Hawai'i und Moloka'i

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2016  |  von Ulrich Mattheus

Die Kohala-Küste: Hawai'is Stonehenge ?

Die Steine des Maka O Hule sind ein Platz für innere Einkehr und Ehrfurcht vor der Leistung der alten Lehrer, die hier ihre Schüler unterrichteten und damit die Verantwortung für das Wohl einer gesamten Gesellschaft trugen. ko'a heiau holo moana Dieser Tempel und das Umland sind dem hawaiianischen Volk heilig.

Die Steine des Maka O Hule sind ein Platz für innere Einkehr und Ehrfurcht vor der Leistung der alten Lehrer, die hier ihre Schüler unterrichteten und damit die Verantwortung für das Wohl einer gesamten Gesellschaft trugen. ko'a heiau holo moana Dieser Tempel und das Umland sind dem hawaiianischen Volk heilig.

Maka o Hule Navigation Heiau

Manchmal wird diese Anlage als das „hawaiianische Stonehenge“ tituliert, aber das ist sicher weit übertrieben. Dennoch halten Wissenschaftler diesen Ort für ein Observatorium, um entfernte Inseln wie Tahiti oder die Marquesas über Sternkonstellationen anzupeilen. Dieser mystische Ort liegt nicht weit vom Mahukona Beach Park an der östlichen Kohala-Küste entfernt. Von kristallklaren, kleinen Buchten steigt man einen groben Trampelpfad bergan und wird unterwegs von traumhaften Ausblicken über das dunkelblaue Meer und 4 der grössten Vulkane Hawai‘is entschädigt.
Lange bevor europäische Seefahrer sich ausserhalb der Sichtweite des Landes bewegten, besassen die Polynesier ein Navigationssystem, das weite Reisen über offenen Ozean nicht nur möglich, sondern zur Routine gemacht hat. In zu grossen Flössen zusammengebundenen Kanus fuhren die Polynesier tausend oder zweitausend Seemeilen quer über den Pazifik, ohne die Hilfe von Kompassen und mit Segeln aus Baumrindenstoff. Während Europäer Kompasse und Landmarken zur Navigation nutzten, segelten die Polynesier wochenlang ohne Landsicht über das Meer und nutzten eine Navigationsmethode, die gleichermassen Sternbilder, Winde, Meeresströmungen und Tierwanderungen berücksichtigte und sahen an typischen Wolkenformationen das Vorhandensein grösserer Inseln jenseits des Horizonts. Navigatoren dieses genialen Volks verstanden es, auf freiem Ozean an Wellen abzulesen, ob sie sich innerhalb der letzten 2 Wochen an einem Hindernis gebrochen hatten oder nicht. Das Wissen um Navigation wurde dabei streng gehütet und nur hochintelligenten Schülern von einer Generation auf die nächste übertragen. An Tempelanlagen wie diesen wurde dieses Wissen durch ständige Wiederholung gelernt und gespeichert.

Maka O Hule Navigation Heiau

Maka O Hule Navigation Heiau

© Ulrich Mattheus, 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich wanderte durch Regenwälder und Wüsten, über Vulkane und Strände, besichtigte hawaiianische kulturelle Orte, entdeckte lokale Geschichte und fokussierte mich dabei im Wesentlichen auf die Inseln Hawai‘i und Moloka‘i.
Details:
Aufbruch: 02.05.2016
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 16.05.2016
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Ulrich Mattheus berichtet seit 4 Wochen auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/4):
Blula 1545812414000
ULI, ich kann nur sagen, dieser Bericht ist lesens­wert! Auch wenn ich, wie viele von uns noch nie dort und auch auf keiner anderen ha­wai­ia­nischen Insel gewesen bin, so weiß ich spätes­tens jetzt, dass ich von nun an nicht nur, wie man so schön sagt, vom herk­ömmlichen Aloha Spirit träumen wer­de.­ 
Dan­ke für diesen aus­ge­zeich­ne­ten Bericht, in dem Du auch sehr viel Wis­sen­swer­tes ver­mit­telst. Ich fange gleich an zu träu­men.
LG Blula
Inge W. 1545809331000
hallo Ulrich, diesen Bericht lese ich nat­ürlich immer wieder gerne, da wir auch schon meh­rmals auf den 6 Ha­wai­i­-In­seln waren. Aber trot­zdem habe ich nat­ürlich einiges ge­lesen, was ich (noch) nicht kannte, danke daf­ür.
In­ge
Geo-oldi/ Monika Schulmeiss 1545587152000
Hallo Uli, sehr in­for­ma­tiv und für jeden zuk­ünfti­gen Ha­wai­ur­lau­ber em­pfeh­len­swert. Die Fotos sind e­ben­falls Spitze. LG Monika