen ebenfalls automatisierte - Wetterstation. In den 1960er Jahren wurde im Nordwesten des Leuchtturms ein Telekommunikationsturm errichtet, in den 1980er Jahren die Anlage zu zwei Telekommunikationstürmen ausgebaut. Inzwischen wurden die Telekommunikations-türme wieder abgetragen. Der Leuchtturm hat sieben Geschosse und 186 Stufen. In den letzten Jahren ist der zeitweilig beigefarbene Turm wieder weiß gestrichen worden. Der Leuchtturm und seine Umgebung sind für Besichtigungen zugänglich.

Nachdem wir mit einem elektronischen Reiseführer (in deutscher Sprache) das ganze Areal besichtigt haben, geht es weiter auf der Cape Naturalist Road vorbei an weißen Stränden. Auf dieser Strecke besichtigen wir noch einen zweiten kleineren Leuchtturm den Cape Naturaliste. Weiter geht es durch ein traumhaftes Weinbaugebiet die "Margarete River Wine Region". Dieses ist das Lieblingsweinbaugebiet in W Australien mit den Hauptweinsorten Chardonnay und Bordeaux. Da es hier ja gerade Frühling ist haben die Weinstöcke erst kurz ausgetrieben und die ersten Blätter ranken sich an den Reben entlang. Unser nächster Stopp heute ist der Ort Busselton mit seiner Berühmtheit dem Busselton Jetty (ein langer Pier/Steg ins Meer).
Der Brite John Garrett Bussell (1803-1875) kam 1832 als erster europäischer Siedler und gründete die Siedlung an der Westküste Australiens. Nach seinem Familiennamen wurde der Ort benannt. Mit der Fertigstellung des erstens Piers im Jahr 1865 mit einer Länge von 158,4 m kam für Busselton der wirtschaftliche Aufschwung, da dies einem Hafen gleichkam. Pferdewagen transportierten anfänglich die Güter von einem Ende zum anderen, 1911 wurden diese durch Dampf- und ab 1960 durch Diesellokomotiven ersetzt. Die letzte Verlängerung des Piers erfolgte im Jahr 1960 auf 1.837 m, der Hafenbetrieb wurde allerdings 1974 eingestellt. Der Busselton Jetty wurde durch den Zyklon Alby im Jahr 1978 und durch einen Brand 1999 teilweise zerstört.
Unser heutiger "Nightstop" ist Bunbury, wo wir von einem weiteren Goldwinger als Gäste erwartet werden. Bei einem herrlichen Steak wissen wir uns gegenseitig viel zu erzählen und freuen uns auf die morgige Besichtigungstour in das Collie Land rund um Bunbury.

Mit diesem Wasserrad wurde das Wasser zum 300m entfernten  Leuchtturm befördert

Mit diesem Wasserrad wurde das Wasser zum 300m entfernten Leuchtturm befördert

Der zweite Leuchtturm

Der zweite Leuchtturm

Die Calla blühen hier wild

Die Calla blühen hier wild

Der Busselton Jetty

Der Busselton Jetty

Bunbery

Am späten Morgen fahren (heute mit dem Auto), damit wir uns mit Wayne auch über das was er uns zeigen möchte etwas erzählen kann.
Bunbury, die zweitgrößte Stadt in Westaustralien, ist das Zentrum des äußeren Südwesten Australiens, der South West Region. Sie liegt ungefähr 180 km südlich von Perth und rund 370 km westlich von Albany in der Nähe der Mündung des Collie River an der Geographe Bay. Die Ortschaft wurde 1829 gegründet und 1979 zur Stadt erhoben. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 64.300 Einwohnern. Das Klima ist etwas gemäßigter als das von Perth. Bunbury ist über die Eisenbahnstrecke South Western Railway, auf der der Australind verkehrt, mit Perth verbunden.
Unser erster Stopp ist bei einem kleinen Aussichtsturm von wo wir einen wunderschönen Blick über die Stadt und den weißen Sandstrand des türkisfarbenen Indischen Ozeans haben. Unser nächstes Ziel ist das Dolphin Discovery Center welches einen Einblick in das Leben der Delphine gibt die man mit viel Glück in der Früh in der Nähe des Strandes sehen kann - im Sommer leben hier an die 260 Delphine. Weiter geht es dann in das Umland von Bunbury genannt Collie Land. Eine traumhaft schöne Gegend in der im Moment die Apfel-, Kirsch- und Pfirsichbäume blühen. An etwas feuchten und schattigen Plätzen blühen in Massen die weiße Calla wie bei uns die Maiglöckchen unbeschreiblich schön. Wayne führt uns zu einem weiteren Stausee- langsam habe ich das Gefühl die Australier sind sehr stolz auf diese. Wir haben natürlich nicht erwähnt, dass wir schon 2 besichtigt haben. Der nächte Höhepunkt dieser Fahrt ist ein wie soll ich es nennen - Gartenzwerge Reservart. Direkt an der Straße stehen an die geschätzten 3000 Zwerge jeder Art und Größe. Jeder der Lust hat kann noch welche dazustellen, was auch passiert, und somit ist die Population immer am wachsen. Den Abend lassen wir dann in einem netten Chinarestaurant ausklingen.

Die Staumauer

Die Staumauer

Margit bei den tausenden Zwergen

Margit bei den tausenden Zwergen

Die Blumen im Garten blühen gerade so schön

Die Blumen im Garten blühen gerade so schön

Bunbury bis Pinaccles

Am Samstag geht es gegen 9.00 Uhr los in Richtung Norden. Wir passieren heute noch einmal Perth - welches sowieso auf unserer Strecke liegt - um einen bestellten Ersatzteil beim Honda Händler abzuholen, da der Simmering für das Schaltgestänge ganz leicht tropft. Nichts schlimmes, aber für den Fall des Falles haben wir den neuen Simmering schon mit. Entlang an unserer heutigen Tour sehen wir viele Sanddünen die teilweise auch bewachsen sind. Hier ist eher karge Vegetation dh. nur Sträucher entlang der Straße. Unser heutiges Tagesziel ist der Namburg Nationalpark mit den weltberühmten
Pinnacles
Die das mittlere Dünensegment dominierenden, charakteristischen Kalksteinsäulen entstanden durch Pflanzenwuchs vor etwa 500.000 bis 50.000 Jahren auf der aus Quarzsand bestehenden Wanderdüne. Deren Wurzeln drangen tief in die ältere, sich zeitgleich verfestigende Tamala-Kalksteinschicht vor. Dabei durchbrachen sie an brüchigen Stellen zunächst eine extrem harte Kalksteinkruste, die durch nach unten sickernde Säuren (gebildet aus Humus, abgestorbenen Pflanzen und Tieren) entstanden war. Unter dieser Kruste verfestigte sich der Kalkstein besonders kompakt zwischen den eingedrungenen Pflanzenwurzeln, da diese Bereiche viel Wasser aufsogen. Die quarzsandhaltige Wanderdüne zog jährlich ca. 2,5 m weiter, die frei liegende Kalksteinschicht war der Erosion ausgesetzt, die innerhalb der letzten 20.000 Jahre abgestorbene Vegetation hinterließ Lücken, in die Quarzsand eindrang, der dann wiederum abgetragen wurde. Nur die extrem harten Bereiche der durch viel Wasser zementierten Kalksteinschicht waren von der Erosion nicht betroffen. Diese sehen wir heute als Pinnacles. Gelegentlich zeugen Kappen auf den Säulen noch von der Kruste. Wo die unterirdische Vegetation vollständig vom harten, erosionsunfähigen Kalkstein umschlossen wurde, entstanden versteinerte Pflanzenwurzeln. Eine ca. 4 km lange Sandpiste erschließt das Gebiet; ein erhöht liegender Aussichtspunkt (Pinnacles Lookout) ermöglicht einen Überblick über die unterschiedlich gestalteten kleineren und größeren Formationen.
Nach dem Besuch des Besucherzentrums wo wir uns in der Theorie über die Pinnacles informiert haben fahren wir die 4 km lange Strecke durch die Anlage. Es ist unglaublich beeindruckend, wenn man sich vorstellt wie diese Formationen entstanden sind. Da es langsam dem Abend zugeht fahren wir im Nationalpark an die Küste wo Arno wild campen möchte. Da hier jedoch überall Camping verboten ist kann ich Arno davon überzeugen, dass dies keine gute Idee wäre und wir fahre noch 20 km zu einem freien Campingplatz wo wir ganz alleine sind. Da es hier auch eine Feuerstelle gibt ist heute für mich Feiertag - es gibt Grillhänderl 

Uppps es hat geschneit über Nacht - nein, ein schöne Sanddüne

Uppps es hat geschneit über Nacht - nein, ein schöne Sanddüne

Die Pinaccles

Die Pinaccles

Ohne Worte

Ohne Worte

Das Beste kommt wie immer zum Schluss

Das Beste kommt wie immer zum Schluss

Kalbarri

Namburg NP - Kalbarri
Das Zelt ist am Morgen schnell abgebaut und es wird endlich etwas wärmer - 20° um 09.00 Uhr - der Wind ist jedoch immer noch etwas kühl. Auf unserer heutigen Strecke in Richtung Geraldton haben wir extrem unterschiedliche Vegetationsformen. Abgesehen davon, dass alle Sträucher und Blumen welche Blüten haben im Moment blühen, fahren wir an riesigen Getreidefeldern, Schafherden, Baum- und Buschformationen sowie Brachland entlang. Heute ist auch der letzte Tag der Frühjahrsferien und es ist extrem viel Verkehr in Richtung Perth. Riesige Wohnmobile- meist mit einem Boot am Haken - zischen an uns vorbei. Eigentlich wollen wir die heutige Tagestour etwas kürzer halten doch leider bläst in Geraldton so der Wind, sodass wir beschließen bis Kalbarri weiter zu fahren. Dort stellen wir auch das Vorzelt das erste Mal auf, da wir 2 Nächte bleiben möchten und immer noch sehr starken Wind haben. Somit sind wir auch nicht gezwungen bei Einbruch der Dunkelheit - ca. 18.30 Uhr - immer im "Schlafzelt" zu sitzen. Am Montagvormittag bin ich die ganze Zeit damit beschäftigt diesen Bericht zu vervollständigen - ich genieße aber auch den Ruhetag und mache mir keinen Stress, bevor wir am Nachmittag auf eine kleine Tour entlang der Aussichtspunkte aufbrechen. Ach ja was ich euch unbedingt mitteilen muss - es ist endlich warm, wir haben 30° juhu!!! Wir besuchen an der Küste entlang den Jaker Point wo sich tolle Wellen brechen und auch einige Server unterwegs sind. Wir wandern ein wenig im Rainbow Valley und besuchen noch eine natürliche Brücke. Wir sind etwa 3 Stunden unterwegs, fahren jedoch nur 20 km - den Rest der Zeit verbringen wir mit wandern an den Sehenswürdigkeiten. Als wir zurück sind kocht Arno herrliche Spaghetti auf welche ich mich jetzt sehr freue.

Heißen die etwa auch Gurker?? Ich meine ja nur, da sie auch das gleich Gewand tragen

Heißen die etwa auch Gurker?? Ich meine ja nur, da sie auch das gleich Gewand tragen

So sieht unsere Wohnung mit dem Vorzelt - für all jene die es nicht kennen

So sieht unsere Wohnung mit dem Vorzelt - für all jene die es nicht kennen

Unser Nachmittagsausflug

Unser Nachmittagsausflug

Arno bei der Arbeit

Arno bei der Arbeit

Was die Natur alles hervorzaubert

Was die Natur alles hervorzaubert

Wieder eine steinerne Brück - ich hätte noch unendlich viele Fotos mee(h)r aber für heute genug

Wieder eine steinerne Brück - ich hätte noch unendlich viele Fotos mee(h)r aber für heute genug

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses mal soll uns unserer Reise ca. 7 Monate durch und um Australien führen. Danach verschiffen wir das Gespann nach San Franzisco wo es dann über Kalifornien nach Canada u Alaska weiter geht.
Details:
Aufbruch: 29.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 29.09.2015
Reiseziele: Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Arno und Margit Darnhofer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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