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Australien-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Arno und Margit Darnhofer

Australien: Uluru bis Atherton Tablelands

Uluru bis Terry Smith Outlook - 09.11.2014

Am Sonntagmorgen geht es bereits um 7.00 Uhr wieder los, damit wir den Weg zu unserem Stellplatz bei den Devil´s Marbles wieder schaffen. Heute fahre ich die ersten 100 km mit dem Hänger. Ein sehr eigenartiges Gefühl und so richtig wohl fühle ich mich nicht, aber auch das wird sich noch bessern. Wichtig ist, dass ich es einmal probiert habe.
Am Montagfrüh geht die KM Jagd weiter - wir sind beide schon sehr froh, wenn das Outback hinter uns liegt, da wir seit bereits drei Wochen täglich über 40° haben und die Regenwahrscheinlichkeit immer größer wird. Fast jede Nacht geht nun irgendwo am Horizont ein Wetter nieder. Zum Glück bekommen wir bisher immer nur die Ausläufer ab - ein paar Tropfen Regen oder sehr starken Wind. Am Nachmittag nach 500km Nichts kann ich Arno dazu überreden das Lager für die Nacht schon etwas früher aufzustellen, da sich am Himmel dicke Wolken aufzutürmen beginnen. Ich bin heute so extrem ausgelaugt, wie ich es auf dieser Reise noch nie war. Wir trinken beide an die 8l Wasser täglich, aber das Gefühl des andauernden Bedürfnisses nach Flüssigkeit lässt einfach nicht nach. Gegen 17.00 Uhr beginnt sich der Wind extrem zu heben - alles was nicht in kürzester Zeit festgemacht ist geht auf Reise durch die Lüfte. Egal was der/die Eine von uns angreift, der/die Andere muss dabeistehen und festhalten. Gut, dass wir fast fertig sind mit der Zubereitung des Abendessens, um dann so schnell als möglich alles zu verstauen. Der Wind hält die ganze Nacht an und wird erst zum Sonnenaufgang etwas schwächer. Wir haben das Zelt gestern unter einer überdachten Sitzgelegenheit aufgestellt und auch die Wing wurde dort hin in Sicherheit gebracht.

Am Morgen geht Arno wie immer eine Runde um das Motorrad und sieht dabei, dass der Hinterreifen auf einer Seite schuppig abgefahren ist - ein Zeichen von zu wenig Luft. Sofort macht er sich auf die Suche und nach kurzer Zeit hat er die Übeltäter schon gefunden - zwei kleine Metallstifte. Perfekt ausgerüstet wie er ist stellt dies zum Glück kein Problem für ihn dar. Schnell ist das Reparaturset ausgepackt. Arno schiebt jeweils einen Gummipfropfen in den Reifen und alles ist wieder gut. Dann noch die Luft mit dem mitgeführten Minikompressor wieder aufgepumpt und weiter geht die Reise. Nach einigen Kilometern sehen wir, dass die Entscheidung das Zelt zeitgerecht aufzustellen eine sehr gute war, da am Straßenrand die eine oder andere Lacke steht. Zweimal wird nach kurzen Distanzen die Luft kontrolliert - alles hält - einwandfreie Arbeit geleistet mein Schatz! Nach etwa 1,5 Std. passieren wir die Grenze in das nächste Bundesland - nach Queensland. Hier wird die Uhr noch einmal um 30 Minuten nach vor gestellt - somit sind wir nun 9 Stunden vor der Zeit in Österreich. Heute fällt uns die Fahrt bei den bereits bekannten Temperaturen um einiges leichter, da sich die Landschaft wieder ständig ändert - erst riesiges Weideland, dann leichte Hügel (wir steigen heute bereits das eine oder andere Mal auf 400 m). In
Mount Isa
ist die größte und wichtigste Stadt der Region North West des Bundesstaates Queensland und Sitz des gleichnamigen lokalen Verwaltungsgebiets (LGA) Mount Isa City.
Der Name Mount Isa nimmt auf einen nahegelegenen Hügel Bezug, wo sich bedeutende Erzlagerstätten befinden. Ihre durch europäische Einwanderer ab 1923 begonnene Ausbeutung schuf die Grundlage für die Stadtentwicklung. Vor der europäischen Besiedlung war das Gebiet von Aborigines, den Kalkadoon besiedelt, die den kargen Boden als Weideland nützten.

1844/1845 kam der australisch/deutsche Forscher Ludwig Leichhardt bei seiner Durchquerung Nordost-Australiens nicht allzu fern vom heutigen Mount Isa vorbei. Gegen die bald beginnende europäische Landnahme entwickelte sich ein zunächst erfolgreicher Guerillakrieg der Kalkadoon. Doch nach ihrer Belagerung eines Forts kam es 1884 in den Gefilden des heutigen Mount Isa zu einer blutigen Schlacht, in der die Kalkadoon endgültig unterlagen.
1923 entdeckte John Campbell Miles in der Gegend des heutigen Mount Isa, am Westrand des Cloncurry-Feldes, ein erzreiches Silber-Blei-Flöz. Vier Jahre später, 1927, begann die damalige Firma Mount Isa Mines bei dieser, am Ufer des Leichhardt River eine Stadt zu errichten. 1931 wurde mit dem Abbau von Silber und Blei begonnen. Elf Jahre später, 1942, wurden zudem bedeutende Kupfererzlager gefunden, und 1955 noch weitere Silber-Blei- sowie Zink-Lagerstätten. Diese Erzfunde nährten das Wachstum der Siedlung, die 1968 zur Stadt erhoben wurde.
1960 gründete Queenslands in Mount Isa die School of the Air, die für den Fernunterricht von Vor- und Grundschülern im queensländischen Outback zuständig ist. 1964 wurde der Royal Flying Doctor Service, welcher für die medizinische Versorgung dieser abgelegenen Gebiete zuständig ist, nach Mount Isa verlegt.
1964/1965 kam es in Mount Isa zu heftigen und gewalttätigen Arbeitskämpfen, die dazu führten, dass die Stadt unter Kriegsrecht gestellt wurde. Im Zusammenhang mit der Bergbauaktivität wurden -- ähnlich wie in deutschen Tagbaugebieten -- auch einzelne Stadtteile verlegt.
füllen wir Tank und Reservekanister wieder auf und bezahlen im Vergleich um ca. $ 10,00 weniger als noch im Northern Territory. Nach den heutigen 500 km finden wir einen schönen Platz zum Übernachten um morgen weiter in Richtung Atherton - welches auf einem Plateau von 1000m - zu fahren.

Weil sie gar so schön sind

Weil sie gar so schön sind

Noch ein Steinkugal

Noch ein Steinkugal

Verbrannte Sträucher

Verbrannte Sträucher

Mit diesen Windrädern wird noch vielerorts Wasser an die Oberfläche gepumpt

Mit diesen Windrädern wird noch vielerorts Wasser an die Oberfläche gepumpt

Unsere überdachte Bleibe

Unsere überdachte Bleibe

Ich habe viele viel Stiche von was auch immer auf den Ellenbögen und die jucken ganz grässlich

Ich habe viele viel Stiche von was auch immer auf den Ellenbögen und die jucken ganz grässlich

Ich bin so einsam

Ich bin so einsam

Es ist ziemlich warm

Es ist ziemlich warm

Willkommen in Queensland

Willkommen in Queensland

Wegweiser in Queensland

Wegweiser in Queensland

Endlich werden die Straßen wieder etwas anspruchsvoller

Endlich werden die Straßen wieder etwas anspruchsvoller

Auch die Gegend bietet wieder mehr

Auch die Gegend bietet wieder mehr

Terry Smith Outlook bis Atherton Tablelands - 12.11.2014

Am Mittwochmorgen stelle ich erst den letzten Bericht ins Netz - da ich gestern Abend Internet Probleme hatte - bevor die Reise in Richtung Croydon - unserem heutigen Tagesziel - los geht. Da ich den Strom für den Laptop heute vom Motorrad abzweigen muss, hustet die Wing ein wenig beim Starten und somit schiebe ich Arno ganz kurz an - hab scheinbar zu viel Strom gebraucht. Die ersten 250km laufen sehr gut, da sich die Landschaft irgendwie ständig ändert und somit etwas Abwechslung gegeben ist. Wir spüren beide, dass hier das Wetter von trockener Hitze in leicht feuchte Hitze wechselt. Was dies bedeutet - wir schwitzen noch mehr als sonst. Die Landschaft wartet schon sehr sehnsüchtig auf den Regen, da so gut wie alle Flussläufe staubtrocken sind. Ab und an gibt es kleine Wasserlöcher, welche von Kühen und verschiedensten Vögeln - Störchen, Reihern usw. - belagert sind. Stehen die Rinder nicht am Wasserloch suchen diese auch den wohltuenden Schatten unter den Bäumen, die schon teilweise sehr grün sind und somit auch Schatten spenden. Hier ist so wenig Verkehr - heute hat uns erst nach einer Stunde Fahrt ein Auto passiert. Aus diesem Grund ist die Straße teileweise nur auf einer Fahrspur asphaltiert - das bedeutet, sobald eine Road Train kommt hinunter von der Straße in den Schotter und stehen bleiben, damit die Road Train auf dem Asphaltteil fahren kann. Wenn wir das nicht machen ist es auch kein Problem, der LKW fährt hinunter auf den Schotter und dann gibt es für uns Schotterhagel - nicht vergessen, dass diese Fahrzeuge an die 50m lang sind und meist 4 Anhänger mitziehen. Es hat uns genau ein LKW passiert und wir machten schön Platz, somit ist uns auch nichts passiert. Unsere heutige Mittagspause halten wir in einem schönen grünen Park in

Normanton
ist eine Kleinstadt im Nordwesten des Staates Queensland in Australien. Sie liegt etwa 30 Kilometer von der Küste des Golfs von Carpentaria entfernt, am Ufer des Norman River. Die Stadt hat etwa 1.200 Einwohner, wovon 55 % Aborigines sind.
Normanton liegt 770km westlich von Cairns und 370km nördlich von Cloncurry. Wichtige Verbindungsstraßen sind die Gulf Developmental Road nach Osten, welche Teil des National Highway 1 ist sowie die Burke Developmental Road nach Süden. Letztere ist auch als Teil des Matilda Highway bekannt.
Normanton ist Endstation des "Gulflander", einer vom übrigen Streckennetz isolierten Bahnverbindung zwischen Croydon und Normanton. Diese Bahnverbindung wurde in der Zeit der Goldfunde in den 1890er Jahren gebaut. Heute verkehrt der Gulflander nur noch einmal wöchentlich.
Im Juli 1957 wurde Krys, das größte jemals erlegte Krokodil am Norman River erschossen. Es war 8,63m lang. Eine lebensgroße Nachbildung des Krokodils steht heute zur Erinnerung an dieses Ereignis im Henry Park direkt neben dem Gebäude des Carpentaria Shire Council, dessen Hauptort Normanton ist.
Direkt an diesem Park steht auch das Gemeindegebäude - die Angestellten sitzen im Park und essen - auch kein schlechter Arbeitsplatz. Am frühen Nachmittag passieren wir eine alte Railwaystation des "Gulflander", wo eine der vielen Trinkpausen eingelegt wird - muss sein, sonst beginnen wir schneller zu dehydrieren als uns lieb ist bei diesen Temperaturen. Wir entscheiden uns heute für den Caravan Park in Croydon, da es in der weiteren Umgebung keinen Stellplatz gibt - dies ist der zweite Ort welchen wir heute passieren!!!!!

Dieser winzige Ort Croydon war einst die wichtigste Stadt am Golf von Carpentaria. Als jedoch die Mine geschlossen wurde von welcher die Stadt gelebt hat, ist der ganze Ort eingeschlafen. So wirken überhaupt alle Orte in den letzten Tagen auf uns. Ab und an sehen wir Menschen auf der Straße, aber eilig hat es niemand - herrlich. Der Campingplatz verfügt über einen traumhaft warmen Pool - der Wahnsinn! Nach dem Bad und der Dusche begeben wir uns auf eine Erkundungstour durch den verschlafenen kleinen Ort, da es ja erst 16.30 Uhr ist. Wir statten natürlich auch dem Bahnhof einen Besuch ab um die alte Zuggarnitur zu bewundern - heute ist Mittwoch, und an diesem Tag fährt die Nostalgiebahn. Auf dem Retourweg noch in ein kleines Minenmuseum und dann ab in den Pub auf ein kaltes australisches Bier für Arno und ich gönne mir ein kaltes Cola - aaaaaahhhhhh. Am Abend wird der Griller angeheizt um ein schönes Steak auf den Grill zu legen. Es ist gerade 20.00 Uhr während ich dies hier schreibe und es hat 35° - Arno hat sich gerade wieder im Pool ertränkt.
Heute Nacht hat es etwas abgekühlt und so ist es herrlich bei 29° und einem zarten Lüfterl zu schlafen. Gegen 8.00 Uhr starten wir um die heutigen 360km schnell herunter zu drehen, da wir die Nacht an einem Fluss verbringen möchten. Von den letzten Malen weiß ich nun schon, dass dies immer besonders schön ist. Wir befahren heute den Savannah Way. Vor etwa 190 000 Jahren brach hier der Undara Schildvulkan aus und die Lava ergoss sich über die umliegende Landschaft. Die heiße Lava strömte nachdem die obere Schicht abgekühlt war unterirdisch weiter. Die unterirdischen Röhren sind gesamt 160km lang, auch wenn schon viele davon eingestürzt sind. In der Ortschaft Mount Surprise - wo wir einen Teil der unterirdischen Röhren besichtigen möchten - erleben wir im wahrsten Sinne des Wortes eine Überraschung. Abgesehen davon, dass Touren nur einmal täglich um 9.30 Uhr (wir haben schon 10.00 Uhr) angeboten werden ist der Eintritt dafür $ 75,00 pro Person. Wir sind schon etwas erstaunt ob der hohen Preise - die Begründung - wir sind kein staatliches sondern privates Unternehmen und können somit den Preis selbst bestimmen. Auch gut, und wir können selbst bestimmen ob wir uns dies leisten möchten oder nicht. Unsere Mittagsrast halten wir an einem kleinen trockenen Regenwald den es hier gibt. Anhand eines Rundweges mit Beschreibung ist es uns möglich den Begriff trockener Regenwald zu verstehen. Wen es näher interessiert der kann ja im Internet mehr darüber lesen. Nach der Mittagsrast möchte Arno die Wing starten, doch diese hat so absolut keine Lust dazu - die Batterie ist alle. Für Arno auch kein wirkliches Problem, da er ja auch mit der Versorgungsbatterie im Hänger starten kann. Gegen 14.30 Uhr schlagen wir das Zelt am Fluss auf um dann auch sogleich baden zu gehen - er ist herrlich warm, und somit steht auch bei mir wieder schwimmen am Nachmittagsprogramm. Arno gönnt der Wing heute eine Dusche und putzt sie blitz blank sauber, da wir morgen eine Freundin von Arnos Eltern in Atherton besuchen, und was macht denn das für eine Bild, mit einem schmutzigen Motorrad zu kommen. Arno ist gerade dabei Feuerholz für den heutigen Abend zu sammeln - er marschiert als ich dies hier schreibe gerade mit erhobenen Händen durch den Fluss damit - ein sehr lustiger Anblick mit den Ästen über dem Kopf. Morgen geht es dann weiter bis Atherton.

Aaaahhhh, war das eine wundervolle Nacht - heute Morgen zeigt das Thermometer 16° an. Endlich konnte ich mich mal so richtig in die Decke kuscheln beim Schlafen. Nach dem Frühstück auf zum Fluss, da es ja nicht sein kann, dass das Motorrad ordentlich gewaschen ist und wir vielleicht schon aus der Ferne zu riechen sind. Dem ist natürlich nicht so - gestern Abend gab es auch Schafferldusche - ihr wisst ja schon, was das ist. Herrlich, es geht doch wirklich nichts über eine kühle Dusche am Morgen! Heute ist Zeit kein Problem, da wir erst gegen 11.00 Uhr mit Alexandra verabredet sind und es bis dahin nur mehr eine Distanz von 65km ist. Nach etwa 10km stoppen wir um in einem kurzen Rundwanderweg die Millstream Wasserfälle zu besichtigen. Aufgrund der Trockenheit führen diese zwar nicht mehr sehr viel Wasser, sind aber trotzdem sehr schön anzusehen - vor allem mit der Vorstellung wie sie mit viel Wasser aussehen würden. Der Millstream, ein Nebenfluss des Herbert River, bildet hier mit den Großen Millstream Fällen den breitesten, einstufigen Wasserfall Australiens. Die Fälle verdanken ihre Entstehung der vulkanischen Aktivität vor 3 bis 1,2 Millionen Jahren als bei mehreren Ausbrüchen das Gebiet von insgesamt drei Lavaströmen bedeckt wurde. Der älteste, vor 3 Millionen Jahren, ist heute am Boden des Tals sichtbar, der jüngste, vor 1,2 Millionen Jahren, findet sich an den oberen Hängen des Tals. Bei den Großen Millstream Fällen sind die drei Lavaströme sichtbar.

Es wird immer grüner an manchen Stellen

Es wird immer grüner an manchen Stellen

Blick nach Hinten

Blick nach Hinten

Die Termitenhügel begleiten uns noch immer

Die Termitenhügel begleiten uns noch immer

Einspurig asphaltiert

Einspurig asphaltiert

Schön Platz gemacht für den dicken Brummer

Schön Platz gemacht für den dicken Brummer

Das Wahrzeichen von Normanton

Das Wahrzeichen von Normanton

Das Wartehäuschen am Bahnhof

Das Wartehäuschen am Bahnhof

For our friends Hanne u Michael from the Danish Goldwing Club

For our friends Hanne u Michael from the Danish Goldwing Club

Samma a bissl steiff

Samma a bissl steiff

Der "Gulflander" im Bahnhof von Craydon

Der "Gulflander" im Bahnhof von Craydon

Ausgetrocknete Flussbetten

Ausgetrocknete Flussbetten

So mag es Arno wieder lieber zu fahren

So mag es Arno wieder lieber zu fahren

Immer schön ausweichen

Immer schön ausweichen

Vor Sonnenuntergang am Fluss

Vor Sonnenuntergang am Fluss

Sonnenaufgang am Fluss

Sonnenaufgang am Fluss

Die Millstream Wasserfälle

Die Millstream Wasserfälle

Atherton - 14.11.2014

Atherton - 14.11.2014
Bei Alexandra angekommen wird sich gleich in Atherton bezüglich einer Batterie erkundigt. Zu unserem Glück hat der erste Händler eine passende lagernd. Also, nichts wie hin und das gute Ding holen, damit unsere Wing wieder selbständig starten kann. Am Nachmittag bin ich mit Wäsche waschen, Mails schreiben, Skypen und all diesen Dingen welche überhaupt nicht anstrengen beschäftigt - ein schöner Relaxtag, bevor morgen die Erkundung der Tablelands los geht.
Atherton Tablelands
sind ein Hochland südwestlich von Cairns und nordwestlich von Innisfail im australischen Bundesstaat Queensland. Es ist Teil der Great Dividing Range, die sich an der australischen Ostküste entlang streckt. Die wichtigsten Städte sind Atherton, Kuranda, Yungaburra, Mareeba, Malanda und Millaa Millaa. Die Atherton Tablelands liegen in den Tropen und erfahren deshalb nur zwei Jahreszeiten. Der Sommer wird als Regenzeit (wet season), und der Winter als Trockenzeit (dry season) bezeichnet. Die niedrige Luftfeuchtigkeit im Sommer wird "natural aircondition" genannt. Im Winter herrscht ein kühles aber mildes Klima. Der gute Boden und die ergiebigen Regenfälle gestalten die Atherton Tablelands zu einer günstigen Gegend in Queensland.
Der Samstag beginnt mit einem köstlichen Frühstück - gebratenem Speck, gebratenen Paradeiser und Spiegeleiern - herrlich!! Ich muss dabei erwähnen, dass wir seit Beginn der Reise immer Müsli mit frischem Obst essen. Da kommt so ein Frühstück richtig gut! Danach fahren Alexandra und ich ihre Pferde füttern, um dann- natürlich mit Arno - zu einem Ausflug zum Krater des Mount Hypipamee zu fahren. Dieser Krater entstand durch eine große Gasexplosion, bei der Granitmassen abgesprengt und nur geringe Mengen Lava ausgeworfen wurden. Von einer Aussichtsstelle ist es möglich in die Tiefe dieses Kraters zu sehen, welcher mit Wasser gefüllt ist. Weiter geht es zu den Milla Milla Wasserfällen welche aufgrund der anhaltenden Trockenheit auch nur ein kleines Rinnsal sind. Das dritte Ziel am heutigen Tag ist in Yungaburra der Curatin Fig Tree. Der Curtain Fig Tree ist eine Würgefeige der Art Ficus virens. Normalerweise keimen diese Pflanzen in den Kronen anderer Bäumen und bilden dann Wurzeln aus um den Boden zu erreichen. Wenn diese wichtige Schritt vollzogen ist, beschleunigt sich das Wachstum der Feige, die Luftwurzeln werden dicker und vernetzen sich. Nach hunderten von Jahren töten sie schließlich den Wirtsbaum, der langsam verrottet. Die Feige kann jetzt selbstständig weiterwachsen. Im Falle des Curtain Fig ist der Wirtsbaum während dieses Prozesses gekippt, sodass die Luftwurzeln mit bis zu 15 Metern Länge als Vorhang Richtung Boden gewachsen sind. Die Würgefeige ist 50 m hoch, hat einen Stammumfang von 39 m und ist geschätzte 500 Jahre alt. Obwohl diese Feigenart ihren Wirt töten, sind sie dennoch Epiphyten die sich mit Nährstoffen aus dem Boden versorgen. Im Gegensatz zu Parasiten die den Pflanzensaft des Wirts anzapfen. Die herabhängenden Wurzeln der Feige sehen aus wie ein Vorhang. Dieser Baum hat einen Umfang von 44m und eine Höhe von 112m - unglaublich, was die Natur alles hervorzaubert.

Am Sonntag führt uns unser Ausflug rund um den Lake Tinaroo. In den Jahren 1953 bis 1958 wurde hier eine riesige Staumauer gebaut welche den Australiern $ 12.666.000 kostete. Diese Staumauer war unumgänglich, da die umliegenden Orte in der Regenzeit immer wieder schwer überschwemmt wurden. Einige Ortschaften befinden sich immer noch auf dem Grund des Flusses. Die Wasseroberfläche beträgt 3500 Hektar und der Wasserinhalt sind ca. 444.000 Hektoliter Wasser bei einer Tiefe von rund 42m. Der primäre Wasserzubringer ist der Barron River. Dieser Stausee wird von der Bevölkerung der Umgebung hauptsächlich zum Segeln, Fischen, Schwimmen oder Wasserschi fahren benutzt und ist ein beliebtes Naherholungszentrum der EinwohnerInnen. Da der größte Teil der Straße nicht asphaltiert ist sind wir sehr froh mit dem Auto unterwegs zu sein.

Blick in den Krater des Mount Hypipamee

Blick in den Krater des Mount Hypipamee

Alexandra und Arno vor den Milla Milla Wasserfällen

Alexandra und Arno vor den Milla Milla Wasserfällen

Selbst gemacht - wir haben einen neuen Fotoapparat

Selbst gemacht - wir haben einen neuen Fotoapparat

Der Würge Baum

Der Würge Baum

Blick auf den Stausee

Blick auf den Stausee

Der Blick in das Innere so eines Würgebaumes

Der Blick in das Innere so eines Würgebaumes

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses mal soll uns unserer Reise ca. 7 Monate durch und um Australien führen. Danach verschiffen wir das Gespann nach San Franzisco wo es dann über Kalifornien nach Canada u Alaska weiter geht.
Details:
Aufbruch: 29.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 29.09.2015
Reiseziele: Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Arno und Margit Darnhofer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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