Hawai'i und Moloka'i

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2016  |  von Ulrich Mattheus

Volcanoes National Park: Mauna Kea

Silversword" heissen diese dekorativen Pflanzen auf den hohen Vulkanen Hawai'is. Sie leben auf den trockenen Hängen der Vulkane in über 3000m Meereshöhe. Sie blühen nur einmal in ihrem Leben, welches nach der Blüte zu Ende geht...

Silversword" heissen diese dekorativen Pflanzen auf den hohen Vulkanen Hawai'is. Sie leben auf den trockenen Hängen der Vulkane in über 3000m Meereshöhe. Sie blühen nur einmal in ihrem Leben, welches nach der Blüte zu Ende geht...

Mauna Loa und Mauna Kea sind die grössten Vulkane aller Hawai‘i-Inseln. Mauna Loa ist zwar „nur“ der zweithöchste Berg mit 4170 Metern Höhe, ist aber der voluminöseste einzelne Berg überhaupt. Er ist – wie die anderen hawaiianischen Vulkane auch – ein Schildvulkan mit gewaltigen Ausmassen. Höbe man ihn vom Meeresboden und setzte ihn nach Europa, würde er die Schweiz komplett bedecken und 9 Kilometer hoch sein!
Mauna Kea ist mit 4207 Metern der höchste Berg der Erde – vom Meeresboden aus gemessen – und damit nach dem Olympus Mons auf dem Mars der zweithöchste Berg des Sonnensystems! Er ist etwa eine Million Jahre alt und hat seine Form als Schildvulkan durch Erosion bereits etwas eingebüsst. Um den Gipfel herum stehen viele Aschenkegel, zwischen denen die Spuren einer ehemaligen Vergletscherung zu sehen sind. Die letzten Ausbrüche des Mauna Kea werden auf 4000 bis 6000 Jahre in der Vergangenheit geschätzt. Somit ist er offiziell noch nicht erloschen, gilt aber zumindest als „ruhend“.

Vom Abhang des Mauna Kea aus gesehen wirkt der Nachbarberg Mauna Loa wie ein riesiger Kuhfladen. Typisch für einen Schildvulkan. Mauna Loa ist einer der grössten und höchsten einzeln stehenden Berge des Sonnensystems, steigt er doch aus einer Meerestiefe von 5000m auf sagenhafte 4170m über dem Meer. Nicht nur, dass er damit über 9000m hoch ist, nein, er ist auch der an Volumen grösste Berg der Erde. Sein Rauminhalt beträgt 40000 Kubikkilometer. Eine abstrakte Zahl, die uns hier nicht weiterhilft. Anschaulicher ist folgendes Beispiel: könnte man den Mauna Loa aus dem Pazifik nehmen und nach Europa setzen, wäre er 9000m hoch und würde die gesamte Schweiz bedecken. Der Mauna Loa gehört mit dem Volcanoes National Park zum UNESCO Welterbe.

Vom Abhang des Mauna Kea aus gesehen wirkt der Nachbarberg Mauna Loa wie ein riesiger Kuhfladen. Typisch für einen Schildvulkan. Mauna Loa ist einer der grössten und höchsten einzeln stehenden Berge des Sonnensystems, steigt er doch aus einer Meerestiefe von 5000m auf sagenhafte 4170m über dem Meer. Nicht nur, dass er damit über 9000m hoch ist, nein, er ist auch der an Volumen grösste Berg der Erde. Sein Rauminhalt beträgt 40000 Kubikkilometer. Eine abstrakte Zahl, die uns hier nicht weiterhilft. Anschaulicher ist folgendes Beispiel: könnte man den Mauna Loa aus dem Pazifik nehmen und nach Europa setzen, wäre er 9000m hoch und würde die gesamte Schweiz bedecken. Der Mauna Loa gehört mit dem Volcanoes National Park zum UNESCO Welterbe.

Über den Wolken, also wo die Freiheit bekanntlich grenzenlos ist, stehen auf dem Mauna Kea in 4200m Höhe eine Reihe von Grossteleskopen, von denen die meisten nur auf den Sonnenuntergang warten... Rechts am Horizont die auch über die Wolken ragende Insel Maui!

Über den Wolken, also wo die Freiheit bekanntlich grenzenlos ist, stehen auf dem Mauna Kea in 4200m Höhe eine Reihe von Grossteleskopen, von denen die meisten nur auf den Sonnenuntergang warten... Rechts am Horizont die auch über die Wolken ragende Insel Maui!

In der hawaiianischen Mythologie sind die grossen Vulkane heilig und nur Adlige oder Könige durften sich ihren Gipfeln nähern. Frühe Hawaiianer lebten an den Abhängen des Mauna Kea und nutzten die Wälder für Brennholz und einige Steinbrüche mit dichter, basaltischer Lava, um Steinwerkzeuge herzustellen.
Als im späten 18. Jahrhundert europäische Siedler Rinder, Schafe und Wildtiere einführten, verwilderten viele davon und schädigten das empfindliche Gleichgewicht der Pflanzendecke. Die Abhänge des Mauna Kea können in drei Pflanzenzonen eingeteilt werden. Die Gipfelregion ist alpin und beherbergt nur niedrig wachsende Pflanzen, darunter schliesst sich eine Nebelwaldzone an mit Mamane- und Naio-Bäumen (Schnurbaum und Sandelholz). Die tiefste Region ist die Regenwaldzone aus Koa-Akazien und O‘hia-Bäumen. Sie ist die Zone, die besonders unter der Zuckerrohrindustrie am stärksten gelitten hat. In den letzten Jahren gab es starke Bestrebungen, alle eingeschleppten Arten von den Hängen des Mauna Kea zu entfernen – eine gewaltige Aufgabe, die dem Ministerium für Land und natürliche Ressourcen auferlegt wurde.

Sonnenuntergang über den Wolken, komplett mit Nachbarinsel Maui und mehreren Grossteleskopen im Blick...

Sonnenuntergang über den Wolken, komplett mit Nachbarinsel Maui und mehreren Grossteleskopen im Blick...

Wegen der grossen Höhe und der trockenen, glasklaren Luft am Gipfel des Mauna Kea, gehört diese Region zu den weltweit besten für astronomische Beobachtungen. Seit dem Bau der Strasse im Jahr 1964 sind seither 13 Grossteleskope mit finanzieller Hilfe von 11 Ländern gebaut worden. Die Geräte können das elektromagnetische Spektrum vom sichtbaren Licht bis hin zu Radiowellen abdecken. Da die Teleskope auf heiligem Boden der Hawaiianer stehen, wird dies immer ein ungelöstes Problem bleiben.

Ein Sonnenuntergang auf dem Gipfel des Mauna Kea, übrigens in der saubersten Luft der Erde, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Ein Sonnenuntergang auf dem Gipfel des Mauna Kea, übrigens in der saubersten Luft der Erde, ist ein unvergessliches Erlebnis.

© Ulrich Mattheus, 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich wanderte durch Regenwälder und Wüsten, über Vulkane und Strände, besichtigte hawaiianische kulturelle Orte, entdeckte lokale Geschichte und fokussierte mich dabei im Wesentlichen auf die Inseln Hawai‘i und Moloka‘i.
Details:
Aufbruch: 02.05.2016
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 16.05.2016
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Ulrich Mattheus berichtet seit 4 Wochen auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/4):
Blula 1545812414000
ULI, ich kann nur sagen, dieser Bericht ist lesens­wert! Auch wenn ich, wie viele von uns noch nie dort und auch auf keiner anderen ha­wai­ia­nischen Insel gewesen bin, so weiß ich spätes­tens jetzt, dass ich von nun an nicht nur, wie man so schön sagt, vom herk­ömmlichen Aloha Spirit träumen wer­de.­ 
Dan­ke für diesen aus­ge­zeich­ne­ten Bericht, in dem Du auch sehr viel Wis­sen­swer­tes ver­mit­telst. Ich fange gleich an zu träu­men.
LG Blula
Inge W. 1545809331000
hallo Ulrich, diesen Bericht lese ich nat­ürlich immer wieder gerne, da wir auch schon meh­rmals auf den 6 Ha­wai­i­-In­seln waren. Aber trot­zdem habe ich nat­ürlich einiges ge­lesen, was ich (noch) nicht kannte, danke daf­ür.
In­ge
Geo-oldi/ Monika Schulmeiss 1545587152000
Hallo Uli, sehr in­for­ma­tiv und für jeden zuk­ünfti­gen Ha­wai­ur­lau­ber em­pfeh­len­swert. Die Fotos sind e­ben­falls Spitze. LG Monika