Amsi und Remo reisen um die Welt

Bolivien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2014 - Mai 2015  |  von Andreas Amsler

Bolivien

Uyuni - La Paz - Copacabana

Da die Stadt Uyuni nicht wirklich schön war haben wir beschlossen gleich am selben Abend mit dem Nachtbus nach La Paz weiterzureisen. Im Gegensatz zu Chile waren die Strassenverhältnisse eher dürftig. Nach der 11 stündigen Fahrt, bei der es uns richtiggehend durchgeschüttelt hat, erreichten wir am nächsten Morgen La Paz. Da wir nach diesen anstrengenden Tagen eine Pause benötigten, beschlossen wir dann noch am selben Morgen weiter nach Copacabana am Titicacasee (3850 m.ü.M) zu reisen. Nach weiteren 4 Stunden Busfahrt erreichten wir unser Ziel. Wir fanden eine wunderbare Unterkunft direkt am See. Wir verbrachten 3 entspannte Tage in Copacabana am Titicacasee. Ausser Fussball WM schauen, und relaxen machten wir in diesen 3 Tagen nicht besonders viel. Wir genossen die 3 Tage.

Aussicht von unserem Hotelbalkon auf den Titicacasee

Aussicht von unserem Hotelbalkon auf den Titicacasee

Copacabana

Copacabana

Sonnenuntergang am Titicacasee

Sonnenuntergang am Titicacasee

La Paz

Danach gings mit dem Bus wieder zurück nach La Paz. Wir erreichten am späten Nachmittag die Stadt, und haben uns dann anschliessend zu unserem Hotel begeben. Das Hotel Berlina hat eine ausgezeichnete Lage direkt im Stadtzentrum und beim Hexenmarkt. Diesen Markt sollte man unbedingt besuchen, es gibt allerhand Kräuter, Tränke und anderes Wodoo Zubehör. Uns hat La Paz sehr gut gefallen. Zum einen ist die sehr spezielle Lage der Stadt, sie wurde direkt in die Berge gebaut und erstreckt sich von 3300 m.ü.M bis 4200 m.ü.M. Es sieht sehr toll aus, diese Grossstadt an die Hänge der Berge gebaut wurde.
Am nächsten Morgen haben wir uns auf einen geführten Stadt Spaziergang begeben. Dieser startet jeden Tag um 11.00 Uhr beim Plaza San Pedro. Es waren 2 Bolivianerinnen welche uns durch die Stadt geführt haben. Sie sprachen einwandfreies Englisch. Dieser Rundgang ist unbedingt zu empfehlen, und ist erst noch kostenlos. Zuerst erkundeten wir den grossen Essensmarkt um anschliessend zum Hexenmarkt weiter zu ziehen. Beide Märkte sind sehr interessant, und wir bekamen von unseren Guides die eine oder andere interessante Geschichte zu hören. Zum Beispiel wurde bis vor einigen Jahren beim Bau von neuen Gebäuden jeweils ein Lama getötet und in das Fundament des Gebäudes einbetoniert. Bei grösseren Neubauten wurde sogar auf der Strasse nach obdachlosen Personen gesucht, welche dann getötete und in das Fundament gelegt wurden. Anschliessend gings weiter zur Kirche San Francisco, ein wunderbarer Bau direkt im Stadtzentrum. Weiter führte uns unser Spaziergang zu einem Foodmarkt, und dann weiter durch die Einkaufsstrasse mitten in La Paz. Danach gings zum Präsidentenpalast und zum Parlamentsgebäude. Zum Abschluss konnten wir noch in das oberste Stockwerk des Hotel El Presidente, um die Aussicht über La Paz zu geniessen.
Nach dem Stadtspaziergang schlenderten wir weiter zum Busbahnhof, wo wir unsere Tickets für die Busfahrt nach Puno (Peru) organisierten. Danach schlenderten wir noch durch die Shoppingstrassen der Stadt und tranken einen hervorragenden Frozen Margaritha.

Markt in La Paz

Markt in La Paz

Hexenmarkt La Paz

Hexenmarkt La Paz

Seitengasse in La Paz

Seitengasse in La Paz

Kirche San Farncisco, Zentrum La Paz

Kirche San Farncisco, Zentrum La Paz

Aussicht auf La Paz

Aussicht auf La Paz

Aussicht auf La Paz mit den 6000ern im Hintergrund

Aussicht auf La Paz mit den 6000ern im Hintergrund

Death Road von La Paz in die Youngas

Der heutige Tag war ein Highlight unserer bisherigen Reise. Wir fuhren mit dem Mountainbike die sogenannte Death Road, die gefährlichste Strasse der Welt.
Hier einige Fakten zur Strasse: (wikipedia.org)
Von La Paz aus steigt die Straße zunächst bis auf den La-Cumbre-Pass in 4650 m Höhe an und fällt danach bis auf etwa 1200 m bei Yolosa kurz vor Coroico ab. Dabei windet sie sich in vielen Serpentinen über steile Berghänge. So vollzieht sich ein rascher Übergang vom kalten semiariden bis ariden Altiplano zum feuchten warmen Regenwald der Yungas, wobei fast alle Klimazonen Südamerikas durchquert werden.
Die einspurige Straße führt zumeist ohne Leitplanken an steilen Abhängen entlang. Sie ist daher sehr gefährlich, außerordentlich schwierig und nur unter großer Gefahr zu passieren. Darüber hinaus sorgen Regen und Nebel sowie matschiger, morastartiger Untergrund häufig für einen schlechten Straßenzustand und geringe Sichtweiten. Mit Steinschlag oder Erdrutschen aufgrund von starker Erosion ist jederzeit zu rechnen. Ein Unglück vom 24. Juli 1983, bei dem ein Bus ins Schleudern geriet, in eine Schlucht stürzte und die 100 Insassen in den Tod riss, gilt als Boliviens schlimmster Verkehrsunfall. Einer Schätzung zufolge verunglückten bis 2007 pro Monat zwei Fahrzeuge und starben jährlich 200 bis 300 Reisende auf der Straße.[2] Zahlreiche Kreuze am Straßenrand markieren die Unfallstellen. Im Jahre 1995 wurde die Yungas-Straße von der Interamerikanischen Entwicklungsbank zur "gefährlichsten Straße der Welt" ernannt. Seit den 1990er Jahren ist die Yungas-Straße aber gerade wegen ihrer Gefährlichkeit ein beliebtes Touristenziel. Vor allem Mountainbiker schätzen sie als Route zum Downhill-Biking.

Es war wirklich ein einzigartiges Erlebnis, welches wir auf keinen fall missen möchten. Wir schlossen uns der Agentur Gravity Biking an, welche als eine der besten und erfahrensten Argentur in Lap paz gilt.
Die erste halbe Stunde fuhren wir noch auf der breiten asphaltierten Strasse. Dies stellte eigentlich noch kein Problem für uns dar. So konnten wir uns gut an das Mountainbike gewöhnen. Wir hatten wirklich hervorragende Bikes, die neu wohl 3000- 4000 Dollar kosten würden. Die Bikes hatten sogar Hydraulik Scheibenbremsen, was wirklich sehr angenehm war, da man die Bremsen auf den 65 km doch sehr oft benutzen musste
Als wir dann die eigentliche Todesstasse erreichten, wurde das Wetter so richtig schlecht. Es regnete und die Sicht im Nebel betrug keine 50 Meter, was die Abfahrt zusätzlich erschwerte. Nach 15 Minuten waren wir bis auf die Haut nass und die Schuhe waren komplett durchnässt. Ausserdem waren wir von oben bis unten mit Dreck und Schlamm zugedeckt. Es war mir nun doch etwas mulmig zu mute. Die Strasse war wirklich in einem schlechten bis desolaten Zustand, immer wieder war die Strasse abgebrochen und der Abgrund der bis zu 500 Meter tief war begann gleich am Strassenrand. Aber dieses Wetter machte die Abfahrt noch spezieller und es war wirklich ein einzigartiges Erlebnis. Der Nebel und der Regen welcher im Tal hing, ergab eine richtig gespenstische Stimmung. So fuhren wir die Schotterpiste herunter. Immer wieder machten wir eine kurze Pause um unsern Händen eine kurze Erholungspause zu gönnen. Nach ca. 4,5 Stunden kamen wir in Yolosa an. Wir erhielten Mittagessen und entspannten bei einem kühlen Bier.
Wir machten noch einen kleinen Ausflug zu einem Affen Hospital. Wir gingen auf Tuchfühlung mit den Affen. Es war ein schöner Abschluss dieser Tour. Anschliessend fuhren wir mit dem Bus über die Neugebaute Strasse zurück nach La Paz.
Übrigens auch Touristen fanden auf dieser Tour den Tod. In den letzten 10 Jahren starben 14 Touristen auf dieser Strecke.
Unter folgendem Link findet Ihr eine ausführliche und eindrückliche Beschreibung zu dieser Strasse:
http://www.karsten-rau.de/idx-coroico.htm

Unsere Bike-Gruppe

Unsere Bike-Gruppe

Die einzige Strasse in Bolivien mit Linksverkehr

Die einzige Strasse in Bolivien mit Linksverkehr

und dann wurde es richtig steil! und das Wetter

und dann wurde es richtig steil! und das Wetter

kurze Bike Reinigung

kurze Bike Reinigung

kurze Bike Reinigung

kurze Bike Reinigung

da gings richtig runter!

da gings richtig runter!

Tier Hospital am ende der Death Road

Tier Hospital am ende der Death Road

Tier Hospital am ende der Death Road

Tier Hospital am ende der Death Road

Tier Hospital am ende der Death Road

Tier Hospital am ende der Death Road

Tier Hospital am ende der Death Road

Tier Hospital am ende der Death Road

Tier Hospital am ende der Death Road

Tier Hospital am ende der Death Road

© Andreas Amsler, 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unser Traum wird war. Gemeinsam geht`s auf eine 10 monatige Weltreise. Zuerst nach Südamerika und dann nach einem kurzen Abstecher in die USA über Hawaii in den Pazifik nach Guam und Palau. Danach noch einige Monate Asien. Mal schauen was die nächsten Monate so bereit halten für uns....
Details:
Aufbruch: 09.06.2014
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: Mai 2015
Reiseziele: Chile
Bolivien
Peru
Ecuador
Vereinigte Staaten
Palau
Indonesien
Der Autor
 
Andreas Amsler berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.